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UFC 210: Kontroverse bei Cormier, Kampfabsage wegen Silikonbrüsten

Daniel Cormier (Foto: MMAFighting.com)

Jahrelang hatte die UFC auf eine Rückkehr in den US-Bundesstaat New York hingearbeitet. Ob man sich damit einen Gefallen getan hat, wird sich erst noch zeigen. Denn erneut gab es rund um einen UFC-Event, dieses Mal UFC 210, eine Kontroverse. Denn eigentlich hätten sich Daniel Cormier und Anthony Johnson vom Titelkampf verabschieden müssen. Und auch die Absage von Pearl Gonzalez wirft Fragen auf.

Daniel Cormier, Anthony Johnson und der Titelkampf. Nachdem der Kampf bereits im Dezember bei UFC 206 kurzfristig gestrichen werden musste, fehlte beim heutigen Wiegen ebenfalls nicht viel. Denn laut aktuellem Regelwerk haben Kämpfer beim frühen Einwiegen nur einen Versuch, um das erforderliche Kampfgewicht auf die Waage zu bringen. Nicht so Daniel Cormier. Der UFC-Champion betrat die Waage eigentlich mit 1,2 Pfund Übergewicht. Ein klarer Verstoß gegen die Regeln und unter neuen Regularien auch sein einziger Versuch.

In New York ticken die Uhren jedoch anders, denn die Athletic Commission des Staates gewährte Cormier wenige Minuten später einen zweiten Versuch, bei welchem er überraschend eine Punktlandung hinlegte, also innerhalb von zweieinhalb Minuten und ohne Unterwäsche die erforderlichen 1,2 Pfund verlor. Dass er sich dabei auf das vor ihn gespannte Handtuch lehnte, wies ein Sprecher der Kommission zurück.

Anthony Johnson hatte hingegen keine Schwierigkeiten, wog sich sogar zufälligerweise genau mit 1,2 Pfund weniger als gefordert ein. Das Team um „Rumble“ war sichtlich erleichtert, dass Cormier das erforderliche Gewicht bringen konnte. So steht dem morgigen Titelkampf nichts mehr im Wege.

Freigabe wegen Silikonbrüsten verweigert

Nicht die einzige Kontroverse. Denn nach dem Wiegen wurde der Kampf zwischen Pearl Gonzalez und Cynthia Calvillo aus dem Programm gestrichen. Die Begründung der NYSAC: die Silikonbrüste von Gonzalez. Eine an sich nachvollziehbare Vorsichtsmaßnahme, da ein angerissenes Silikonkissen zu schweren gesundheitlichen Folgen bis hin zum Tod führen kann.

Allerdings wirkt die verweigerte Begründung fraglich, da Miesha Tate bei UFC 205 im vergangenen November antreten durfte und im entsprechenden Paragraphen der medizinischen Standards der NYSAC explizit nur von Boxern bzw. Boxerinnen gesprochen wird. Eine offizielle Stellungnahme der Kommission steht noch aus. Es ist daher möglich, dass die Kommission ihr Urteil revidiert und der Kampf doch stattfinden kann.