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UFC 214 Ergebnisse: Jones knockt Cormier aus

Der UFC-PPV des Jahres in Anaheim endet mit einem Knall: Jon Jones ist wieder Champion im Halbschwergewicht Bei UFC 214 entthronte er seinen Erzfeind Daniel Cormier durch einen T.K.o. in der dritten Runde. Zuvor hatte Tyron Woodley seinen Titel verteidigt und Cristiane „Cyborg“ Justino den Gürtel geholt.

Jon Jones ist wieder da. Zweieinhalb Jahre nach seinem ersten Sieg über Daniel Cormier konnte „Bones“ in Anaheim auch ein zweites Mal triumphieren und stoppte den Titelverteidiger sogar durch einen T.K.o. in der dritten Runde. Dabei sah es anfangs nicht nach einem dominanten Kampfverlauf aus.

Denn Cormier steckte die Körpertreffer, mit denen Jones begann, gut weg und setzte seinen Gegner unter Druck. Immer wieder landete Cormier schwere Hände, doch Jones blieb stehen und bewegte sich immer schnell aus brenzligen Situationen heraus. Der frühere Weltmeister attackierte mit Kniestößen, Kicks zum Oberschenkel und Knie und mit Ellbogen im Clinch und setze Cormier zu.

Gerade als Cormier seinen Rhythmus gefunden hatte, beendete Jones den Kampf. Mit einem linken Head Kick brachte er Cormier ins Wanken, schlug den Champion kurz darauf zu Boden und attackierte dort mit heftigen Schlägen und Ellbogenstößen, bis John McCarthy ein Einsehen hatte und den Kampf abbrach. Nicht zu früh, denn Cormier sah auch Minuten nach dem Abbruch sehr benommen aus.

Ein emotionaler Jones ließ sich anschließend für seinen beeindruckenden Sieg feiern. Damit sollte auch die jahrelange Fehde mit Cormier beendet sein. Im anschließenden Interview begrub Jones das Kriegsbeil, bevor er in Brock Lesnar einen neuen Wunsch-Gegner parat hatte.

Woodley siegt in enttäuschendem Titelkampf

Tyron Woodley heißt der alte und neue Titelträger im Weltergewicht der UFC, ob er nach dieser Leistung jedoch seinen versprochenen großen „Moneyfight“ gegen Georges St. Pierre erhält, ist jedoch eher fraglich. Denn der Weltmeister tat erneut nur das Nötigste und verlegte sich fünf Runden lang darauf, Demian Maias Takedowns abzuwehren.

In der Offensive beschränkte sich Woodley zudem darauf, gelegentliche Konterschläge abzufeuern. Diese entfalteten Wirkung, wenn sie denn trafen. Maia hatte außer seinen Takedowns keine weitere Strategie für Woodley vorbereitet und musste am Ende eine deutliche Entscheidung gegen sich hinnehmen.

Cyborg krönt sich zur Championesse

Endlich herrscht Gewissheit im Frauen-MMA. Das Cristiane Justino die gefährlichste Kämpferin der Welt ist, gilt seit Jahren als offenes Geheimnis. Nun hat die Brasilianerin auch den UFC-Titel, um jegliche Zweifel wegzuwischen. Gegen Tonya Evinger feierte „Cyborg“ einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und holte sich mit einem technischen K.o. in der dritten Runde den Weltmeistergürtel.

Evinger konnte anfangs eigene Akzente setzen, überzeugte in der Folge jedoch vor allem durch ihre Nehmerfähigkeiten. Justino feuerte immer wieder ihre harte Rechte ab und attackierte die sich oft wegduckende Evinger mit Kniestößen und Tritten. Evinger zeigte sich von ihrer zähen Seite, hatte nach einer Salve an Treffern in der dritten Runde jedoch genug und wurde vom Ringrichter nach ausbleibender Gegenwehr aus dem Kampf genommen.

Lawler meldet sich zurück, Oezdemir feiert Blitz-KO

Robbie Lawler feierte gegen Donald Cerrone eine gelungene Rückkehr ins Octagon nach einem Jahr Auszeit. Der frühere Champion lieferte sich drei Runden lang ein hartes Kickbox-Duell mit dem „Cowboy“ und setzte ihm vor allem im Clinch zu. Cerrone schien zögerlich zu kämpfen und so konnte sich Lawler schnell die erste Runde sichern, bevor er sich im zweiten Durchgang eine Verschnaufpause gönnte, um dann erneut mit guten Treffern in der letzten Runde den Kampf für sich zu entscheiden.

Mit Halbschwergewichten endete das Hauptprogramm, mit Halbschwergewichten begann es auch. Der Schweizer Volkan Oezdemir setzte seinen Aufwärtstrend fort und pulverisierte Jimi Manuwa innerhalb von nur 23 Sekunden im Stand. Mit heftigen Treffern setzte Oezdemir Manuwa gleich zu, warf ihn einfach um und beendete den Kampf am Boden mit weiteren Treffern.

Auch das Vorprogramm wusste zu begeistern. So konnte Ricardo Lamas das Eisenkinn von Jason Knight knacken und einen technischen K.o. in der ersten Runde feiern und Brian Ortega schaffte sein Comeback gegen Renato Moicano und nutzte einen Fehler zum Guillotine Choke.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC 214: Cormier vs. Jones 2
Samstag, 29. Juli 2017
Anaheim, Kalifornien, USA

Titelkampf im Halbschwergewicht
Jon Jones bes. Daniel Cormier via K.o. (Schläge) nach 3:01 in Rd. 3

Titelkampf im Weltergewicht
Tyron Woodley bes. Demian Maia einstimmig nach Punkten (50:45, 49:46, 49:46)

Titelkampf im Federgewicht der Frauen
Cristiane Justino bes. Tonya Evinger via T.K.o. (Schläge) nach 1:56 in Rd. 3

Robbie Lawler bes. Donald Cerrone einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Volkan Oezdemir bes. Jimi Manuwa via K.o. (Schläge) nach 0:23 in Rd. 1

Vorprogramm
Ricardo Lamas bes. Jason Knight via T.K.o. (Schläge) nach 4:34 in Rd. 1
Aljamain Sterling bes. Renan Barao einstimmig nach Punkten (29:28, 29:27, 30:26)
Brian Ortega bes. Renato Moicano via Guillotine Choke nach 2:59 in Rd. 3
Calvin Kattar bes. Andre Fili einstimmig nach Punkten (30.27, 30:27, 30:27)
Alexandra Albu bes. Kailin Curran einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Jarred Brooks bes. Eric Shelton geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Drew Dober bes. Josh Burkman via K.o. (Schläge) nach 3:04 in Rd. 1