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Tony Ferguson: Ehefrau erwirkt Kontaktverbot

Tony Ferguson (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Auf die Frage, warum Tony Ferguson derzeit keinen Kampf anstehen hat, antwortete UFC-Präsident Dana White kürzlich, der ehemalige Interim-Champion im Leichtgewicht habe „viele private Probleme“. Wie MMAjunkie herausfand, musste die Polizei mehrmals aufgrund merkwürdiger Vorfälle bei Ferguson zuhause anrücken. Nun hat seine Ehefrau ein Kontaktverbot erwirkt.

Laut den Recherchen von MMAjunkie habe Ferguson seine Ehefrau bereits am 16. Februar „mit Weihwasser bespritzt“ und aufgeregt gewirkt. Drei Tage später wurde die Polizei erneut zu seinem Haus gerufen – laut einer Zeugin habe Ferguson „drei Tage lang nicht geschlafen“ und würde nun „das Haus zerlegen“. Er habe „den Kamin zerstört und behauptet, jemand habe einen Computer-Chip in sein Bein eingepflanzt“. Ein weiterer Zeuge sagte der Polizei, Ferguson hätte ihm gegenüber behauptet, jemand sei „in seinen Wänden“. Als die Ehefrau am vergangenen Freitag ihre Eltern besuchte, wechselte Ferguson angeblich die Schlösser im Haus – wieder kam die Polizei vorbei, um die Lage zu untersuchen.

MMAjunkie hat die Einsatzberichte der Polizei veröffentlicht. Es ist wichtig, festzuhalten, dass Ferguson weder seine Ehefrau noch seine Kinder körperlich angegriffen hat. Seine Ehefrau gab mehrfach an, sie habe keine Angst, dass er ihr oder seinem Kind etwas antun würde. Aber seine Ausraster würden immer schlimmer werden und er weigere sich beharrlich, sich von einem Arzt oder Psychologen untersuchen zu lassen.

Die Ehefrau erwirkte daher am 13. März ein Kontaktverbot, sodass Ferguson sich von ihr und seinem Kind erst einmal fernhalten muss. Dazu findet am 22. März eine Untersuchung statt, am 5. April dann eine Anhörung.

In einem Statement erklärte Fergusons Ehefrau: „Tony Ferguson ist ein guter Ehemann und ein guter Vater. Die gerichtlichen Schritte sind ein Teil eines Prozesses, der sicherstellen soll, dass Tony die Hilfe bekommt, die er benötigt.“

Am Tag vor dem Kontaktverbot verfasste Ferguson noch einen kryptischen Tweet: „Ich wurde bekämpft, provoziert und bedroht, Kämpfe oder Gelegenheiten, Geld zu verdienen, entweder anzunehmen oder nicht anzunehmen, ansonsten wäre meine Familie verletzt worden.“

Ferguson wollte nach der Veröffentlichung des Berichts von MMAjunkie keinen öffentlichen Kommentar abgeben. Er schrieb lediglich einen Tweet: „‘Jeder, der drinnen eine Sonnenbrille trägt, hat so etwas verdient.‘ Statement von Dana White nach meinem Knie-Unfall, als ich eine ärztlich verordnete Brille trug.“ Später fügte er hinzu: „Durch dick und dünn, ich bin immer noch ein UFC Company Man.“