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UFC 246 Ergebnisse: McGregor macht kurzen Prozess mit Cerrone

Conor McGregor ist zurück (Foto: ZUFFA LLC)

Conor McGregor ist zurück. Der Ire feierte bei UFC 246 in Las Vegas ein umjubeltes Comeback im Octagon und stand dabei dem „Cowboy“ Donald Cerrone gegenüber. Dabei fackelte der Ire nicht lange, sondern beendete das Duell schon nach einer halben Minute.

Denn McGregor hatte es eilig und begann fast mit einem Superman-Punch. Cerrone tauchte darunter weg, bekam dabei jedoch das Knie des Iren ab. Es ging in den Clinch und hier attackierte McGregor mit Schulterstößen, von denen Cerrones Nase sofort blutete. Bereits davon schien Cerrones Widerstand gebrochen. Mit blutendem Gesicht ging der "Cowboy" in den Rückwärtsgang, feuerte zwar einen Kick ab, musste aber sofort im Gegenzug selbst einen Head Kick McGregors einstecken.

Der Amerikaner wich angeklingelt an den Käfig zurück. Dort hatte McGregor leichtes Spiel. Er deckte Cerrone mit Schlägen ein, dieser kauerte sich auf der Matte zusammen, sodass McGregor nicht mehr viele Treffer benötigte, bis der Ringrichter einschritt und den Kampf schon nach 40 Sekunden unter dem frenetischen Jubel der Fans in Las Vegas abbrach.

Holm kehrt in Erfolgsspur zurück

Nicht der einzige Ex-Champion, der auf die Siegerstraße zurückkehrte, auch Holly Holm gelang es. Die frühere Titelträgerin setzte sich auch im Rückkampf gegen Raquel Pennington durch. Ein Fest für das Auge war es jedoch nicht, denn Holm setzte fast durchgehend auf den Clinch und zermürbte dort ihre Gegnerin auf dem Weg zu einem ungefährdeten Punktsieg.

Im Duell Kickboxer gegen Grappler triumphierte der Ukrainer Oleksiy Oliynyk über den Amerikaner Maurice Greene. Greene punktete zu Beginn im Stand, kämpfte auf der Matte aber permanent ums Überleben, überstand einen Scarf Hold in der ersten Runde, musste dann aber in einem Armhebel aufgeben. Der 42-jährige Oliynyk, der seinen ersten MMA-Sieg im Jahr 1996 feierte, schrieb damit Geschichte als erster MMA-Kämpfer mit Siegen in vier verschiedenen Dekaden.

Der Aufwärtstrend von Carlos Diego Ferreira setzte sich auch in Las Vegas fort. Der Brasilianer brachte den früheren UFC-Champion Anthony Pettis in der zweiten Runde mit einem Rear-Naked Choke zur Aufgabe und erhöhte seine Serie auf sechs Siege in Folge. Und Brian Kelleher nutzte den kurzfristig ergatterten Platz im Hauptprogramm, um sich von seiner besten Seite zu zeigen und Ode Osbourne per Guillotine Choke abklopfen zu lassen.

Dober und Modafferi sorgen für Überraschungen im Vorprogramm

Im Vorprogramm hatte sich Drew Dober überraschend gegen den Hamburger Nasrat Haqparast durchgesetzt. Nach kurzem Abtasten konterte der Amerikaner einen Leg Kick mit einem linken Haken ans Kinn, der Haqparast umwarf. Nach weiteren Treffern am Boden musste der Ringrichter nach 1:10 Minuten der ersten Runde abbrechen.

Die größte Überraschung des Vorprogramms gelang Roxanne Modafferi. Die Veteranin bezwang die hoch favorisierte Maycee Barber. Modafferi punktete in der ersten Runde auf der Matte und in der zweiten mit dem Jab, bevor sie eine Platzwunde an Barbers Auge öffnete. Barber hatte sich zu allem Überfluss in der zweiten Runde am Knie verletzt, erhielt aber nach einer kurzen Untersuchung durch den Ringarzt trotz Bänderriss-Diagnose die Freigabe für den letzten Durchgang.

Zuvor setzte sich Askar Askarov in einer wilden Auseinandersetzung nach Punkten gegen Tim Elliott durch, wobei Elliott in der ersten Runde für Sekundenbruchteile stehend K.o. war. Sodiq Yusuff besiegte Andre Fili in einem spannenden Kampf nach Punkten.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

UFC 246
19. Januar 2020
T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada, USA

Conor McGregor bes. Donald Cerrone via T.K.o. (Schläge) nach 0:40 in Rd. 1
Holly Holm bes. Raquel Pennington einstimmig nach Punkten (29:28, 30:27, 30:27)
Oleksiy Oliynyk bes. Maurice Greene via Armbar nach 4:48 in Rd. 2
Brian Kelleher bes. Ode Osbourne via Guillotine Choke nach 2:49 in Rd. 1
Carlos Diego Ferreira bes. Anthony Pettis via Rear-Naked Choke nach 1:46 in Rd. 2

Vorprogramm
Roxanne Modafferi bes. Maycee Barber einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:26)
Sodiq Yusuff bes. Andre Fili einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Askar Askarov bes. Tim Elliott einstimmig nach Punkten (29:28, 30:27, 30:27)
Drew Dober bes. Nasrat Haqparast via T.K.o. (Schläge) nach 1:10 in Rd. 1
Aleksa Camur bes. Justin Ledet einstimmig nach Punkten (29:28, 30:27, 30:27)
Sabina Mazo bes. JJ Aldrich geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)