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Tauscht die UFC Demetrious Johnson für Ben Askren zu One?

Ist das Fliegengewicht der UFC am Ende? Die Anzeichen verdichten sich. Denn nicht nur Champion Henry Cejudo hat ein Auge auf einen Superfight im Bantamgewicht geworfen, auch Sergio Pettis, ein eher normal gebautes Fliegengewicht, kämpft demnächst eine Gewichtsklasse höher. Und Rekord-Champion Demetrious Johnson? Der könnte bald bei One Championship antreten, denn ein Tauschgeschäft gegen Ben Askren macht die Runde. Ein Novum in der MMA-Welt.

So berichtet Ariel Helwani unter Berufung auf mehrere Quellen, dass die UFC ihren langjährigen Fliegengewichts-Champion aus seinem Vertrag entlassen würde, damit er bei One Championship unterschreiben und kämpfen kann. Sollte die UFC die Gewichtsklasse Fliegengewicht auflösen, wäre Johnson sowieso abgewandert. Die Bedingung für diesen Zug ist jedoch, dass gleichzeitig das ungeschlagene Weltergewicht Ben Askren bei One Championship ebenfalls die Freigabe zum Wechsel erhält. Der frühere Bellator-Champion würde dann das UFC-Weltergewicht verstärken.

Dieses Tauschgeschäft wäre ein Novum in der MMA-, jedoch nicht in der nordamerikanischen Sportwelt, wo Trades zwischen Teams an der Tagesordnung sind. Von offizieller Seite gibt es noch keine Stellungnahme dazu. Rechtlich scheint ein Tauschgeschäft möglich zu sein, in den UFC-Verträgen steht ein entsprechender Paragraph. Wie Helwani weiter berichtet, sollen sich alle Parteien in den Grundzügen bereits einig sein und der Wechsel kurz bevorstehen. Bei One Championship wäre Johnson noch mehr mit seinem Trainer Matt Hume vereint, der dort als Matchmaker fungiert.

Für Askren wäre es das Ende einer Odyssee. Der frühere Bellator-Champion kokettierte immer wieder mit der UFC, konnte sich schließlich jedoch nicht mit dem Marktführer einigen und wechselte stattdessen nach Asien zu One Championship, wo er prompt den Titel gewann und bis zu seinem Rücktritt im vergangenen Jahr vier Mal verteidigte. Der 34-Jährige ist in 18 Kämpfen ungeschlagen.

Askren forderte in der Vergangenheit immer wieder Georges St. Pierre oder, als er noch UFC-Champion war, Johny Hendricks heraus und schoss verbal gegen die UFC und Dana White. Lange Zeit hielt man die Chance auf einen UFC-Einsatz des Olympiaringers für gestorben, am Montag überraschte er die Öffentlichkeit jedoch mit einem Tweet, in welchem er die Wahrscheinlichkeit auf einen UFC-Vertrag mit 98% bezifferte.