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UFC 172: Jon Jones verteidigt Titel durch Punktsieg

UFC 172: Jones vs. Teixeira

Jon Jones ist weiterhin UFC-Champion im Halbschwergewicht. Der 26-Jährige bezwang seinen brasilianischen Herausforderer Glover Teixeira mit einem Punktsieg nach fünf Runden. Zuvor kehrte Anthony Johnson mit einem Erfolg gegen Phil Davis in die UFC zurück.

Jon Jones (c) vs. Glover Teixeira
Jones beginn vorsichtig, hielt Teixeira auf Distanz und wollte sich nicht auf einen Schlagabtausch mit dem Brasilianer einlassen. Der Champion fand seine Distanz und konnte früh den Jab etablieren, zudem Teixeira zu Boden bringen. Ab der zweiten Runde zeigte sich die Dominanz des Champions. Jones traf immer wieder mit Jabs und Ellenbogenstößen, vermischte diese mit seinen Leg Kicks und kurzen Schlägen aus dem Clinch. Teixeiras Kinn hielt, der Brasilianer versuchte stets, seine Fäuste fliegen zu lassen, fand aber nur selten das Ziel. Egal, was der Herausforderer versuchte, der Champion hatte die passende Antwort. Teixeira fand zu keinem Zeitpunkt des Kampfes eine Möglichkeit, die Reichweite Jones zu umgehen, oder in der Nahdistanz zu punkten. Man merkte Jon Jones an, dass er hier ein Zeichen setzen wollte. Selbst in der letzten Runde ging der Champion nicht auf Nummer Sicher und auf den Takedown, sondern maß sich auch die letzten fünf Minuten lang im Stand mit dem schlagstarken Brasilianer, wobei Jones weiterhin der aggressivere Kämpfer war. Die Punktrichter honorierte die starke Leistung von "Bones" anschließend mit einem mehr als deutlichen Punktsieg, wobei Jones keine einzige Runde abgab.
Jon Jones bes. Glover Teixeira einstimmig nach Punkten (50-45, 50-45, 50-45)

Phil Davis vs. Anthony Johnson
Im zweiten Hauptkampf des Abends konnte Anthony Johnson eine erfolgreiche Rückkehr in die UFC feiern. "Rumble" bestimmte von Beginn an den Standkampf und konnte seine Fäuste immer wieder ins Ziel bringen. Bereits nach der ersten Runde sah Davis gut mitgenommen aus. Johnson traf immer wieder mit seiner Rechten und sorgte bei Davis für ein zugeschwollenes Auge. Phil Davis verlegte sich fast ausnahmslos auf Takedown-Versuche, aber die Abwehr Johnsons hielt, sodass sich das Duell die meiste Zeit über im Stand abspielte, wo Anthony Johnson mehr als deutlich den Ton angab. Nach drei eindeutigen Runden werteten die Kampfrichter einstimmig für den UFC-Rückkehrer Anthony Johnson.
Anthony Johnson bes. Phil Davis einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 30-27)

Luke Rockhold vs. Tim Boetsch
Rockhold wurde seiner Favoritenrolle gerecht und ließ Boetsch in ihrem Duell keine Chance. Boetsch verlagerte den Kampf mit einem Single-Leg-Takedown sofort auf die Matte, wurde dabei aber von Rockhold in einem Inverted Triangle eingefangen. Rockhold konnte dabei auch Boetschs linken Arm blockieren und arbeitete daraufhin am rechten Arm. Nach mehrmaligem Reißen konnte Rockhold schließlich den Kimura ansetzen Boetsch blieb nichts anderes übrig, als aufzugeben. Im Interview nach dem Kampf forderte Luke Rockhold Vitor Belfort zu einem Rückkampf heraus.
Luke Rockhold bes. Tim Boetsch via Kimura nach 2:08 in Rd. 1

Jim Miller vs. Yancy Medeiros
Miller kam aggressiv aus seiner Ecke und suchte die Nahdistanz, um Medeiros auf die Matte zu bringen. Der Hawaiianer bewegte sich jedoch gut und spielte seine Reichweite aus. Gegen Mitte der Runde traf Miller mit einer Linken zum Körper, setzte eine Rechte an die Schläfe hinterher und kam am Käfig in den Clinch. Von dort dauerte es nur wenige Sekunden, bis Miller den Kampf auf die Matte verlagerte. Am Boden angekommen, zog Miller blitzschnell eine Arm-In-Guillotine an. Medeiros konnte sich nicht aus dem Griff befreien und schlief ein, bevor er aufgeben konnte.
Jim Miller bes. Yancy Medeiros via Guillotine Choke nach 3:18 in Rd. 1

Max Holloway vs. Andre Fili
Die beiden Federgewichte lieferten zwar nicht das erwartete Feuerwerk ab, unterhielten die gut aufgelegten Fans jedoch bestens. Anfangs war es Fili der den Standkampf bestimmte und Holloway immer wieder mit Takedown-Versuchen unter Druck setzte. Wie schon in seinen letzten Kämpfen konnte Holloway in den Pausen aber seine Taktik umstellen und von da an das Ruder herum reißen. Die Takedowns von Fili hatten keinen Erfolg mehr und im Stand waren es die Körpertreffer und Kombinationen Holloways, die dem Alpha-Male-Kämpfer das Leben schwer machten. In der dritten Runde konnte Holloway Fili am Käfig stellen und mit Schlägen bearbeiten. Ein Uppercut rüttelte Fili durch, der instinktiv den Takedown versuchte, dabei von Holloway ausgekontert und in eine Guillotine genommen wurde. Fili konnte sich nicht mehr befreien und musste abklopfen.
May Holloway bes. Andre Fili via Guillotine Choke nach 3:39 in Rd. 3

Joseph Benavidez vs. Tim Elliott
Elliott ging von Beginn an auf den Takedown und konnte Benavidez auf die Matte bringen. Dort angekommen musste sich Benavidez aus der Kruzifix-Position verteidigen und kam nach einiger Gegenwehr wieder in den Stand. Nun war es an Benavidez, den Kampf auf den Boden zu bringen. Benavidez kam in die Mount, konnte Elliotts Arme mit seinen Beinen einklemmen und eine Guillotine ansetzen, aus der Elliott nur unter vollem Körpereinsatz abklopfen konnte. Eine Leistung, die Benavidez den Bonus für die Performance Of The Night einbrachte.
Joseph Benavidez bes. Tim Elliott via Guillotine Choke nach 4:08 in Rd. 1

Takanori Gomi vs. Isaac Vallie-Flagg
Der Japaner hatte in der ersten Runde erstaunlich große Probleme  mit Vallie-Flaggs Vorwärtsgang und musste einige Hände einstecken, teilte selbst aber auch gut aus. Im zweiten Durchgang konzentrierte sich Gomi auf Körpertreffer bei Vallie-Flagg, die Wirkung zeigten. Vallie-Flagg vernachlässigte seine Deckung und Gomi konnte gute Treffer setzen, die für ein zugeschwollenes rechtes Auge bei Vallie-Flagg sorgten. In der dritten Runde lieferten sich beide einen offenen Schlagabtausch und tauschten Hände aus. Vallie-Flagg konnte zudem zwei Takedowns verbuchen, Gomi am Boden jedoch nicht kontrollieren. Der Japaner gewann schließlich den Kampf aufgrund seiner besseren Treffer nach Punkten. Vallie-Flagg, dessen Gesicht zum Schluss der Begegnung komplett zugeschwollen war, konnte sich im Nachgang immerhin über den Bonus für den Kampf des Abends freuen.
Takanori Gomi bes. Isaac Vallie-Flagg einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)

Jessamyn Duke vs. Bethe Correia
Im einzigen Damenkampf des Abends zeigte Bethe Correia eine engagierte Leistung und überzeugte vor allem durch ihre Leg Kicks. Duke, die einen bedeutenden Reichweitenvorteil mit in den Käfig brachte, verzichtete darauf, diesen auszunutzen und suchte überraschend oft die Nahdistanz. Dabei konnte sie Correia zwar ein ums andere Mal auf die Matte werfen, die Brasilianerin kam jedoch immer zügig zurück in den Stand und bestimmte dort das Geschehen. Correia war durchweg die aktivere Kämpferin, sodass sie schlussendlich in einem ereignisarmen Kampf den Punktsieg für sich verbuchen konnte.
Bethe Correia bes. Jessamyn Duke einstimmig nach Punkten (30-27, 29-28, 30-27)

Charlie Brenneman vs. Danny Castillo
Die beiden Leichtgewichte lieferten den Fans sehr unterschiedliche Runden. Im ersten Durchgang war es vor allem Charlie Brenneman, der mit seinem Ringen den Kampf bestimmte. Er konnte sich den ersten Takedown des Kampfes sichern und am Boden Punkte sammeln. Castillo versuchte, sich aus der Umklammerung zu lösen, konnte Brenneman aber nicht abschütteln und verlor die Runde auf den Punktzetteln. In der zweiten Runde war es dann überraschend schnell vorbei. Castillo erwischte Brenneman kurz nach Beginn mit einer harten Rechten genau ans Kinn und Brenneman war sofort bewusstlos.
Danny Castillo bes. Charlie Brenneman via K.o. (Schlag) nach 0:21 in Rd. 2

Chris Beal vs. Patrick Williams
Chris Beal konnte seine ungeschlagene Bilanz beibehalten. Das obwohl ihn Williams in der ersten Runde mit unkonventionellen Attacken im Stand und einem Takedown unter Druck setzen konnte. Beal konterte seinerseits mit guten Treffern und bewegte sich gut um die Attacken Williams' herum. Auch in der zweiten Runde ein ähnliches Bild. Beal mit den besseren Treffern, während Williams die Kategorie Aggressivität für sich verbuchen konnte. In der zweiten Runde konnte Beal schließlich Williams am Käfig stellen, und sprang aus dem Nichts mit einem Kniestoß nach vorne, der perfekt traf und Williams ausknockte. Ein fantastischer K.o., der zurecht mit einem "Performance Of The Night"-Bonus belohnt wurde.
Chris Beal bes. Patrick Williams via K.o. (Knie) nach 1:51 in Rd. 2

Die Ergebnisse von UFC 172 im Überblick:

UFC 172: Jones vs. Teixeira
Samstag, 26. April 2014 
Baltimore Arena in Baltimore, Maryland, USA


UFC-Titelkampf im Halbschwergewicht
Jon Jones bes. Glover Teixeira einstimmig nach Punkten (50-45, 50-45, 50-45)

Anthony Johnson bes. Phil Davis einstimmig nach Punkten (30-27, 30-27, 30-27)
Luke Rockhold bes. Tim Boetsch via Kimura nach 2:08 in Rd. 1
Jim Miller bes. Yancy Medeiros via Guillotine Choke nach 3:18 in Rd. 1
May Holloway bes. Andre Fili via Guillotine Choke nach 3:39 in Rd. 3

Joseph Benavidez bes. Tim Elliott via Guillotine Choke nach 4:08 in Rd. 1
Takanori Gomi bes. Isaac Vallie-Flagg einstimmig nach Punkten (29-28, 29-28, 29-28)
Bethe Correia bes. Jessamyn Duke einstimmig nach Punkten (30-27, 29-28, 30-27)
Danny Castillo bes. Charlie Brenneman via K.o. (Schlag) nach 0:21 in Rd. 2
Chris Beal bes. Patrick Williams via K.o. (Knie) nach 1:51 in Rd. 2