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Twitter-Streit zwischen Michael Bisping und Chris Weidman eskaliert nach UFC on FOX 25

Chris Weidman (Foto: Florian Sädler)

Die Fehde zwischen UFC-Champion Michael Bisping und dem ehemaligen Champion Chris Weidman ging nach Weidmans Sieg über Kelvin Gastelum am vergangenen Wochenende bei UFC on FOX 25 in eine neue Runde. Weidman hofft auf eine erneute Chance um den Titel.

Man könnte fast meinen, man sei auf dem Schulhof gelandet. Bereits in den Interviews nach seinem Sieg schoss Weidman erste Pfeile in Richtung Bisping ab, bezeichnet ihn als „britischen Penner“, der seit er den Gürtel gewonnen hat nur davonlaufen würde und sich keinen echten Herausforderern stellen würde. Später auf Twitter setzte er nach, und nannte Bisping ein „schielendes Miststück“. Der virtuelle Schlagabtausch der beiden Mittelgewichte strotzte nur so vor Schimpfwörtern und Beleidigungen.

Letztlich adressierte Bisping aber den Kern des Streits – eine Aussage Weidmans nach seinem letzten Sieg: „'Ich bin der Champion' - das war so peinlich. Neid ist eine der sieben Todsünden“, macht sich der amtierende Titelträger über die Versuche Weidmans, sich für einen Titelkampf ins Gespräch zu bringen, lustig.

Des Pudels Kern liegt also eigentlich ganz woanders: Robert Whittaker hatte sich durch seinen Sieg über Yoel Romero den Interims-Mittelgewichtstitel und damit die nächste Chance auf einen Kampf gegen den amtierenden Weltmeister Michael Bisping verdient. Er hat sich bei diesem Kampf aber eine Knieverletzung zugezogen, die ihn möglicherweise für bis zu einem halben Jahr außer Gefecht setzen könnte. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wittern andere, wie der gerade aus dem Rennen geworfene Romero und Ex-Champion Weidman ihre Chance und versuchen sich selbst für einen Titelkampf ins Gespräch zu bringen. Und kaum etwas begeistert UFC-Fans so, wie eine ordentliche in den sozialen Medien ausgetragene Fehde. Um die bemühen sich beide Herausforderer offensichtlich gerade nach Kräften.

Zunächst werden allerdings alle potentiellen Titelanwärter noch etwas abwarten müssen, da auch Bisping sich derzeit von einer Knie-Operation erholt. Vielleicht bleibt es am Ende trotz der erhitzten Gemüter auf allen Seiten bei Whittaker als nächsten Kontrahenten. Der hat nach seinem Sieg über Yoel Romero deutlich gezeigt, dass ihm an aus Show-Gründen hochgepushten Emotionen nichts liegt und Bispings Beleidigungsversuche stoisch ignoriert.