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The Ultimate Fighter: USA vs. Europa - Episode 8

Die Trainer von TUF 22: Urijah Faber und Conor McGregor (Foto: Zuffa LLC).

Die Vorrunde ist fast zu Ende, das Finale am 11. Dezember in Las Vegas kommt näher. Damit steigt auch das Tempo der Staffel an, und so gab es in der neuesten Episode gleich zwei Kämpfe zu sehen und dafür weniger Alkohol und Heimweh.

Episode Nummer acht beginnt mit einem der vielen humorgeschwängerten Streitgespräche zwischen den Trainern, Urijah Faber und Conor McGregor. Ausgelöst werden die gegenseitigen Sticheleien diesmal von Artem Lobov, der Faber nach der Gewichtsklasse seines Trainingspartners Andre Fili fragt, einem UFC-Federgewicht. Faber antwortet, dass dieser Kampf nicht gut für Lobovs Karriere wäre, woraufhin McGregor verkündet, Fili und Faber auf dem Vorprogramm einer „seiner“ Events antreten zu lassen – „da, wo (Faber) immer kämpft.“

Anschließend bereitet Lobov sich im Gym auf seinen Kampf gegen James Jenkins vor. In der ersten Episode hatte er seinen Kampf um den Einzug ins TUF-Haus knapp nach Punkten gegen Mehdi Baghdad verloren. Da in dieser Staffel aber beide Trainer je einen ausgeschiedenen Kämpfer zurückholen durften und Lobov ein langjähriger Trainingspartner von McGregor ist, war die Entscheidung schnell gefallen, wer doch noch in die Villa einziehen durfte. Unter anderem darüber haben wir uns mit Lobov kürzlich in einem ausführlichen Exklusiv-Interview unterhalten.

Artem Lobov vs. James Jenkins

In dieser Episode steht der „Russische Hammer“ also unter Erfolgsdruck, den er selber noch erhöht, indem er behauptet, seine zweite Chance eigentlich nicht verdient zu haben. Im Kampf selbst ist dann von Druck allerdings nichts zu sehen – Lobovs Hände hängen von Beginn an auf Hüfthöhe. Treffer vermeidet er entgegen aller Regeln erfolgreich mit Pendelbewegungen und schnellen Konter-Kombinationen. McGregors ungewohnt zaghafte Zwischenrufe, doch bitte die Deckung hochzunehmen, ignoriert sein Trainingspartner gekonnt.

Jenkins ist sichtlich verunsichert von der Anderson-Silva-Imitation seines Gegners. Hin und wieder trifft er mit einzelnen Schlägen, kommt aber nie sauber durch. Lobov hingegen platziert eine Bombe nach der nächsten auf Jenkins Kinn und Schläfe. Die Amerikaner fordern lautstark einen Headkick von ihrem Teamkollegen, der allerdings nicht Folge leistet. Eine Minute vor Ende der ersten Runde trifft Lobov aus dem Rückwärtsgang mit einer weiteren harten Rechten mitten auf die zwölf. Jenkins geht angeklingelt zu Boden und Lobov beendet den Kampf mit Folgeschlägen – im europäischen Team steht Red Panty Night an.

David Teymur vs. Johny Nunez

Lange wird aber nicht gefeiert, denn nach dem ersten Kampf steht Nummer zwei an – McGregor, der dank Lobovs Sieg die Kontrolle über die nächste Ansetzung hat, stellt den Schweden David Teymur gegen den Amerikaner Johnny Nunez.

Teymur hat auf dem Papier die besseren Qualifikationen im Stand, ist zu Beginn jedoch passiv und wird von einigen schnellen Attacken Nunez’ überrascht. Davon trifft jedoch kaum etwas sauber – Teymur dagegen kommt kurz darauf mit mehreren harten Schlägen durch, woraufhin Nunez erfolglos zum Takedown abtaucht und angeschlagen auf die Matte fällt.

Teymur gibt sein Bestes, um den Kampf mit Groundandpound zu beenden, kann den Ringrichter aber nicht zum Abbruch bewegen. Nunez übersteht den Angriff, kommt zurück auf die Beine und bringt Teymur daraufhin zu Boden. Zwar kann er sich zwischenzeitlich sogar die Mount sichern, Teymur aber nie ernsthaft in Gefahr bringen.

Auch in Runde zwei haben beide Kämpfer ihre Momente, Teymur landet einige solide Treffer, Nunez nimmt jedoch das Heft mit Takedowns und Kontrolle am Boden in die Hand. Gegen Ende der Runde kommt der Schwede zurück auf die Beine, kann in der kurzen Zeit aber nicht mehr allzu viel anrichten.

Nach zwei harten Runden haben die Punktrichter je einen Durchgang an Teymur und einen an Nunez gegeben, die beiden müssen also noch einmal für fünf Minuten ran. An beiden Kämpfern hat das hohe Tempo der letzten zehn Minuten Spuren hinterlassen, Teymur kann Nunez allerdings früh in der Runde niederschlagen und Kraftreserven für hartes Groundandpound mobilisieren. Mehrfach steht der Kampf kurz vor dem Abbruch, als der Ringrichter aber nicht dazwischen geht und Teymurs Schläge langsamer werden, stoppt er die Attacke und verlegt sich stattdessen darauf, energieschonender die Position zu kontrollieren.

Die Minuten bis zum Kampfende ticken herunter und mit jeder Sekunde entgleitet der Sieg Nunez ein Stückchen mehr. Mit zweieinhalb Minuten auf der Uhr kommt er doch noch zurück auf die Beine und kann seinerseits Teymur mit letzter Kraft auf den Boden befördern, dort allerdings keinerlei Schaden anrichten. Sekunden vor Schluss kann Teymur sich noch befreien und kommt zurück auf die Beine, entschieden ist der Kampf da allerdings ohnehin schon – mit dem einstimmigen Punktsieg geht das europäische Team mit 5-3 in Führung.

Conor McGregors Truppe hat die Vorrunde damit bereits fast gewonnen – in der nächsten Episode steht der vorletzte Kampf der ersten Runde an, in dem der Spanier Abner IIoveras auf den Amerikaner Jason Gonzales treffen wird.


The Ultimate Fighter 22 wird in Deutschland mit Verzögerung auf dem UFC Fight Pass gezeigt und außerdem auf Youtube hochgeladen.