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Tyron Woodley zieht Wechsel ins Mittelgewicht in Betracht

Tyron Woodley (Foto: ZUFFA LLC)

Kaum einen Titel gewonnen, schon den Blick in Richtung nächstem Champion gerichtet. Das scheint derzeit in der UFC die Norm zu sein. Auch Tyron Woodley äußerte in der Vergangenheit immer wieder Gedanken um Superfights abseits der Ranglisten, nun könnte er es jedoch ernst meinen. Der Champion im Weltergewicht spielt mit dem Gedanken, Ende des Jahres eine Gewichtsklasse aufzusteigen, nachdem er sich seiner übrig gebliebenen Herausforderer entledigt hat.

„Die Mittelgewichte müssen sich umsehen“, sagte Woodley bei Ariel Helwani. „Vielleicht schleiche ich mich an einen von ihnen bis Ende des Jahres ran. Ich räume im Weltergewicht auf und gehe hoch, wo ich entweder Kelvin Gastelum nochmal verprügele oder Robert Whittaker ausschalte. Das sind sowieso nur Weltergewichte, die nicht wissen, wie man Gewicht macht.“

Woodley konnte vor vier Jahren Kelvin Gastelum knapp nach Punkten besiegen und sich so für einen Kampf um den Titel gegen Robbie Lawler qualifizieren, den er sechs Monate später gewann und seitdem vier Mal verteidigte. Gastelum stieg dabei mit zehn Pfund Übergewicht auf die Waage und musste zur Strafe anschließend einen Kampf im Mittelgewicht annehmen. Nach weiteren Versuchen im Weltergewicht hat sich Gastelum mittlerweile damit arrangiert und tritt seit Ende 2016 nur noch im Mittelgewicht an.

Auch Robert Whittaker startete im Weltergewicht und gewann in der Gewichtsklasse seine TUF-Staffel sowie drei seiner ersten fünf UFC-Kämpfe. Seit seinem Wechsel ins Mittelgewicht hat der Australier in acht Kämpfen nicht mehr verloren und hält seit letztem Jahr den UFC-Titel.

Bis es soweit ist, will Woodley aber noch im Weltergewicht aufräumen. Der 36-Jährige steht im März bereits Kamaru Usman in Las Vegas gegenüber, im Juni soll dann Colby Covington folgen. Sollte Woodley beide Kämpfe gewinnen, hätte er sechs der Top 8 im Weltergewicht besiegt und könnte den Weg für seinen Freund Ben Askren freimachen, der im März gegen Robbie Lawler in der UFC debütiert. Was Usman angeht, ist Woodley bereits siegessicher.

„Kamaru Usman ist nicht bereit für mich. Er ist noch nicht reif genug, um in diesem Sport gegen mich durchzuhalten. Was will er tun? Mich runternehmen? Mich im Stand besiegen? Härter als ich schlagen? Mit seinem Fight-IQ eine bessere Strategie fahren? Er ist auf dem Stand, auf dem ich vor fünf Jahren war.“