UFC News

Tony Ferguson: Eher sollte sich Dana White untersuchen lassen!

Tony Ferguson (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Tony Ferguson ist wieder da. Der einstige Interims-Champion im Leichtgewicht kehrt am Samstag bei UFC 238 wieder in den Käfig zurück, nachdem er zu Beginn des Jahres eher abseits des Käfigs durch psychotische Szenen auf sich aufmerksam machte, die seine Frau sogar kurzfristig zu einem gerichtlichen Kontaktverbot zwangen. An ein Karriereende dachte er aber nicht, verriet er den Journalisten vor dem Kampf am Samstag.

„Der Gedanke ist mir nicht ein einziges Mal gekommen“, sagte Ferguson. „Ich bin jetzt seit 2011 und The Ultimate Fighter dabei. Ich habe meine Frau schon vor meiner ersten Niederlage kennengelernt. Es gibt immer gute und schlechte Zeiten, aber man muss sich einfach auf die guten Zeiten konzentrieren. Mein Glaube ist so stark. Ich danke Gott und meiner Familie jeden Tag, dass sie für mich da sind.“

Mittlerweile ist Ferguson wieder auf dem Damm, die Probleme in seinem Zuhause Vergangenheit. Den ganzen Trubel um seine psychotischen Phasen zu Beginn des Jahres bedauert Ferguson insbesondere deswegen, weil seine Frau damit Teil der Öffentlichkeit wurde. Für den Kämpfer ist es seit seiner Zeit im TUF-Haus nichts Neues, rund um die Uhr beobachtet zu werden, für seine Frau war es hingegen eine unangenehme neue Erfahrung.

„Ich kenne das seit Ultimate Fighter, da waren hundert Kameras auf mich gerichtet, ich hatte keine Privatsphäre. Aber mehr als alles andere tut es mir für meine Frau leid. Sie musste so viel durchmachen, scheiß auf TMZ. Ich habe kein gutes Wort für die übrig.“

Das Klatsch-Portal ist nicht der einzige Adressat für Kritik Fergusons. Das Leichtgewicht hatte auch kritische Töne für UFC-Präsident Dana White übrig. Dieser hatte behauptet, dass ursprünglich Tony Ferguson im April gegen Max Holloway hätte antreten sollen, bevor dann Dustin Poirier den Zuschlag erhielt und den Interims-Titel gewann. Ferguson widerspricht dieser Darstellung.

„Habt ihr jemals gesehen, dass ich einen Kampf abgelehnt habe? Hier kämpft jeder gegen jeden. Ganz im Ernst, man kann sein Bestes geben um den Titel zu gewinnen, aber hier ist viel Politik. Ich habe den Titel gewonnen, aber er wurde mir wieder weggenommen. Robert Whittaker verletzt sich [und behält den Titel, Anm. d. Red.], das ist doch das gleiche. Die Trophäe bedeutet mir nichts mehr. Sie tun das, was sie immer tun, schützen ihre Leute und ihre Brieftaschen. Wenn sie mich nicht mögen, ihr Problem. Solange ich ein Dach über dem Kopf habe, meine Schecks bekomme und Leute tappen kann, bin ich glücklich.“

Auf die Aussage White, dass Ferguson erst nach einer psychologischen Untersuchung wieder kämpfen werde, hatte „El Cucuy“ auch die passende Antwort parat und hielt erneut nicht hinterm Berg mit Kritik an seinem Chef.

„Ich denke eher, dass man ihn untersuchen sollte. Er sollte mal sein Gehirn untersuchen lassen. Ich weiß nicht, wie oft er mich noch um diesen Interims-Titel kämpfen lassen will. Ich habe alles dafür getan, um wieder hier zu sein, ich bin froh, wieder da zu sein. Das ist hier keine große Comeback-Geschichte oder sowas. Ich laufe weiter und schneller als die ganzen 20-Jährigen und solange ich das tue, muss mich einer bemitleiden. Stellt mir einfach keine blöden Fragen mehr, lasst uns nach vorne blicken.“

Und nach vorne blicken heißt für ihn, am Samstag Donald Cerrone zu schlagen: „Cowboy, ich werde dich holen, mach dich bereit!“