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UFC 173: Machida ersetzt Belfort in Weidman-Titelkampf

Lyoto Machida (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Am selben Tag, als die Sportbehörde von Nevada ihr Testosteron-Ersatzprogramm gestrichen hat, verkündete UFC-Titelherausforderer Vitor Belfort, er werde den geplanten Mittelgewichtstitelkampf gegen Champion Chris Weidman bei UFC 173 nicht bestreiten. Ihn ersetzen wird sein Landsmann Lyoto Machida.

„Die Sportbehörde von Nevada hat ihre Richtlinien geändert und wird Ausnahmegenehmigungen für den Testosterongebrauch oder ein Testosteron-Ersatzprogramm nicht länger erlauben. Da andere Sportbehörden diesem Beispiel unter Umständen folgen, werde ich mein TRT-Programm beenden und fortan ohne Testosteronersatz im MMA antreten“, so Belfort in einer offiziellen Pressemitteilung. „Aufgrund des geringen Zeitfensters zwischen jetzt und meinem nächsten Kampf im Mai, habe ich mich dazu entschieden, mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht für eine Kampflizenz in Nevada zu bewerben.“

Belfort hätte am 24. Mai im Hauptkampf von UFC 173 auf UFC-Mittelgewichtschampion Chris Weidman treffen sollen. Die Veranstaltung findet im MGM Grand-Hotel in Las Vegas, Nevada statt. Am Donnerstagabend hatte die dortige Sportbehörde verkündet, die viel kritisierte Testosteron-Ersatztherapie (TRT) von nun an nicht mehr zu erlauben. Prominente Kämpfer, die sich in der Vergangenheit dieser Therapie unterzogen hatten, sind u. a. Chael Sonnen, Dan Henderson und Vitor Belfort.

Belfort konnte zuletzt drei spektakuläre Knock-out-Siege in Folge einfahren und sich so einen Titelkampf gegen Chris Weidman verdienen. All diese Siege erfolgten jedoch unter Einfluss zusätzlich zugeführten Testosterons, im Rahmen des TRT-Programms, das Sportlern mit zu niedrigen Testosteronwerten auf ein normales Niveau verhelfen soll, von Kritikern jedoch als legales Doping bezeichnet wird. Das Hormon Testosteron steigert immerhin Kraft und Leistungsfähigkeit erheblich.

Alle drei Siege Belforts kamen zudem in seiner Heimat Brasilien zustande, wo keine Sportbehörde für offizielle Dopingtests zuständig ist. Auch dieser Fakt wurde von Kritikern mehrfach hinterfragt. Das Duell gegen Weidman, das erste auf amerikanischem Boden seit über zwei Jahren, sollte diese Kritiker zum Schweigen bringen. Dafür hätte Belfort jedoch zunächst eine neue Kampflizenz im Bundesstaat Nevada beantragen müssen. 2006 fiel er dort wegen erhöhten Testosteronwerten durch einen Dopingtest, es ist daher fraglich, ob die Behörde ihm eine Lizenz mit TRT-Programm erteilt hätte.

Seinen Platz gegen Weidman nimmt nun Lyoto Machida ein. Der frühere Halbschwergewichtschampion gewann seit seinem Wechsel ins Mittelgewicht zwei Kämpfe in Folge und wäre laut UFC-Präsident Dana White ohnehin der nächste Titelherausforderer gewesen.

„Ich freue mich sehr über die Chance, gegen Mittelgewichtschampion Chris Weidman antreten zu können“, so Machida in einem offiziellen Statement. „Ich werde hart trainieren und gut auf diesen Kampf vorbereitet sein.“

Weidman, der sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch über den TRT-Gebrauch Belforts geäußert hatte, hat indes nur lobende Worte für seinen neuen Gegner übrig:

„Machida ist ein gefährlicher Kämpfer und weiß, was es braucht, um Champion zu werden. Ich habe ihn seit seinem Wechsel ins Mittelgewicht auf dem Schirm und freue mich definitiv darauf, meinen Titel im Mai gegen ihn zu verteidigen.“