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UFC 200: Jon Jones unter Doping-Verdacht, Hauptkampf geplatzt

Jon Jones (Foto: Jonnybones/instagram.com)

Paukenschlag kurz vor UFC 200: Jon Jones muss aus dem Kampf genommen werden. Wie die UFC in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt gab, wurde man von der USADA drüber informiert, dass Jones am 16. Juni eine positive Dopingprobe abgegeben habe. Brock Lesnar gegen Mark Hunt wird damit der neue Hauptkampf der Veranstaltung am Samstag.

Es sollte der größte Pay-Per-View in der Geschichte der UFC werden, nun fällt der Hauptkampf der Veranstaltung zum zweiten Mal aus. War es beim ersten Mal noch Conor McGregors Weigerung, für ihn sinnlose Pressetermine wahrzunehmen, ist es dieses Mal ein positiver Befund einer Trainingskontrolle der USADA von Jon Jones. Am 16. Juni wurde der Interimschampion im Halbschwergewicht getestet und nach der Analyse der Ergebnisse heute aus dem Kampf genommen. Welche Substanz bei Jones gefunden wurde, wurde nicht veröffentlicht.

Wie die UFC bekannt gab, ist man derzeit auf der Suche nach einem Ersatzkämpfer, der mit nur drei Tagen Vorlauf auf Halbschwergewichtschampion Daniel Cormier treffen könnte. Der Champion, ebenfalls auf der Pressekonferenz anwesend, äußerte seine Enttäuschung über den Vorfall.

„Ich habe sehr hart für diesen Moment gearbeitet. Man kümmert sich um die Dinge, um die man sich kümmern muss. Es ist einfach sehr enttäuschend. Ich habe hart und lang trainiert. Wenn es irgendjemanden gibt, der kämpfen will, würde ich antreten. Warum auch nicht? Ich weiß, dass es schwer ist, jemanden so schnell aufzutreiben. Ich würde auch im Gewicht hochgehen, bis 225 Pfund. Ich würde kämpfen, es macht mir nichts aus. Nur keine ganz großen Jungs, weil ich meinen Körper schon geschrumpft habe.“

Bis die UFC einen Ersatz findet, wurden Brock Lesnar und Mark Hunt zum Hauptkampf hochgestuft. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit wird es bei den Schwergewichten allerdings bei drei, statt der für Hauptkämpfe üblichen fünf Runden, bleiben. Jon Jones äußerte sich bisher noch nicht zu den Vorfällen. Ihm bleibt das Recht, Einspruch einzulegen und eine B-Probe anzufordern. Sollte er sich nicht entlasten können, droht ihm eine Sperre der USADA.

Bereits vor dem ersten Duell mit Cormier hatte Jones mit einem Test außerhalb der Wettkampfzeit Aufsehen erregt. Damals wurden Spuren von Kokain in seiner Probe gefunden. Jones hatte Glück, dass Kokain außerhalb der Wettkampfzeit nicht auf der Liste verbotener Substanzen steht. Dieses Glück scheint heute aufgebraucht.