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UFC 213: Kracher-Event mit Nunes, Romero, Pettis, Overeem u.v.m.

Hochkarätig: UFC 213 ist stark besetzt (Foto: UFC).

Alle Jahre wieder fährt die UFC zum „Independence Day“-Wochenende um den 4. Juli in Las Vegas die ganz großen Geschütze auf. Auch UFC 213 strotzt vor großen Namen, darunter Alistair Overeem, Fabricio Werdum, Yoel Romero und Anthony Pettis. Bemerkenswert ist aber, dass die UFC in diesem Jahr mit Amanda Nunes und Valentina Shevchenko einen Frauenkampf an die Spitze eines der Events des Jahres gesetzt hat und dafür keinerlei gewichtige Kritik einstecken musste – vor nicht allzu langer Zeit noch völlig undenkbar.

Das Hauptprogramm von UFC 213 wird zum Preis von einmalig 14,99 Euro von ran Fighting gezeigt. Das Vorprogramm überträgt in Deutschland der UFC Fight Pass, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Außerdem wird das Hauptprogramm von Sky Deutschland übertragen. Sky Select und Sky Sport HD 3 übertragen die Kämpfe live zum Preis von 15 Euro.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Sonntag, 9. Juli, 0:30 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Sonntag, 9. Juli, 2 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Sonntag, 9. Juli, 4 Uhr

Hauptkampf: Amanda Nunes (c) vs. Valentina Shevchenko

Sechzehn Monate nach den ersten drei Runden folgen die nächsten fünf: Amanda „The Lioness“ Nunes (14-4) und Valentina „Bullet“ Shevchenko (14-2) tun es erneut. Nach Nunes‘ Punktsieg bei UFC 196, der ihr ihre Chance auf den Bantamgewichtsgürtel einbrachte, etablierte die Brasilianerin sich als Champion, während Shevchenko sich mit hochkarätigen Siegen ihren eigenen Titelkampf erkämpfte.

An diesem Wochenende kommt es also erneut zum Duell der zwei explosiven Damen. Nunes, ursprünglich in den Grappling-Disziplinen Zuhause, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer der gefürchtetsten K.o.-Schlägerinnen des Sports. Mit ihrem unbarmherzig aggressiven Kampfstil, der nur den Vorwärtsgang kennt, hat die „Lioness“ die meisten ihrer Kontrahentinnen überrannt, darunter Stars wie Miesha Tate und Ronda Rousey.

Probleme hat Nunes meist nur dann bekommen, wenn jemand dem frühen Ansturm wiederstand und den Kampf in die späteren Runden tragen konnte. Cat Zingano besiegte sie auf diese Weise und auch Shevchenko hatte das Ruder in die Hand genommen, als ihr Drei-Ründer vergangenes Jahr endete.

Dieses Mal geht es über fünf Runden – die Distanz, über die Thaibox-Veteranin Shevchenko vergangenen Sommer Ex-Championess Holly Holm besiegte. Diesem Erfolg ließ sie im Januar mit einem Armbar gegen Julianna Pena den nächsten folgen.

Eine Woche Pause hat sie sich nach UFC 196 gegönnt, gab Valentina Shevchenko kürzlich zu Protokoll, von da an hat sie spezifisch auf diesen Rückkampf hingearbeitet. Ob das reichen wird?

Co-Hauptkampf: Yoel Romero vs. Robert Witthaker

Mit Champion Michael Bisping in der Reha musste einmal mehr ein Interimsgürtel her. Yoel „The Soldier of God“ Romero (12-1) und Robert „The Reaper“ Whittaker (18-4) haben sich im Laufe der letzten Jahre ihre Sporen verdient und müssen nun unter sich ausmachen, wer die Chance auf den echten Titel erhält.

Romero debütierte 2013 in der UFC und machte mit einem K.o. via eingesprungenem Knie gleich deutlich, wofür er steht. Der kubanische Olympia-Ringer, der während seiner Zeit in Nürnberg in der deutschen Bundesliga angetreten ist, ist ein athletischer Freak. Mit mittlerweile 40 Jahren ist der „Soldier of God“ noch immer einer der explosivsten Kämpfer der ganzen Liga.

Aber auch Robert Whittaker kann es ordentlich knallen lassen. Der Neuseeländer versuchte sich in der UFC zunächst im Weltergewicht, wo er 2012 die „The Ultimate Fighter: Smashes“-Staffel gewann. Drei Siege und zwei Niederlagen später entschied Whittaker, dass der Gewichts-Cut zu tiefe Spuren hinterließ und wechselte hoch ins Mittelgewicht.

Bis 85 Kilo holte der „Reaper“ seitdem sechs Siege in Folge gegen stetig besser werdende Gegner: Unter anderem Brad Tavares, Uriah Hall und Derek Brunson bezwang Whittaker, bevor er sich im April mit einem Knockout gegen „Jacaré“ Souza den größten Sieg seiner Karriere sicherte.

Jetzt trifft er auf Romero, der trotz Konditionsproblemen seine K.o.-Power auch in spätere Runden mitnimmt. Generell scheint in diesem Duell alles möglich: Ein schneller Knockout, ein später Knockout, ein fünfründiges Niederringen oder eine kräftezehrende Schlacht. Was auch immer für die beiden Top-Kämpfer auf dem Weg zum Titelkampf passiert – spannend dürfte es die ganze Zeit über bleiben.

Die restlichen Kämpfe von UFC 213

Wie jedes Jahr zum „Fourth of July“ hat man in Las Vegas auch UFC 213 vollgepackt mit großen Namen und interessanten Ansetzungen. So wird es auf dem Hauptprogramm zum Trilogie-Abschluss der beiden Schwergewichts-Veteranen Fabrício „Vai Cavalo“ Werdum (21-6-1) und Alistair „The Reem“ Overeem (42-15) kommen.

Während Werdum im Jahr 2006 bei Pride FC per Kimura gewann, schlug Overeem den BJJ-Experten 2011 unter dem Strikeforce-Banner nach Punkten. Wenig später ging es für beide weiter in die UFC, wo Werdum sich vergangenes Jahr den Titel sichern konnte, ihn aber gleich im nächsten Kampf an Stipe Miocic verlor.

Der neue Champion verteidigte den Gürtel kurz darauf gegen Overeem. Mit Comeback-Siegen im Rücken sind beide Veteranen wieder in Reichweite einer Chance aufs Gold, der dritte Kampf der beiden könnte sich somit als der mit der meisten Bedeutung herausstellen.

Im ersten Kampf des Hauptprogramms treffen zwei weitere Veteranen aufeinander, die sich bisher noch nie im Octagon gesehen haben. Anthony „Showtime“ Pettis (19-6) holte sich kurz vor knapp noch den WEC-Leichtgewichtsgürtel mit einem Sieg gegen Ben Henderson, bevor die Liga dichtgemacht und in die UFC transferiert wurde. Dort holte Pettis sich ebenfalls den Gürtel, wieder gegen Henderson, verlor ihn jedoch 2015 und zeigt seitdem Formschwierigkeiten. Lediglich einen Sieg in seinen letzten fünf Kämpfen kann der Ex-Champion vorweisen, der hier von einem Ausflug ins Federgewicht zurückkehrt.

Jim „A-10“ Millers (28-9) UFC-Karriere lässt sich ebenfalls am besten als Auf und Ab beschreiben. Der Ringer debütierte bereits 2008 bei UFC 89 im Octagon und wurde zwischenzeitlich als potentieller Titelkandidat gehandelt. Kurz vor dem Ziel folgte jedoch stets ein Rückschlag, bevor vier Niederlagen in fünf Kämpfen ihn zwischen 2014 und 2016 endgültig von der Spitze abnabelten.

Zuletzt hat der zähe Veteran allerdings drei Kämpfe nacheinander gewinnen, bevor er im Februar Dustin Poirier knapp nach Punkten unterlag. Mit einem Sieg gegen Ex-Champion Pettis würde Miller sich weiterhin in den prestigeträchtigen Kämpfen halten.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC 213: Nunes vs. Shevchenko 2
Samstag, 8. Juli 2017
T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada, USA


Titelkampf im Bantamgewicht der Frauen (ran Fighting)
Amanda Nunes (c) vs. Valentina Shevchenko

Interims-Titelkampf im Mittelgewicht (ran Fighting)
Yoel Romero vs. Robert Whittaker

Hauptprogramm (ran Fighting)
Daniel Omielanczuk vs. Curtis Blaydes
Fabrício Werdum vs. Alistair Overeem
Anthony Pettis vs. Jim Miller

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Travis Browne vs. Oleksiy Oliynyk
Chad Laprise vs. Brian Camozzi
Thiago Santos vs. Gerald Meerschaert
Jordan Mein vs. Belal Muhammad

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Rob Font vs. Douglas Silva de Andrade
Cody Stamann vs. Terrion Ware
Trevin Giles vs. James Bochnovic