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Teamkollege: Das ist eine Verschwörung gegen Jon Jones

Jon Jones (Foto: Zuffa LLC)

Heute wurde bekannt, dass Jon Jones einmal mehr durch einen Dopingtest gefallen ist und mit einer langen Suspendierung rechnen muss. Glaubt man Jones‘ Teamkollege Frank Lester, handelt es sich dabei aber um eine große Verschwörung gegen den womöglich besten MMA-Kämpfer der Welt.

„Ich saß beim Abendbrot neben Jon Jones, als er den Anruf wegen seines positiven Dopingtests erhalten hat“, schrieb Lester auf Facebook. „Die Geschichte lautet, dass er zwischen dem Wiegen und dem Kampfabend ein Steroid geschluckt hat. Das ergibt überhaupt keinen Sinn, da es Jones überhaupt nichts bringen würde. Es dauert Wochen, bis Steroide in deinem System eine leistungssteigernde Wirkung entfalten. Jon war gelinde gesagt am Boden zerstört. Das ist ein abgekartetes Spiel. Sie wollen das Leben dieses Jungen zerstören. Es ergibt keinen Sinn und Jones würde das nicht machen. Lasst uns schauen, was da noch alles kommt, aber ich glaube an Jones‘ Unschuld und hoffe, dass ihr ihm eine faire Chance gebt, bevor ihr hasserfüllte Urteile über ihn fällt.“

Laut TMZ hat man in Jones‘ Dopingprobe, die ihm nach dem Wiegen für UFC 214 abgenommen wurde, das Steroid Turinabol nachgewiesen. In den Monaten vor dem Kampf gegen Daniel Cormier hatte man bei Jones bereits mehrere Dopingtests durchgeführt, die allesamt negativ ausfielen. Ein Indiz dafür, dass Jones das verbotene Mittel kurz vor oder nach der Waage eingenommen hat? Nicht unbedingt.

Seit Kurzem wird nämlich ein neues Testverfahren angewendet, um Abbauprodukte von Turinabol länger nachweisen zu können. Abbaustoffe sind somit teilweise noch über zwei Monate nach der Einnahme im Blutkreislauf nachweisbar. Darüber hinaus ist unklar, ob bei den Dopingproben vor UFC 214 überhaupt auf Turinabol getestet wurde.

Es ist das zweite Mal, dass Jones einen positiven Dopingtest abgegeben hat. Bereits im letzten Jahr hatte man ihm den Konsum von zwei Östrogen-Blockern nachgewiesen, die häufig nach dem Absetzen von Steroiden eingenommen werden, um mögliche Nebenwirkungen zu minimieren und die eigene Testosteronproduktion wieder in Fahrt zu bringen. Jones wurde daraufhin für ein Jahr suspendiert. Als Wiederholungstäter muss er nun mit einer weitaus längeren Sperre rechnen.