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UFC 170: Wer geht? Wer bleibt?

Ist Erik Kochs Platz in der UFC in Gefahr? (Foto: fightlaunch/Creative Commons)

UFC 170 steht vor der Tür und neben dem Titelkampf zwischen Ronda Rousey und Sara McMann sowie den Kämpfen ohne Titelimplikationen zwischen Daniel Cormier und Patrick Cummins und Demian Maia und Rory MacDonald kämpft mancher um seine Zukunft in der UFC. Ein kurzer Ausblick auf Samstag.

Entlassung wahrscheinlich:
Rafaello Oliveira: Oliveira schreibt gerade an seinem zweiten UFC-Kapitel und es sieht bisher ähnlich trostlos aus wie beim ersten Auftritt. Beim ersten Mal wurde er nach nur einem Sieg in drei UFC-Kämpfen wieder entlassen, seine aktuelle Bilanz liegt bei einem Sieg aus den letzten vier Kämpfen. Zudem wurde er dabei in jeder Niederlage gestoppt. Gleison Tibau brachte ihn zur Aufgabe, Yves Edwards knockte ihn aus und zuletzt brachte ihn Edson Barboza mit Leg Kicks zur Strecke. Sollte er auch gegen Erik Koch als Verlierer hervorgehen, wird dem BJJ-Schwarzgurt auch sein preiswerter Vertrag nicht helfen.

Entlassung nicht unwahrscheinlich:
Erik Koch: So schnell kann es gehen. Erik Koch stand vor zwei Jahren gleich zweimal in einem Titelkampf gegen José Aldo. Aber erst verletzte sich der Champion, anschließend Koch, sodass der Kampf nie zustande kam und wohl auch nie zustande kommen wird. Eigentlich sollte Koch auch nicht auf dieser Liste auftauchen, allerdings wurde er zuletzt zweimal deutlich besiegt. Erst von Ricardo Lamas, anschließend von Dustin Poirier. Nachdem Koch nun gesehen hat, dass es im Federgewicht nicht reicht, geht der Schüler von Duke Roufus eine Gewichtsklasse nach oben und versucht sich im Leichtgewicht. Sollte hier jedoch das Debüt gegen Oliveira misslingen, der zuletzt wie erwähnt keine guten Leistungen gezeigt hat, könnte Koch trotz seiner spannenden Kämpfe mit dann drei Niederlagen in Folge den Fans nur noch schwer vermittelbar sein.

Entlassung möglich:
Mike Pyle: Als einer von zwei Kämpfern des Hauptprogramms landet Mike Pyle in dieser Liste. Der mittlerweile 38-Jährige dürfte nicht mehr viele Kämpfe im Tank haben und trotz seines UFC-Rankings auf Platz 15 und seiner guten UFC-Bilanz von acht Siegen aus zwölf Kämpfen könnte ihm eine deutliche oder spannungsarme zweite Niederlage in Folge gegen TJ Waldburger zusammen mit seinem für einen Mittelklasse-Kämpfer recht hohen Vertrag die Tür weisen, Pyle verdiente bei der Niederlage gegen Brown 45.000 $ Antrittsgage. Wahrscheinlicher als eine Entlassung könnte jedoch eher ein altersbedingter "freiwilliger" Rücktritt Pyles sein.

Jessica Eye: Bis vor wenigen Wochen hätte man davon ausgehen können, Jessica Eye als baldige Herausforderin auf den Damen-Titel im Bantamgewicht präsentiert zu bekommen. Die 27-Jährige hatte in ihrem Debüt bei UFC 166 einen knappen Punktsieg über Sarah Kaufman feiern können und könnte mit einem Erfolg über Alexis Davis am Samstag in die Top 5 der Gewichtsklasse vorrutschen. Zuletzt lief jedoch nicht mehr viel rund für Eye. Erst wurde bekannt, dass die Wertung ihres UFC-Debüts ohne Begründung gestrichen wurde. Anschließend kam heraus, dass Marihuana der Grund dafür war. So weit, so normal. Problematisch ist jedoch, dass Eye vor der Marihuana-Nachricht MMA-Journalisten über Twitter eingeschüchtert hatte und zudem in Ariel Helwanis MMA Hour alle Vorwürfe abstritt, während gleichzeitig der Bericht der Kommission aus Texas veröffentlicht wurde, der alle Vorwürfe bestätigte. Keine gute PR für die UFC und wahrscheinlich auch der Grund, warum Alexis Davis und Jessica Eye im Vorprogramm des Pay-Per-Views gelandet sind.

Patrick Cummins: Cummins hat es als UFC-Rookie nicht leicht. Keine zwei Wochen Vorbereitungszeit gegen einen olympischen Ringer lassen seine Chancen auf einen Überraschungssieg nicht gerade durch die Decke schießen. Der zweimalige NCAA-All American darf sich zudem im Internet dem Spott der UFC-Fans aussetzen, die die Versuche der UFC, Cummins als wirkliche Gefahr für Cormier  darzustellen, eher mit Häme überschütten. Wenn sich Cummins nicht ganz dumm anstellt, wird die UFC ihn behalten und ihm aufgrund des kurzfristigen Einsatzes eine zweite Chance zugestehen, sollte er jedoch komplett auseinander genommen werden, könnte er alsbald wieder bei seinem Café für die frei gewordene Stelle als Barista vorsprechen, damit die UFC dieses dunkle Kapitel um UFC 170 schnell wieder aus dem Gedächtnis der Fans entfernen kann.

Entlassung ausgeschlossen:
Der Rest des Programms: Abgesehen von den fünf erwähnten Kämpfern besteht der Rest des Programms entweder aus Kämpferinnen im Titelkampf (Rousey, McMann), Kämpfer die vielleicht bald einen Titelkampf erhalten könnten (Cormier, MacDonald, Maia, Assuncao, Davis, Makovsky, Sampo), talentierten jungen Kämpfern (Whitaker, Thompson, Waldburger) oder Kämpfern, die ihr UFC-Debüt bestreiten und mindestens eine zweite Chance erhalten werden (Munhoz, Gibson, Sterling, Chavez, Cedeno). Eine Entlassung würde hier sehr überraschen.