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Stephen Thompson: „Nach dieser Leistung verdiene ich einen Titelkampf!“

Stephen Thompson

Mit sechs aufeinanderfolgenden Siegen surft Stephen Thompson momentan auf der höchsten Erfolgswelle im UFC-Weltergewicht. Im Hauptkampf der 82. Fight Night konnte der „Wonderboy“ nicht nur Johny Hendricks auf beeindruckende Weise technisch K.o. schlagen (GNP1.de berichtete), er brachte sich zudem in Stellung für ein zukünftiges Duell um den Gürtel der Gewichtsklasse. Diese Belohnung seiner Leistungen forderte er im Nachgang seines Auftritts auch nachdrücklich gegenüber Medien und Funktionären.

2012 - GSP steht unangefochten an der Spitze der 77kg-Klasse, Robbie Lawler hat bei Strikeforce zwei seiner drei letzten Auftritte verloren - und ein ungeschlagener Kickboxer beendet sein UFC-Debüt mit einem Knockout, der noch Jahre später in jedem MMA-Highlightvideo zu finden sein wird.

Seit dieser Zeit haben sich die Vorzeichen im Weltergewicht drastisch verändert. Während Robbie Lawler zum Marktführer in Sachen MMA wechselte, sicherte sich Johny Hendricks den vakanten UFC-Gürtel, den er nach nur einer Verteidigung wieder abgeben musste. Bei seinem vorerst letzten Auftritt im Octagon musste er sich in Runde Eins eben jenem Kickboxer geschlagen geben, der die Organisation seit seinem Debüt 2012 dank  seines spektakulären Kampfstils im Sturm erobert hatte: Stephen „Wonderboy“ Thompson.

Damit steht der Mann aus South Carolina nun nah an der Spitze einer der dichtesten Gewichtsklassen im MMA. Die längste aktive Siegesserie aller Weltergewichte empfindet Thompson selbst als genug Rechtfertigung für einen Titelkampf: „Ich habe jetzt Johny Hendricks besiegt, die Nummer zwei der Welt. Natürlich frage ich nach einem Titelkampf. Ich weiß, dass die Liste der Herausforderer lang ist, aber nach dieser Vorstellung verdiene ich es.“

Bereits vor dem Betreten der Halle war der Taekwondo-Schwarzgurt siegessicher: „Ich war bereit für einen Fünf-Runden-Kampf. Es ist sehr schwer, ihn vorzeitig zu besiegen. Ich habe nicht erwartet, dass es so schnell geht. […] Zum Glück hatte ich ein fantastisches Trainingscamp. Mein Schlachtplan war, dass er zu mir kommt und in meine Techniken rennt, das hat funktioniert.“

Auf die Frage nach seinen Emotionen nach dem Kampf präsentierte sich Thompson euphorisch: „Ich kann nicht aufhören zu grinsen. Ich habe gerade den ehemaligen Weltmeister geschlagen, die Nummer Zwei der Welt. Ich fühle mich fantastisch und kann es kaum erwarten, meine Familie zu sehen.“

Nach einem solchen Sieg bleibt nur noch eins: Sich von UFC-Präsident Dana White einen goldenen Gürtel um die Hüften schnallen zu lassen. So sieht das auch der „Wonderboy“: „Wenn man Johny Hendricks so besiegt wie ich, kommt nur ein Titelkampf in Frage. Dort will ich hin. […] Sie sollten ihn mir jetzt geben.“