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UFC 194: Demian Maia vs. Gunnar Nelson, Max Holloway vs. Jeremy Stephens

Foto: ZUFFA LLC

Am 12. Dezember findet mit UFC 194 der letzte Pay-Per-View des Kalenderjahres statt und so langsam ist es einfacher, jene Kämpfer aufzuzählen, die nicht in der UFC-Rangliste platziert sind. Heute wurden vier weitere Duelle bestätigt, die die Top 15 erneut durcheinander wirbeln werden. So kämpfen Demian Maia und Gunnar Nelson im Weltergewicht gegeneinander, im Federgewicht stehen sich die Standexperten Max Holloway und Jeremy Stephens gegenüber, eine Gewichtsklasse tiefer messen sich Urijah Faber und Frankie Saenz und bei den Damen treffen Tecia Torres und Michelle Waterson aufeinander.

Demian Maia vs. Gunnar Nelson

Freunde des gepflegten Bodenkampfes dürften bei dieser Meldung Freudentränen vergießen: Demian Maia (21-6) trifft auf Gunnar Nelson (14-1-1). Hier prallen zwei der besten BJJ-Kämpfer der Gewichtsklasse aufeinander. Zwar liegen zehn Jahre Altersunterschied zwischen den beiden Kontrahenten, dem mittlerweile 37-jährigen Maia sieht man vor allem in diesem Jahr sein Alter nicht an. Mit drei Siegen in Folge katapultierte sich der Brasilianer wieder in Richtung Titelgeschehen, wobei zuletzt vor allem die Dominanz auffiel, mit der er erst Ryan LaFlare fünf Runden lang auf der Matte dominierte, bevor er bei UFC 190 Neil Magny buchstäblich keine Chance ließ und den Kampf Mitte der zweiten Runde per Rear-Naked Choke beendete.

Ganz so weit hat es der Isländer Nelson noch nicht geschafft. Dabei war der 27-Jährige in den vergangenen Jahren mit Erfolgen gegen durchschnittliche Weltergewichte auf dem besten Weg in die Top Ten der Gewichtsklasse. Eine Punktniederlage gegen Rick Story im vergangenen Oktober brachte seinen Aufwärtstrend ins Stocken. Aber auch nur kurz, denn bei UFC 189 zeigte Nelson die vielleicht beste Leistung seiner bisherigen Karriere und setzte sich noch in der ersten Runde mittels Rear-Naked Choke gegen Brandon Thatch durch. Anschließend brachte Europas Top-Weltergewicht selbst einen Kampf gegen Maia ins Gespräch.

Von der UFC für die Veranstaltung in Dublin nächsten Monat angedacht, musste der Termin aufgrund einer Staphylokokken-Infektion des Brasilianers verschoben werden. Nun wurde mit dem 12. Dezember ein neuer Termin gefunden. Ob dieses Duell im Vor- oder Hauptprogramm landet, ist bei der Masse an starken Begegnungen noch unklar.

Max Holloway vs. Jeremy Stephens

Pech für Max Holloway (14-3). Der junge Hawaiianer hatte sich nach seinem Erfolg über Charles Oliveira einen Top-Gegner der Marke Frankie Edgar oder Chad Mendes gewünscht, um seine Titelambitionen zu untermauern, leider sind diese momentan gegeneinander gebucht und Ricardo Lamas bekommt es schon mit Diego Sanchez zu tun. Da bleibt für Holloway nicht viel in der Rangliste übrig, sodass der Kampf gegen Stephens (24-11) fast schon einen Rückschritt bedeutet, schließlich gewann Stephens nur einen seiner letzten drei Kämpfe und beide Niederlagen resultierten in Oliveria und Swanson gegen Kämpfer, die Holloway in diesem Jahr bezwungen hat.

Für die Fans bleibt diese Begegnung trotzdem ein Gewinn. Stephens ist trotz durchwachsener Bilanz ein zäher und vor allem gefährlicher Gegner im Federgewicht, der Holloway mit seinen harten Fäusten und, wie Dennis Bermudez es bei UFC 189 zu spüren bekam, Knien vor eine neue Probe stellen wird. Mit einem Erfolg über Stephens könnte Holloway seine bereits imposante Serie auf acht Siege in Folge hochschrauben. Ein Titelkampf scheint nicht mehr weit.

Urijah Faber vs. Frankie Saenz

Im Dezember endet einen Tag vor UFC 194 auch die nächste Staffel von „The Ultimate Fighter”. Die 22. Staffel, die europäische und amerikanische Leichtgewichte aufeinander prallen lässt (GNP1.de berichtete), wird von Conor McGregor und Urijah Faber (32-8) angeführt. Ein Trainerduell wie in der Vergangenheit wurde jedoch von Beginn an kategorisch ausgeschlossen, schließlich soll es bei UFC 194 endlich zum Duell zwischen Aldo und McGregor kommen. Faber hat sich daher nach seinem kurzen und erfolglosen Ausflug gegen Edgar ins Federgewicht zur Rückkehr ins Bantamgewicht entschlossen, schwimmt hier aber im Niemandsland herum.

Der Kampf gegen Ringer Frankie Saenz (11-2) wirkt daher etwas aus der Not geboren. Der 35-Jährige ist zwar in den Rankings, das aber vor allem aufgrund eines überraschenden Sieges über Iuri Alcantara im Februar. Zuletzt sah man Saenz Anfang August gegen den Schweden Sirwan Kakai im Octagon. Der Amerikaner hatte seine Mühe mit Kakai und konnte sich nur geteilt nach Punkten durchsetzen. Der Sprung zu einem so erfahrenen Kämpfer wie Faber, der bis Mai diesen Jahres nur in Titelkämpfen unterlag, scheint immens. Aber vielleicht überrascht Saenz ja erneut.

Tecia Torres vs. Michelle Waterson

Das Quartett an neuen Kämpfen komplettieren die Strohgewichte Tecia Torres (6-0) und Michelle Waterson (13-4). Für Waterson wird dies der erste Härtetest in der UFC, nachdem sie in ihrem Debüt vor zwei Monaten Angela Magana zur Aufgabe zwang. Die 29-jährige Karatekämpferin, mit dem Spitznamen "The Karate Hottie", musste in ihrer gesamten Karriere erst dreimal auf ein Urteil der Punktrichter warten und konnte bei Invicta FC etwa die Bodenspezialistin Jessica Penne mit einer Armbar zur Aufgabe bringen.

Nun geht es gegen Torres, die es bisher noch nie vermochte eine Gegnerin vorzeitig zu stoppen. Der 26-jährige "Tiny Tornado" ist offiziell ungeschlagen, zog aber bei TUF in zwei Begegnungen gegen die Ringerinnen Randa Markos und Carla Esparza den Kürzeren.

Das Programm von UFC 194:

UFC 194: Aldo vs. McGregor
12. Dezember 2015  
MGM, Las Vegas

Titelkampf im Federgewicht
Jose Aldo (c) vs. Conor McGregor (ic)

Titelkampf im Mittelgewicht
Chris Weidman (c) vs. Luke Rockhold

Yoel Romero vs. Ronaldo Souza
Demian Maia vs. Gunnar Nelson
Tecia Torres vs. Michelle Waterson
Max Holloway vs. Jeremy Stephens
Urijah Faber vs. Frankie Saenz
Warlley Alves vs. Colby Covington
Marcio Alexandre Jr. vs. Court McGee
John Makdessi vs. Yancy Medeiros
Kevin Lee vs. Leonardo Santos
Joe Proctor vs. Magomed Mustafaev