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The Ultimate Fighter: USA vs. Europa - Episode 10

Urijah Faber und Conor McGregor leiten die rivalisierenden Teams (Foto: Zuffa LLC).

Zwei Wochen vor dem großen Finale der 22. „The Ultimate Fighter“-Staffel zwischen Europa und den USA nimmt das Turnier deutlich an Tempo auf. In dieser Episode stehen gleich zwei Viertelfinalkämpfe an, in denen das europäische Team von Conor McGregor den Amerikanern um Urijah Faber mit zwei weiteren Siegen endgültig den Garaus machen will.

Kurz vor Ende der sechs Wochen in der Vegas-Villa nagen das von der Außenwelt abgeschnittene Leben und die ständigen Kämpfe an den 18 Sportlern. Dana White empfängt die Kämpfer daher nach dem Training in der TUF-Villa, und er ist nicht alleine – als Dankeschön für spannende Kämpfe, so White, schmeißt die UFC eine Pool Party, mit DJ, Alkohol und jeder Menge leicht bekleideter Frauen. Vor allem die bereits ausgeschiedenen Kämpfer lassen es ordentlich krachen und auch die rivalisierenden Trainer, Conor McGregor und Urijah Faber, scheinen sich prächtig zu amüsieren.

Fünf Tage später ist längst wieder die übliche Routine eingekehrt. Nachdem der Schwede Martin Svensson wegen einer Ellbogenverletzung aus dem Turnier ausscheiden musste, bekommt Chris Gruetzemacher eine zweite Chance auf den Staffelsieg. Der Amerikaner, der in der dritten Episode den Stuttgarter Sascha Sharma geschlagen hat, wurde trotz seines Sieges aus dem Turnier eliminiert.

Da jedes Team einen in der Eröffnungsrunde besiegten Kämpfer zurückbringen durfte, musste derjenige gehen, der seinen Kampf in der nächsten Runde am unspektakulärsten gewonnen hatte – White entschied sich in der letzten Folge für Gruetzemacher. Nun wird er gegen denjenigen kämpfen, dem er seinen vorzeitigen Rausschmiss zu verdanken hat – Artem Lobov, der von seinem Trainingspartner Conor McGregor nach einer Punktniederlage zu Beginn der Staffel ins Haus zurückgeholt wurde.

Artem Lobov vs. Chris Gruetzemacher

Lobov startet den Kampf wie von ihm gewohnt – mit den Händen auf Hüfthöhe, was er durch meist gut getimte Pendelbewegungen und schnelle Konterattacken wettmacht. Gegen James Jenkins hat ihm dieser unorthodoxe Mix in der Vorrunde zu einem beeindruckenden Knockout in der ersten Runde geführt. Gegen den taffen, vorwärts kämpfenden Gruetzemacher will diese Taktik aber nicht so recht funktionieren. Lobov kommt mit schnellen (Aufwärts-) Haken und Geraden immer wieder mal durch und bringt Gruetzemachers Nase früh zum Bluten, kann aber nicht die erhoffte, ganz große Bombe landen.

Der Underdog aus den USA dagegen steigert das Tempo und setzt Lobov mit schnellen Einzelschlägen und Lowkicks unter Druck – in sporadischen Clinchsequenzen kann er seinen müder werdenden Gegner außerdem immer wieder mit kurzen Ellbogenstößen treffen.

In Runde zwei zunächst das gleiche Spiel, allerdings trifft Lobov nun besser. Und als Gruetzemacher zu einem von vielen Kicks ansetzt, kommt Lobov mit der rechten Konter-Geraden durch. Der Amerikaner geht zu Boden und wackelt stark, als er wieder auf die Beine kommt. Lobov hat Blut geleckt und setzt Gruetzemacher mit weiteren harten Schlägen unter Druck. Der Amerikaner kann zunächst noch die gröbsten Treffer vermeiden, steckt dann aber eine weitere harte Rechte ein und geht kampfunfähig zu Boden.

Mit dem Knockout-Sieg in Runde zwei kämpft sich Artem Lobov ins Halbfinale vor. Somit stehen nur noch zwei Amerikaner im Turnier – Julian Erosa und Ryan Hall, der als nächstes gegen Saul Rogers ran muss.

Ryan Hall vs. Saul Rogers

Auch im zweiten Kampf der Folge heißt es noch einmal Europa vs. USA. Leglock-Spezialist Ryan Hall, der die im MMA selten genutzte 50/50-Guard beherrscht wie kaum ein zweiter im Käfig, trifft auf den britischen Ringer Saul Rogers.

Die zwei schnellen Vorrundensiege durch seine Lieblingstechnik haben Hall einen gefürchteten Ruf eingebracht, und Rogers geht das Duell trotz McGregors lautstarker Forderungen nach mehr Druck entsprechend verhalten an. Hall feuert immer wieder einzelne Kicks zu Kopf und Körper ab, die aber nicht treffen. Rogers attackiert ebenfalls fast nur mit Einzelschlägen und kommt kaum sauber durch. Erst gegen Ende Runde kommt der Takedownversuch von Hall, den Rogers abwehrt und mit einer Geraden bestraft – kein gutes Zeichen für Hall.

In der zweiten Runde geht es dann auch tatsächlich rapide bergab für den Grappling-Guru – zwar versucht er jetzt immer wieder den Takedown, wird von Rogers aber jedes Mal routiniert abgeblockt. Zusätzlich landen Rogers Schläge nun häufiger und härter – ein Mal kann er Hall sogar niederschlagen, der aber sofort wieder auf die Beine kommt und wieder nach Rogers Beinen greift. Zwar kann er seinen Gegner dieses Mal festhalten und aus der Unterlage einen Armbar versuchen, Rogers befreit sich jedoch und punktet mit Groundandpound und Positionskontrolle. Bis zum Ende der fünf Minuten kann Hall sich zwar verteidigen, aber nichts mehr für den Sieg tun.  

Nach zwei Runden sehen zwei Punktrichter Rogers vorne, während einer die erste Runde an Hall gibt und somit Rogers mehrheitlichen Punktsieg besiegelt.

Eine rundum gelungene Episode für die Europäer also. In der nächsten Folge werden der Pole Marcin Wrzosek und der Franzose David Teymur aufeinandertreffen sowie Abner Lloveras aus Spanien und der einzig verbliebene Amerikaner, Julian Erosa.


The Ultimate Fighter: Team USA vs. Team Europa wird in Deutschland mit Verzögerung auf dem UFC Fight Pass gezeigt. Die ersten sechs Folgen sind für Abonnenten hier abrufbar.