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Tim Kennedy hat Hitler in Argentinien gejagt, kehrt jetzt in den Käfig zurück

Nach knapp zwei Jahren Pause juckt es Elite-Soldat Tim Kennedy wieder in den Fäusten (Foto: Florian Sädler).

Die einen reisen um die Welt, die anderen geben ihr Smartphone weg, er jagt Adolf Hitler: UFC-Mittelgewicht und Ex-Scharfschütze Tim Kennedy kehrt nach zwei Sabbatjahren ins Octagon zurück und hat nach eigener Aussage bereits einen Comeback-Kampf anstehen. Der ihn direkt zum Titel führen soll.

Knapp zwei Jahre ist es her, seit wir ihn zum letzten Mal im Käfig gesehen haben: Bei UFC 178 im September 2014 verlor Kennedy kontrovers durch Knockout gegen Yoel Romero, nachdem er den Kubaner zuvor selbst am Rande einer K.o.-Niederlage hatte. In der Rundenpause hatte Romero ganze 29 Extra-Sekunden auf dem Hocker verbracht.

Seit diesem so wilden wie kontroversen Kampf ist Kennedy abgetaucht. Zumindest, was den aktiven Dienst angeht – in den sozialen Medien war Kennedy in der Zwischenzeit durchgehend sehr aktiv und hat das Geschehen in der UFC munter und bisweilen mit äußerst spitzer Zunge kommentiert.

Unter anderem forderte er mehrfach Kämpfe gegen die großen Namen der Gewichtsklasse, diese Pläne scheiterten allerdings stets an Kennedys Unzufriedenheit mit Dopingrichtlinien in der UFC, seiner Bezahlung, seiner Ansicht nach uninteressanten potentiellen Gegnern sowie seinem Zeitplan und gut bezahlten Optionen als TV-Persönlichkeit.

Für den History Channel hat der 36-Jährige zunächst eine Staffel der Dokumentation „Hunting Hitler“ abgedreht, die sich mit der Theorie beschäftigt, dass Adolf Hitler sich 1945 nicht in Berlin selbst erschossen hat, sondern nach Südamerika fliehen konnte – dort verfolgt ein Spezialisten-Team vor Ort Spuren, die diese Theorie bestätigen sollen.

Kennedy ist wegen seiner militärischen Erfahrung als einer der Jäger mit von der Partie und wurde, da Hitler in Staffel 1 offensichtlich nicht ausgemacht werden konnte, gleich für eine zweite Staffel eingespannt.

Auch diese ist jetzt abgedreht und Kennedy scheint wieder Gefallen an dem Gedanken gefunden zu haben, sich sein Geld stattdessen in einem Stahlkäfig zu verdienen: Der Strikeforce- und UFC-Veteran, der Siege gegen Namen wie Robbie Lawler, Melvin Manhoef und den aktuellen UFC-Champion Michael Bisping sein Eigen nennen kann, hat sich mit der UFC auf ein Comeback verständigt. Was genau ihn dazu bewegt hat, ins Octagon zurückzukehren, erwähnte Kennedy nicht.

„Ich bin fit, und ich erzähle es euch jetzt hier, ich habe einen Kampf“, so Kennedy auf seiner Facebook-Seite. „Ich kann nicht mehr dazu sagen, die UFC muss es erst bekanntgeben, aber es wird eine große Sache sein. Ich habe einen Kampf.“

Allerdings nicht gegen Bisping, der seinen Titel aller Voraussicht nach am 8. Oktober in Manchester gegen Dan Henderson verteidigen wird. Und an jenem Abend hoffentlich gewinnt, so Kennedy: „Ich hoffe, dass Michael Bisping Champion bleibt. Wenn er Dan Henderson schlägt, dann hat er keine Wahl, als seinen Titel gegen mich zu verteidigen; ich bin der letzte Gegner, der ihn so richtig auseinandergenommen hat.“

Kennedy besiegte Bisping im April 2014 über fünf Runden deutlich nach Punkten, es ist sein bis dato aktuellster Sieg. In der Zwischenzeit sicherte der Brite sich den UFC-Mittelgewichtsgürtel, und Kennedy plant fest ein, Bisping diesen abzunehmen.

„Nach diesem Kampf wird niemand sagen können, dass ich nicht der Champion bin. Glaubt nicht, dass ich auf der faulen Haut gelegen habe – ich habe die ganze Zeit über trainiert und sobald dieser Livestream in sechs Minuten endet, werde ich mich auf den Weg zu meinem zweiten Training heute machen. Und es ist 9:44 Uhr morgens.“