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The Ultimate Fighter: Europa vs. USA - Episode 5

Die Coaches der 22. TUF-Staffel: Urijah Faber und Conor McGregor (Foto: Zuffa LLC).

Vier Episoden sind bereits vorbei, und es läuft nicht besonders gut für Conor McGregor und sein Team Europa: Drei Kämpfe wurden bisher ausgefochten, zwei davon haben sie verloren. In der fünften Episode der aktuellen „The Ultimate Fighter“-Staffel steht der Ire also unter Erfolgsdruck, sein Team läuft Gefahr, abgehangen zu werden.

Den Druck spürt auch Chris Gruetzemacher. Der Amerikaner, der zwei Episoden zuvor den Deutschen Sascha Sharma aus dem Turnier gekegelt hat, hat Heimweh. Das Leben im TUF-Haus bekommt dem 29-Jährigen nicht gut, der seine Teamkollegen vermisst und sich nicht so recht einfinden kann in die Zweckgemeinschaft unter potentiellen Kontrahenten.

Im Rest des Hauses ist für Sentimentalität allerdings kein Platz, denn das Turnier geht mit Vollgas weiter: Der erfahrene Brite Saul Rogers wird auf den weitaus grüneren Billy Quarantillo aus Florida treffen.

Quarantillo hat einen aggressiven Kampfstil und eine Menge Kämpferherz, technisch hapert es jedoch speziell am Boden noch gewaltig. Anstatt der üblichen Siegesvorhersagen gibt man sich im amerikanischen Trainerteam entsprechend besorgt – Headcoach Urijah Faber zeigt sich zwar beeindruckt von Quarantillos schnellem Lernen, „wenn er mal einen Gang runterschaltet und zuhört“, ob die wenigen Tage bis zum Kampf reichen, um das neu gelernte genügend zu verinnerlichen, scheint aber mehr als fraglich.

Am Tag vor dem Wiegen unternimmt die gesamte Truppe einen der seltenen Ausflüge raus aus der gewohnten Umgebung der TUF-Villa – beide Teams und Trainer werden zu einem Restaurant kutschiert, in dem McGregor kurzerhand das gesamte Menü bestellt und mit Freund und Feind gleichermaßen anstößt. Am nächsten Tag folgt das unspektakuläre Einwiegen der beiden Kontrahenten.

Als der Kampf schließlich startet, versucht überraschenderweise Quarantillo einen Takedown gegen den erfahrenen Grappler Rogers, der prompt fehlschlägt und dem Briten die Oberlage einbringt. Der Rest des Kampfes verläuft genau so, wie es die Trainingssequenzen haben erwarten lassen.

Rogers dominiert seinen Gegner nach Strich und Faden mit Schlägen am Boden und macht auch am Anfang der zweiten Runde im Stand die bessere Figur, bevor er Quarantillo problemlos auf die Matte bringt. Mehrere Male sieht es anschließend so aus, als wenn der Brite kurz davor sei, mit nur ein paar Schlägen mehr den Abbruch zu erzwingen, Quarantillo macht in der Defensive jedoch einen verhältnismäßig guten Job.

Zurück auf die Beine kommt er trotzdem nicht mehr. Faber gibt von außen lautstarke Anweisungen, die Quarantillo jedoch nicht befolgt oder befolgen kann, was Faber zusehends frustriert. Der Amerikaner gibt nicht auf und versucht mit Schlägen aus der Unterlage und dem Versuch eines Beinhebels verzweifelt, das Ruder noch herumzureißen, ist damit aber nicht erfolgreich.

Nach zwei Runden besteht also keinerlei Zweifel an Saul Rogers Sieg – zwei Punktrichter vergeben je eine 10-8-Runde, einer wertet gleich beide Durchgänge mit zwei Punkten Vorsprung für den Briten.

Team Europa hat damit den Ausgleich erzielt und behält weiterhin die Kontrolle über die Kampfansetzungen. McGregor wählt den französischen Thaibox-Spezialisten Mehdi Bagdad aus, der gegen den Ami Julian Erosa antreten soll. Vor Staffelbeginn hatte McGregor behauptet, der Gesamtsieg würde eine klare Angelegenheit für das europäische Team werden, sofern er die richtigen Kämpfe auswählen könne.

In dieser Episode ist der Plan bereits aufgegangen – wer am 11. Dezember in Las Vegas tatsächlich im Finale stehen wird, bleibt abzuwarten.