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UFC 184: Wer bleibt? Wer fliegt?

UFC 184: Rousey vs. Zingano (Foto: ZUFFA LLC)

Morgen treffen im kalifornischen Los Angeles die beiden besten weiblichen Bantamgewichte der Welt aufeinander, wenn Ronda Rousey ihren UFC-Gürtel gegen Cat Zingano verteidigt. Der Rest des Programms wurde leider von Verletzungen und Verlegungen ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, sodass selbst im Hauptprogramm Kämpfer stehen, die um ihren Job in der wichtigsten Liga der Welt kämpfen.

Josh Koscheck: Fast seit zehn Jahren hält Koscheck (17-8) mittlerweile seine Knochen für die UFC hin. Der 37-Jährige ist neben Diego Sanchez und Mike Swick einer von drei Kämpfern, die über die erste "The Ultimate Fighter"-Staffel in die UFC kamen und noch nicht offiziell zurückgetreten sind. Seine Hochphase hatte der Ringer zwischen 2009 und 2011, als er nacheinander Anthony Johnson und Paul Daley besiegte, anschließend Georges St. Pierre um den Titel herausforderte und danach Matt Hughes K.o. schlug. Seitdem ging es nur noch bergab mit "Kos". Einem umstrittenen Punktsieg über Mike Pierce folgten seitdem drei Niederlagen gegen Johny Hendricks, Robbie Lawler und Tyron Woodley. Zwar unterlag Koscheck nur der Spitze der Gewichtsklasse, mit drei Niederlagen in Folge und seinem fortgeschrittenen Alter könnte eine Niederlage sein Karriereende oder zumindest UFC-Ende besiegeln. Zwar hat Koscheck in einem Interview betont, seinen Vertrag zu erfüllen und seine Karriere in der UFC zu beenden, dafür ist morgen allerdings ein Sieg dringend notwendig.

Jake Ellenberger: Das verhindern möchte Gegenüber Jake Ellenberger (29-9). Genau wie Koscheck hat auch Jake Ellenberger seine letzten drei Kämpfe verloren. Nach einer Punktniederlage gegen Rory MacDonald, bei der er nicht am Jab des aktuellen Herausforderers auf den Titel vorbei kam, wurde er erst von Robbie Lawler T.K.o. geschlagen und zuletzt von Kelvin Gastelum in der ersten Runde zur Aufgabe gebracht. Beim 29-Jährigen scheint es vor allem eine mentale Sache zu sein, denn vor allem gegen Lawler hatte der "Juggernaut" Momente, in denen das Können Ellenbergers aufblitzte. Ein Sieg über Koscheck würde ihm nicht nur einen weiteren UFC-Kampf, sondern vielleicht auch das dringend benötigte Selbstvertrauen bringen.

Norifumi Yamamoto: Wer sich an die frühen Jahre von Norifumi Yamamoto (18-6) erinnert, dem dürften angesichts seiner aktuellen Leistungskurve die Tränen kommen. Wenig ist geblieben vom Kämpfer, der zwischen 2002 und 2007 in vierzehn aufeinander folgenden Kämpfen nicht nur ungeschlagen blieb, sondern so gut wie alles dominierte, was sich ihm in den Weg stellte. Nachdem Knieverletzungen seiner Karriere 2008 eine Pause verordneten, kehrte "Kid" ein Jahr zurück, war ab da allerdings nur noch ein Schatten seiner selbst. Einem Sieg stehen in diesem Zeitraum fünf Niederlagen gegenüber, drei davon zuletzt in der UFC. Nach einem Kampf gegen Demetrious Johnson, gegen den eine Niederlage heutzutage wahrlich keine Schande ist, unterlag Yamamoto anschließend Darren Uyenoyama und Vaughan Lee. Es ist also nicht so, als ob die UFC ihm keine guten Matchups gegeben hätte. Am Samstag trifft er auf Roman Zalazar und wieder geht Yamamoto als Favorit in die Begegnung. Vielleicht klappt es im vierten Anlauf ja mit dem ersten Sieg.

Ruan Potts: Der Südafrikaner hat in seinen bisherigen zwei UFC-Kämpfen jegliches UFC-Talent vermissen lassen, was beim heutigen Kader wirklich schwierig ist. Potts (8-3) wurde erst von Soa Palelei nach zweieinhalb Minuten gestoppt, bevor er es gegen Anthony Hamilton immerhin bis in die zweite Runde schaffte, bevor er T.K.o. geschlagen wurde. Auch gegen Derrick Lewis stehen die Chancen für "Fangs" nicht besonders gut. Und so viel Geduld wie bei Frank Mir wird man bei Ruan Potts sicherlich nicht haben.