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UFC 170: Rousey und Cormier gewinnen durch schnelle Knock-outs

Ronda Rousey bleibt weiterhin ungeschlagen. (Foto: Marcus Schmidli/Groundandpound.de)

Ronda Rousey bleibt auch in ihrem neunten MMA-Kampf unbesiegt. In der Nacht zum Sonntag machte die UFC-Bantamgewichts-Championess im Hauptkampf von UFC 170 kurzen Prozess mit ihrer Herausforderin Sara McMann und sicherte sich ihren ersten Sieg durch Knock-out.

Nach einem kurzen Schlagabtausch drückte Rousey ihre Gegnerin an den Käfig, wo sie zunächst versuchte, die starke Ringerin zu Boden zu bringen. McMann verteidigte den Takedown-Versuch und wurde dann mit Schlägen und Knien bearbeitet. Mit einem präzisen Knie zur Leber verpasste Rousey ihrer Gegnerin den finalen Stoß. McMann ging gekrümmt zu Boden und kassierte noch drei Schläge, bevor der Ringrichter den Kampf nach nur 66 Sekunden für beendet erklärte.

Für Rousey ist es der neunte vorzeitige Sieg in Folge und gleichzeitig der erste Erfolg, der nicht durch einen Armbar herbeigeführt wurde. „Wir haben ihre Kämpfe analysiert und wussten, dass es das Beste ist, uns im Training auf Angriffe auf die Leber zu konzentrieren. Das Knie hat im Sparring in der Vorbereitung auf den Kampf immer gut funktioniert“, sagte Rousey anschließend im Interview.

Klassenunterschied bestätigt

Ähnlich schnell endete der Kampf zwischen Daniel Cormier und Patrick Cummins. Letzterer sprang kurzfristig für den verletzten Rashad Evans ein und im Vorfeld war vielen bereits klar, dass das eine eindeutige Sache werden würde.

Cummins konnte in den ersten Sekunden zwar ein paar Low Kicks und Schläge landen, doch war es Cormier, der mit kraftvollen Uppercuts Schaden anrichtete. Nach einem harten Treffer ging Cummins zu Boden. Cormier feuerte zahlreiche Schläge ab, bis der Ringrichter den Kampf schließlich abbrach.

Ein sehr ungleiches Duell fand somit ein zügiges Ende. Daniel Cormier gab mit diesem Kampf seinen erfolgreichen Einstand in der Gewichtsklasse bis 93 Kilogramm. Zuvor trat der früher Olympia-Ringer im Schwergewicht an, wo er unter anderem den Strikeforce-Schwergewichts-Grand-Prix gewinnen konnte.

MacDonald dominiert erschöpften Maia im Stand

Demian Maia fackelte nicht lange und brachte seinen Gegner Rory MacDonald zu Boden. Dort sicherte sich das BJJ-Ass die Full Mount, von wo aus er mit Schlägen Akzente setzen konnte. MacDonald versuchte sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, kam aber erst kurz vorm Ende der ersten Runde wieder auf die Beine.

Im zweiten Durchgang zeigten sich bei Maia erste Anzeichen von Erschöpfung. Die Takedown-Versuche konnte MacDonald mit Leichtigkeit abwehren und auch die Schläge kamen immer  langsamer. MacDonald konnte somit ohne Bedenken im Stand agieren. Immer wieder landete er harte Kicks und Schläge.

Auch in der letzten Runde suchte Maia verzweifelt den Takedown, er wurde stattdessen aber im Stand deutlich dominiert. Einmal konnte er MacDonald zu Boden bringen, doch er konnte daraus keinen Profit schlagen. MacDonald kam wieder auf die Beine und dominierte weiter mit Schlägen und Kicks. Nach drei Runden waren die Punktrichter an der Reihe. Alle drei werteten den Kampf mit 29:28 für Rory MacDonald.

„Das Tier ist zurück“, so MacDonald nach dem Kampf. „Ich bin bereit ein paar Hintern zu versohlen. Ich bin bereit zu zerstören. Ich habe meine Einstellung wieder auf Spur gebracht. Ich bin bereit für den Titel.“

Mike Pyle mit K.o.-Sieg in Runde drei

TJ Waldburger punktete zu Beginn mit harten Kombinationen, sodass Mike Pyle zügig den Clinch suchte, um den Kampf auf die Matte zu befördern. Dort konnte er einige Schläge landen, doch Waldburger kämpfte sich wieder auf die Beine. Pyle ging wieder in den Clinch über und sicherte sich kurze vorm Ende der ersten Runde einen weiteren Takedown.

In der zweiten Runde lieferten sich beide zu Beginn einen Schlagabtausch, bis Pyle den Kampf erneut zu Boden verlagerte und beinahe in einem Leg Lock landete. Pyle befreite sich aus der Situation und landete in der Top Position. Kurze Zeit später brachte Waldburger den Kampf wieder in den Stand, wo sich beide mit Schlägen zusetzten.

Waldburger konnte zu Beginn der dritten Runden zahlreiche Einzelschläge landen. Einen Kick konnte Pyle abfangen. Mit dem Bein seines Gegners in der Hand, feuerte er einen Spinning Elbow ab, der Waldburger zu Boden schickte. Pyle ging mit Schlägen hinterher, doch Waldburger schien sich noch einmal im Clinch zu fangen. Pyle landete einige Ellenbogen und brachte den Kampf wieder zu Boden, wo er den Kampf beinahe mit einem Guillotine Choke beenden konnte. Waldburger kam aus dem Griff heraus, wurde dann aber mit harten Ellenbogen und Schlägen bombardiert. Ringrichter Herb Dean brach den Kampf kurze Zeit später ab.

Thompson knockt Whittaker aus

Im ersten Kampf des Hauptprogramms schenkten sich Stephen Thompson und Robert Whittaker von Beginn an nichts. Karate-Spezialist Thompson versuchte punktete mit Kicks, während Whittaker immer wieder mit seiner Führhand das Ziel suchte. Mit einer harten Rechten schickte Thompson seinen Gegner in der ersten Runde zu Boden. Thompson ging mit Schlägen hinterher, woraufhin der Ringrichter den Kampf abbrach.

„Je öfter ich das hier mache, desto wohler fühle ich mich (im Octagon)“, so Thompson im Anschluss. „Ich bin ein Striker. […] Ich werde nicht sagen, dass ich der beste MMA-Kämpfer bin. Aber ich arbeite jeden Tag daran.“

Zahlreiche Punkturteile im Vorprogramm

Das Vorprogramm von UFC 170 war erneut von vielen Punkturteilen geprägt. Lediglich Erik Koch konnte seinen Kampf gegen Rafaello Oliveira mit harten Schlägen in der ersten Runde K.o. schlagen.

Alexis Davis sicherte sich einen knappen Punktsieg gegen Jessica Eye. Im Stand wurde sie zwar über weite Teile dominiert, doch Eye fand keinerlei Antwort auf Davis‘ Fähigkeiten im Bodenkampf.

Raphael Assuncao zeigte sich im Kampf gegen Pedro Munhoz als weitaus erfahrener Standkämpfer. Drei Runden lang dominierte er seinen Kontrahenten, woraufhin er einstimmig zum Sieger nach Punkten erklärt wurde.

Aljamain Sterling zeigte sich gegen Cody Gibson in allen Aspekten überlegen. Mit Kicks bestimmte er den Kampf im Stand und auch am Boden konnte er durchweg Punkte sammeln. Für ein vorzeitiges Ende reichte es jedoch nicht.

Ex-Bellator-Champion Zach Makovsky hatte auch in seinem zweiten UFC-Kampf keinerlei Probleme. Von Anfang an dominierte er seinen Gegner Josh Sampo mit Takedowns und Kicks, was ihm verdientermaßen den einstimmigen Punktsieg einbrachte.

Im ersten Kampf der Veranstaltung gewann Ernest Chavez knapp gegen Yosdenis Cedeno nach Punkten. Cedeno zeigte sich am Boden chancenlos, doch Chavez konnte den Kampf nicht vorzeitig beenden. Im Stand konnte Chavez vereinzelt punkten. Die Punktrichter waren sich nach drei Runden uneinig und erklärten Chavez geteilt zum Sieger nach Punkten.

Die Ergebnisse der Veranstaltung im Überblick:

UFC 170: Rousey vs. McMann
22. Februar 2014
Mandalay Bay Events Center in Las Vegas, Nevada, USA

Ronda Rousey bes. Sara McMann via T.K.o. (Knie und Schläge) nach 1:06 in Rd. 1
Daniel Cormier bes. Patrick Cummins via T.K.o. (Schläge) nach 1:19 in Rd. 1
Rory MacDonald bes. Demian Maia einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Mike Pyle bes. T.J. Waldburger via T.K.o. (Schläge) nach 4:03 in Rd. 3
Stephen Thompson bes. Robert Whittaker via T.K.o. (Schläge) nach 3:43 in Rd. 1

Vorprogramm
Alexis Davis bes. Jessica Eye geteilt nach Punkten (28:29, 29:28, 29:28)
Raphael Assuncao bes. Pedro Munhoz einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Aljamain Sterling bes. Cody Gibson einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Zach Makovsky bes. Josh Sampo einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)
Erik Koch bes. Rafaello Oliveira via T.K.o. (Schläge) nach 1:24 in Rd. 1
Ernest Chavez bes. Yosdenis Cedeno einstimmig nach Punkten (28:29, 29:28, 30:27)