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Tim Kennedy: „Ich zerstöre Bisping innerhalb weniger Minuten!“

Tim Kennedy (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Seit fast zwei Jahren ist Tim Kennedy wie vom MMA-Erdboden verschluckt. Der zweimalige Herausforderer auf den Strikeforce-Titel im Mittelgewicht nahm sich nach drei UFC-Siegen und einer Niederlage eine Auszeit vom MMA, die bis heute andauert. Einer dieser Siege kam recht deutlich über Michael Bisping zustande. Nun meldete sich der frühere Soldat in einem Facebook-Video zu Wort und wurde von seinen Fans natürlich auf Bisping angesprochen.

„Michael Bisping ist der Champion in meiner Gewichtsklasse,“ lacht Kennedy. „Ich habe ihn 25 Minuten lang verdroschen, ohne mich dabei groß anzustrengen. Es ist lustig, dass er so viele bestimmte Kämpfer fordert, aber mein Name dabei nie fällt. Wobei es offensichtlich ist, weil ich es einfach nochmal tun könnte. Sogar schon morgen. Ich trainiere rund um die Uhr, aber, wenn ich wollte, könnte ich Michael Bisping innerhalb von wenigen Minuten zerstören.“

Kennedy und Bisping prallten im April 2014 im Hauptkampf der Finalshow von „TUF Nations“ aufeinander. Kennedy dominierte den Kampf mit Takedowns und Schlägen am Boden und gewann am Ende einen einstimmigen und eindeutigen Punktentscheid. Während Bisping seitdem fünf seiner sechs Kämpfe und den Titel gewann, sah man Kennedy nur ein weiteres Mal in Aktion. Trotzdem ist der Ex-Ranger top-motiviert, die Abneigung gegen den Engländer ist immer noch vorhanden.

„Das letzte Mal, als wir gekämpft haben, konnte ich ihn schon nicht ausstehen und wollte ein Zeichen setzen, indem ich ihn verprügle. Einer meiner Trainer hat mich sogar in der Pause gefragt, warum ich den Kampf nicht beende, ihn mit einem Würger zur Aufgabe bringe. Ich wollte nicht. Ich wollte ihn auf den Rücken werfen und ihm 25 Minuten lang ins Gesicht schlagen.“

Ob Kennedy noch einmal die Chance bekommt, Michael Bisping zu besiegen, ist fraglich. Der 36-Jährige war seit seinem Duell mit dem Engländer nur ein weiteres Mal in Aktion. Bei UFC 178 unterlag er Yoel Romero umstritten durch technischen Knockout. Aus Ärger über seine mangelnde Kompensation und die lasche Haltung der UFC gegenüber der Doping-Problematik nahm Kennedy eine Pause vom MMA-Sport, ging in einer Dokumentationsserie auf die Jagd nach Hitler und arbeitete im privaten Sicherheitssektor.

Wie der frühere Scharfschütze weiterhin angab, wird er sich ab September in ein Trainingscamp beim Jackson-Winkeljohn-Gym begeben, um im November sein Octagon-Comeback zu feiern. Gerüchten zufolge soll die UFC eine weitere „UFC for the Troops“-Veranstaltung abhalten, in deren Verlauf Kennedy kämpfen wird. Ort, Datum und Gegner stehen jedoch noch nicht fest.