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Sportkommission: Ausfall von Aldo „höchst unwahrscheinlich“

Jose Aldo (Foto: Mark Bergmann)

Die aufsichtshabende Sportbehörde Nevadas ist zuversichtlich, dass der Mega-Fight zwischen Jose Aldo und Conor McGregor bei UFC 189 stattfinden wird.

Der große Federgewichtstitelkampf zwischen Champion Jose Aldo und dem großmäuligen Iren Conor McGregor steht nach wie vor auf der Kippe. Zwar hatte Aldo selbst bereits angekündigt, trotz schmerzender Rippe kämpfen zu wollen, die aufsichtshabende Sportkommission Nevadas (NAC) hat aber das letzte Wort und kann ihm immer noch einen Strich durch die Rechnung machen. Deren Vorsitzende äußerten sich nun jedoch optimistisch.

„Aktuell sieht es anhand der Korrespondenz zwischen (NAC-Arzt) Dr. Trainor und (UFC-Arzt) Dr. Davidson so aus, als leide Aldo an einer Rippenprellung sowie einer Knorpelverletzung“, so NAC-Direktor Bob Bennet. „Dr. Trainor wartet momentan auf die entsprechende Arztakte. Es ist zur Zeit höchst unwahrscheinlich, dass Aldo nicht antreten kann. Dr. Trainor hat mir erklärt, dass diese Art von Verletzung (Rippenprellung) nicht ungewöhnlich ist und sich in der Regel innerhalb weniger Tage eine Besserung einstellt.“

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Aldo sich während einer Sparringseinheit die Rippe verletzt hatte. Erste Berichte, die Rippe sei gebrochen und der Kampf in Gefahr, wurden später revidiert. Ein von der UFC beauftragter Arzt hatte lediglich eine Rippenprellung und Knorpelverletzung festgestellt. Aldos Ärzte in Brasilien bestehen allerdings nach wie vor auf einem Rippenbruch. Entscheiden wird nach Durchsicht der ärztlichen Dokumente nun die Sportkommission.

„Dr. Tainor steht bereits in Kontakt mit der UFC, um sicherzustellen, dass die Verletzung Aldo nicht vom Kämpfen abhalten wird“, so Bennet weiter. „Wir arbeiten bereits daran. Die gesamte letzte Woche über haben wir unzählige Diskussionen zu diesem Thema geführt und versucht, die ärztlichen Dokumente zu bekommen, um uns ein genaues Bild zu machen. Sobald wir Aldos Akte nun eingesehen haben, haben wir eine definitive Antwort parat.“

Selbst wenn sich nach Durchsicht der ärztlichen Dokumente Aldos herausstellen sollte, dass dessen Rippe tatsächlich gebrochen ist, würde dies nicht automatisch bedeuten, dass er von der Behörde keine Freigabe erhält, so der Kommissionsvorsitzende Francisco Aguilar.

„Darüber müsste ich mit den Ärzten sprechen, um herauszufinden, inwiefern das den Kampf beeinflussen würde“, so Aguilar. „Als Laie würde ich meinen, dass einen Rippenverletzung einen Kämpfer in erheblichem Maße einschränkt. Ich würde jedoch zuerst die Expertenmeinung eines Arztes einholen, bevor ich ihm die ärztliche Freigabe verwehre.“

Aldo soll seinen UFC-Titel am 11. Juli im Hauptkampf von UFC 189 gegen Conor McGregor verteidigen. Sollte er wider erwarten nicht antreten können, wird er von Chad Mendes ersetzt, der sich als Ersatzmann bereit hält und dafür auch volle Vergütung von der UFC erhalten wird - egal, ob er kämpft oder nicht.