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Stipe Miocic beschwert sich über UFC-Vertrag: „UFC hat meine Nettigkeit ausgenutzt“

Stipe Miocic (Foto: Tobias Bunnenberg)

Als UFC-Champion Stipe Miocic im vergangenen Jahr einen neuen Vertrag bei der UFC unterzeichnet hat, dachte er, er habe einen guten Deal gemacht. Nach seinem Sieg in seiner ersten Titelverteidigung gegen Alistair Overeem stellte sich aber Ernüchterung ein, als er erfuhr, dass Overeem mehr Geld als er selbst verdient hat.

So bekam Oveerem laut Sportkommission von Ohio 800.000 US-Dollar für seine Niederlage. Miocic erhielt für seinen Erstrunden-Knockout aber nur 600.000 US-Dollar.

„Das ist furchtbar“, sagte Miocic in der MMA Hour. „Die Dinge müssen sich auf jeden Fall ändern. Irgendetwas muss sich ändern. Das ist nicht wirklich fair. Ich fühle mich ehrlich gesagt etwas übers Ohr gehauen. Ich versuche die Dinge richtig zu machen und gut zu arbeiten, aber mir wurde einfach kein guter Vertrag gegeben. Das ist meine eigene Schuld, aber sie wussten ja auch, was sie taten. Sie haben meine Nettigkeit ausgenutzt.“

Miocic erklärte, er habe nach seinem Sieg gegen Overeem mit UFC-Verantwortlichen gesprochen und seinen Ärger zum Ausdruck gebracht. Eine befriedigende Antwort gab es aber nicht.

„Blablabla, sie haben nur ein paar Ausreden gesucht und gesagt, dass das ja der Vertrag ist, den ich unterzeichnet habe“, so Miocic, der bei UFC 203 vor heimischer Kulisse gekämpft hat. „Ihr macht mit mir Geld in meiner Heimatstadt und gebt dem Herausforderer, der nie einen UFC-Titel gewonnen hat, mehr Geld? Das sollte sich definitiv ändern. Dass der Herausforderer mehr Geld als ich verdient hat, ist einfach nur ein Schlag ins Gesicht.“

Wann Miocic seinen Titel wieder verteidigen wird, ist noch nicht bekannt. Die UFC plant aktuelle einen Kampf im Mai. Ob die UFC vor seinem nächsten Kampf noch einmal nachverhandeln wird, ist fraglich.

„Wir sind definitiv nicht unfair“, sagte Miocic über seine Forderungen. „Wir wollen nicht ein paar Millionen Dollar oder so verdienen, aber wir wollen, dass der Titelgewinn und die Verteidigung vor heimischer Kulisse gerecht vergütet wird. Und dass der Herausforderer mehr Geld bekommt, ist einfach unerhört. Das ist furchtbar.“