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UFC 172: Die Stimmen nach dem Pay-Per-View

UFC 172

UFC 172 ist Geschichte. Am Samstag verteidigte Jon Jones ein weiteres Mal seinen Titel im Halbschwergewicht durch einen dominanten Punktsieg gegen Herausforderer Glover Teixeira (GnP berichtete). Wir haben die Stimmen des Kampfabends für euch eingefangen.

Jon Jones konnte Glover Teixeira fünf Runden lang im Stand nicht nur neutralisieren, sondern komplett vorführen. Während Teixeira anschließend zugab, seine Schulter verletzt zu haben, kam auch der Champion nicht ohne Blessuren davon. "Ich habe mich wieder am großen Zeh verletzt, am selben Zeh, den ich mir [gegen Chael Sonnen, Anm. d. Red.] gebrochen habe. [...] Ich musste ein wenig humpeln, um ihn nicht zu belasten, aber mir geht es gut."

Fans und Experten hatten im Vorfeld des Kampfes die Befürchtung, dass Jones nach dem knappen Kampf gegen Alexander Gustafsson eine vorsichtigere Taktik ins Feld bringen würde. Dem trat Jones entschieden entgegen. "Ich musste mich nach meinem letzten Kampf zahlreichen Fragen stellen, ob ich mein Mojo verloren hatte. Ich habe diese Fragen heute Nacht beantwortet, aber es gibt immer noch Raum für Verbesserungen!"

Für Jones stehen die nächsten Ziele schon fest: Rekorde. Der 26-Jährige will in einem Atemzug mit Georges St. Pierre und Anderson Silva genannt werden. Der beste Weg dahin sind weitere Titelverteidigungen. Die nächste soll noch in diesem Jahr folgen. Alexander Gustafsson erhält seinen Rückkampf.

Zuvor meldete sich Anthony Johnson, ebenfalls mit einem Punktsieg, in der UFC zurück. "Ich war überhaupt nicht nervös, ich habe mich wieder wie zuhause gefühlt in der UFC", so der 30-Jährige. "Ich wollte das Beste aus mir herausholen und ich denke, mir ist das gelungen. Ich habe mich von den Medien nicht verrückt machen lassen."

Der unterlegene Phil Davis blieb hingegen wortkarg: "Es lief offensichtlich nicht wie geplant. Ich habe hart gekämpft, aber manchmal reicht das nicht."

Einen Schritt nach vorne machte auch Mittelgewicht Luke Rockhold mit seinem Erstrundensieg über Tim Boetsch. Der ehemalige Strikeforce-Champion hatte auch mit einer Zehenverletzung zu kämpfen, konnte sich aber den Sieg sichern und forderte anschließend noch im Käfig Vitor Belfort heraus. "Ich will Vitor, aber es sieht nicht so aus, als ob er in der nächsten Zeit kämpft. Das gibt mir Gelegenheit, Michael Bisping den Mund zu stopfen."

Ein enttäuschter Tim Boetsch fasste seinen Kampf recht einfach zusammen: "Du denkst immer, dass du dich aus einer Submission befreien kannst... bis Du es nicht kannst und aufgibst!"

Im Leichtgewicht konnte Jim Miller gegen Yancy Medeiros weiter an seiner beeindruckenden Submission-Bilanz arbeiten: "Als ich mein rechtes Bein draußen hatte, hatte ich einen guten Winkel für die Submission. Ich habe gefühlt, wie die Blutzufuhr abgeschnitten wird und ich wusste, dass er abklopft oder einschläft."

Während viele Kämpfer nach Siegen auf den Titel ihrer Gewichtsklasse schielen, hat Jim Miller ganz andere Ansprüche: "Ich bin hier, um mich mit den besten zu messen. Mir geht es nicht um den Titel. Ich will mich im Wettkampf mit den Stärksten beweisen."

Im Vorprogramm konnte sich Joeseph Benavidez eindrucksvoll gegen Tim Elliott durchsetzen und dabei noch eine neue Submission zum Patent anmelden: "Das war das erste Mal, dass ich die "Joeaconstrictor" anwenden konnte. Eine Submission, an der ich schon länger gearbeitet habe. Nicht mal Joe Silva kannte den Griff."

Ein gut aufgelegter Benavidez hatte zudem nur Gutes für Gegenüber Tim Elliott übrig. "Tim ist zäh und ich wusste, dass ein altmodischer Schlag ins Gesicht diesen Wilden nicht stoppen würde, also musste ich kreativ werden. Er war ein fantastischer Gegner und ich hatte heute viel Spaß im Käfig."

Den Nachbericht zu UFC 172 mit den kompletten Ergebnissen findet ihr hier.