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The Rock über Lesnar, Rousey, Carano und die Gracies

The Rock (r.) und Brock Lesnar (Foto: UFC The Official Magazine)

Der Film- und Wrestlingstar Dwayne „The Rock" Johnson ist ein langjähriger UFC-Fan und mit vielen Kämpfern gut befreundet. In der aktuellen Ausgabe des offiziellen UFC-Magazins sprach er im Interview über Brock Lesnar, einen Kampf zwischen Ronda Rousey und Gina Carano und ob er selbst schon einmal daran gedacht hat, sich im MMA-Sport zu versuchen. Wir liefern euch die Zusammenfassung.

Man könnte meinen, The Rock sei 2008 über seinen Freund Brock Lesnar, ebenfalls ein Wrestling-Superstar, zum MMA-Sport gekommen. Tatsächlich ist The Rock aber ein Fan der ersten Stunde:

„Ich bin seit UFC 1 im Jahr 1993 ein Fan der UFC. Was mich aber so richtig zum MMA-Sport hingezogen hat, war mein Besuch bei UFC 60, als Matt Hughes gegen Royce Gracie kämpfte. Der MMA-Sport interessierte mich zu der Zeit, also ging ich zeitig ins Staples Center und saß in der ersten Reihe, um mir jeden einzelnen Kampf anzusehen – auch das Vorprogramm. Ich wollte so viel ich konnte aufnehmen und an diesem Abend ein Schüler dieses Sports sein. Als der Hauptkampf begann, setzten sie die Gracie-Familie neben mich. Vor allem die Energie und Präsenz von Helio Gracie war gewaltig. Ich werde nie vergessen, wie ich ihm die Hand schüttelte. Royce hat verloren, aber trotz der Niederlage waren die Anmut, der Stolz und die Haltung, die er und die Gracie-Familie an diesem Abend zeigten, inspirierend. Ich ging mit einem noch größeren Respekt für diesen Sport und all seine Kämpfer nach Hause."

Kämpferisch haben es The Rock vor allem die schweren Sportler angetan:

„Ich beobachte immer, was die Champions machen, insbesondere die im Schwergewicht und Halbschwergewicht. Cain Velasquez ist ein Tier. Sein Kämpferherz und seine Kondition schaffen es, dass ich um 3 Uhr morgens durch eine Wand rennen will, um Konditionstraining zu machen. Mein Kumpel Jon Jones ist ein sehr besonderer Kämpfer, der Kampf und Kunst wie kein anderer vor ihm verbindet. Sie sind beide unglaublich inspirierende Champions, die in der MMA-Welt den Ton angeben. Und ich wette, dass 2015 das Jahr von Anthony „Rumble" Johnson wird; ein harter Kerl. Wenn er Champion wird, werde ich behaupten, dass er ein Cousin von mir ist! (lacht)"

In diesem Jahr erscheint „Fast & Furious 7" in den Kinos, ein Hollywoodfilm, an dem neben The Rock auch Ronda Rousey mitwirkte, die dominante UFC-Titelträgerin im Bantamgewicht. Von ihr zeigt er sich besonders beeindruckt:

„Ronda ist einzigartig. Sie ist eine Championesse mit einer Weltklasse-Arbeitsmoral. Zu erreichen, was sie erreicht hat – die Entschlossenheit, Championesse zu bleiben und das mit der Entschlossenheit auszubalancieren, genauso gut auf der Leinwand zu sein – diese Art von Ziel erfordert große Hingabe. Es ist cool zu sehen, dass sie ihre Ziele erreicht und Berge versetzt."

Vor Ronda Rousey arbeitete The Rock mit einer anderen berühmten Kämpferin zusammen: Gina Carano. Es kursieren nach wie vor Gerüchte, wonach sie ihr Comeback feiern und gegen Rousey um den Titel kämpfen wird. The Rock will sich nicht festlegen, wer dieses Duell gewinnen würde:

„Kommt schon, das kann man mich nicht fragen. Das wäre, als würde man fragen: ‚Hey Rock, welche Seite deines bezaubernden Gesichts magst du lieber, die linke oder die rechte?' Das ist offensichtlich unmöglich zu beantworten. Seht ihr, was ich gemacht habe? Die Frage umgangen und gleichzeitig das Wörtchen ‚bezaubernd' eingefügt."

Als Brock Lesnar bekanntgab, vom Profi-Wrestling zum MMA-Sport zu wechseln, war es eine riesige Sensation. Noch sensationeller war es, dass er es sogar bis zum UFC-Champion schaffte, meint The Rock:

„Als Brock sich entschloss, MMA zu kämpfen, habe ich nicht extra mit ihm darüber gesprochen. Wir sind seit Jahren gute Freunde und er wusste immer, dass ich seine Entscheidung unterstützte. Das zu erreichen, was er erreicht hat und in solch einer kurzen Zeit Schwergewichtschampion der UFC zu werden, war verrückt – historisch."

Neben Brock Lesnar haben sich auch andere ehemalige Profi-Wrestler im MMA-Sport versucht, darunter Bobby Lashley und Dave Bautista. The Rock hat daran aber kein Interesse:

„Ich habe vor ein paar Jahren mal darüber nachgedacht, aber dann fiel mir ein, dass ich es nicht mag, ins Gesicht geschlagen zu werden. Spaß beiseite, ich habe unendlich viel Respekt für den MMA-Sport und die Disziplin, die erforderlich ist, um Champion zu werden. Die beste Art, wie ich diese Krieger ehren kann, ist durch meine Unterstützung."