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Staatsanwalt will Jon Jones vor Geschworenengericht zitieren

Jon Jones vor dem Haftrichter am 28. April (Foto: WBNG)

Vor zwei Monaten verursachte Jon Jones, möglicherweise unter Drogeneinfluss, einen Unfall in Albuquerque, New Mexico, bei dem eine schwangere Frau verletzt wurde. Der 27-Jährige flüchtete dabei vom Unfallort, stellte sich aber wenige Tage später der Polizei und wartet seitdem auf einen Gerichtstermin (GNP1.de berichtete). Heute Nacht lief die erste Frist der Staatsanwaltschaft ab, Anklage gegen den Ex-UFC-Champion zu erheben. Das heißt aber nicht, dass Jones straffrei ausgeht.

Sechzig Tage sind seit dem 27. April vergangen, an dem Jon Jones mit seinem Mietwagen nicht nur eine schwangere Frau in Gefahr brachte, sondern die UFC dazu zwang, ihm den Titel im Halbschwergewicht wegzunehmen. Seitdem ist der Ex-Champion auf Kaution in Freiheit und wartet auf die juristischen Konsequenzen seines Handelns. Am Montag verstrich nun die erste Frist der Staatsanwaltschaft, den Fall Jones vor Gericht zu bringen.

Laut einer Entscheidung des obersten Gerichtshofes des Staates New Mexico muss die Beweisaufnahme der Staatsanwaltschaft innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen sein und der Verteidigung vorgelegt werden. Dies soll zu einer schnelleren Bearbeitung von Verhandlungen führen und die Gefängnisse entlasten, die mit Untersuchungshäftlingen überfüllt sind. Kann die Staatsanwaltschaft den Delinquenten nicht innerhalb dieser Frist einem Gericht vorführen, wird der Beklagte aus der Untersuchungshaft entlassen.

Um "Bones" vor Gericht zu bringen, fehlen der Staatsanwaltschaft allerdings immer noch zwei Beweisstücke. Zum einen der Bericht der ärztlichen Untersuchung der verletzten Vanessa Sonnenberg, der beim Unfall der Arm gebrochen wurde und zum anderen der Abschlussbericht der Polizei von Albuquerque. Ohne diese Dokumente wäre eine Klage zum Scheitern verurteilt. Sobald die beiden Beweise vorliegen, soll der Fall Jon Jones einem Geschworenengericht präsentiert werden, welches dann darüber entscheidet, ob Strafanklage gegen den 27-Jährigen erhoben wird.

Dies scheint aufgrund der Ausgangslage sehr wahrscheinlich. Anklagepunkte wären neben dem Überfahren einer roten Ampel und der anschließenden Unfallflucht auch Körperverletzung und das Führen eines Fahrzeugs unter Drogeneinfluss. Sollte Anklage gegen Jones erhoben werden, gehen Experten von einem Schuldeingeständnis oder einem außergerichtlichen Vergleich aus, um einer eventuellen Gefängnisstrafe zu entgehen.