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„TUF: Redemption“-Finale: Justin Gaethjes Debüt gegen Michael Johnson

Einen draufsetzen: Sowohl Michael Johnson (l.) als auch Justin Gaethje wollen in Vegas den 18. Profi-Sieg (Foto: UFC).

Bereits am Vorabend des alljährlichen „Independence Day“-Events in Las Vegas wird das Octagon am Freitag seine Pforten öffnen. 24 Stunden vor UFC 213 kommt es in der T-Mobile Arena zum Finale der 25. „The Ultimate Fighter“-Staffel, Justin Gaethjes UFC-Debüt gegen Michael Johnson sowie dem einen oder anderen weiteren vielversprechenden Duell.

Das Hauptprogramm des „The Ultimate Fighter: Redemption“-Finales wird in Deutschland als Teil des Black Pass (3,99 Euro monatlich) von ran Fighting übertragen. Das Vorprogramm wird auf dem UFC Fight Pass gezeigt, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Samstag, 8. Juli, 0 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Samstag, 8. Juli, 1 Uhr
Hauptprogramm (ran Fighting): Samstag, 8. Juli, 3 Uhr

Hauptkampf: Michael Johnson vs. Justin Gaethje

Einer der vielleicht unterhaltsamsten Kämpfe eines wohl rundum unterhaltsamen Kampfsport-Wochenendes versteckt sich an der Spitze der ersten UFC-Show der „International Fight Week“.

Michael „The Menace“ Johnson (17-11) gewinnt nicht jeden seiner Kämpfe, sorgt aber immer für eine spannende Show. Ex-WSOF-Leichtgewichtschampion und UFC-Debütant Justin „The Highlight“ Gaethje (17-0) dagegen hat bisher jeden Kampf gewonnen und dabei zusätzlich noch stets eine Show geliefert. Jetzt muss er zeigen, dass er auch gegen die Besten der Welt beides kann.

Johnson gehört zur erweiterten Elite im Leichtgewicht der UFC, ist aber an den ganz großen Fischen immer wieder mal gescheitert. Ist er in Form, bringt „The Menace“ Feuerwerke: Knockouts wie die gegen Gleison Tibau, Danny Castillo und Dustin Poirier zeigen, wozu das dynamische Boxen des gelernten Ringers brauchbar ist. Gescheitert ist er zuletzt lediglich an Nate Diaz und Khabib Nurmagomedov.

Eine bessere Benchmark als Johnson gibt es also kaum für den ambitionierten Gaethje. Mit ebenso vielen Siegen wie Johnson auf der Bilanz, dafür aber ohne Niederlage, schlägt das „Highlight“ seit Jahren Wellen, ohne dafür größere Aufmerksamkeit zu bekommen. Wasser treten trifft es also wahrscheinlich besser.

Damit soll jetzt Schluss sein für den 28-Jährigen, der 14 seiner 17 Kämpfe vorzeitig beendet hat und Anfang des Jahres seinen fünf Mal verteidigten WSOF-Leichtgewichtstitel vakantierte, um bei der UFC zu unterschreiben. Mit Gegnern wie Melvin Guillard, Nick Newell und Brian Foster auf der Sieges-Bilanz will Gaethje seinem Resümee im Octagon nun noch größere Namen hinzufügen. Dieses Vorhaben startet am Freitag mit Michael Johnson.

Co-Hauptkampf: Dhiego Lima vs. Jesse Taylor

Wer hätte gedacht, jemals Dhiego Lima (12-5) und Jesse „JT Money“ Taylor (30-15) in der UFC wiederzusehen, geschweige denn in einem der Hauptkämpfe? Am Freitagabend in Las Vegas passiert just das, nachdem die beiden „The Ultimate Fighter“-Veteranen sich in der aktuellen Staffel ihre Chance auf eine zweite Chance in der UFC erkämpft haben.

Lima arbeitete sich mit Siegen gegen ATT-Teamkollege Hayder Hassen sowie Justin Edwards und Tom Gallicchio ins Finale vor, in dem er vor drei Jahren bereits stand. Damals, im letzten Kampf der 19. Staffel, wurde Lima von Eddie Gordon K.o. geschlagen und flog zwei Niederlagen später aus der UFC.

Noch süßer dürfte sich ein Sieg im zweiten Anlauf für Jesse Taylor anfühlen. Schon 2008 stand „JT Money“ im Finale einer TUF-Staffel, feierte den Einzug in die Endrunde aber deutlich zu ausgelassen und wurde prompt aus dem Turnier gekickt, nachdem er in Las Vegas betrunken randaliert hatte. Nach nur einer Niederlage in der UFC verlor er auch seinen Vertrag mit der Liga. 36 Kämpfe später bekommt der 34-Jährige seine Chance, alte Sünden wiedergutzumachen.

Die restlichen Kämpfe des „The Ultimate Fighter: Redemption“-Finales

Zwar geht UFC Vegas im Schatten von UFC 213 ein wenig unter, trotzdem könnte der Appetitanreger am Freitag Spaß machen. So wird im Leichtgewicht das britische Talent Marc „Bonecrusher“ Diakiese (12-0) auf Drakkar Klose (7-0-1) treffen.

Diakiese traf vergangenes Jahr mit einigem Hype im Rücken in der UFC ein und rechtfertigte die Vorschusslorbeeren mit Siegen gegen Lukasz Sajewski, Frankie Perez und Teemu Packalén. Am Freitag wird der explosive Standkämpfer im Duell der ungeschlagenen Talente nun auf Drakkar Klose treffen, der im Januar sein UFC-Debüt nach Punkten gegen Devin Powell gewann.

Ebenso auf dem Hauptprogramm treffen im Mittelgewicht Brad Tavares (14-4) und Elias „The Spartan“ Theodorou (13-1) aufeinander. Während Tavares seinen früheren Status als Top-Talent nicht langfristig aufrechterhalten konnte, ist er noch immer ein gefährlicher Kämpfer, der Runden gegen Yoel Romero gewonnen und Tom Watson, Nate Marquardt sowie Lorenz Larkin besiegt hat.

Theorodou dagegen gewann 2014 die „The Ultimate Fighter: Nations“-Staffel und musste sich seitdem lediglich Thiago Santos in einem unterhaltsamen Kampf geschlagen geben. Lässt man den Kanadier machen, begnügt Theorodou sich hin und wieder damit, nicht mehr als nötig für einen Sieg zu tun. Tavares dagegen macht auch gerne mal Druck – mit ein wenig Glück eine fanfreundliche Kombination in einem Duell, das den Sieger in die Nähe der Grenze zur Top 15 hieven könnte.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

The Ultimate Fighter: Redemption Finale
Freitag, 7. Juli 2017
T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada, USA


Hauptprogramm (ran Fighting)
Michael Johnson vs. Justin Gaethje
Dhiego Lima vs. Jesse Taylor
Marc Diakiese vs. Drakkar Klose
Jared Cannonier vs. Nick Roehrick
Brad Tavares vs. Elias Theodorou
Jordan Johnson vs. Marcel Fortuna

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Angela Hill vs. Ashley Yoder
James Krause vs. Tom Gallicchio
Ed Herman vs. C.B. Dollaway
Jessica Eye vs. Aspen Ladd

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Gray Maynard vs. Teruto Ishihara
Tecia Torres vs. Juliana Lima