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Sobotta: Gegner war nicht verletzt, hat sich in die Hosen gemacht

Peter Sobotta (Foto: Dorian Szücs)

Am Samstag konnte Peter Sobotta in Berlin seinen zweiten UFC-Sieg in Folge einfahren. Dominant besiegte er Steven Kennedy nach knapp drei Minuten mit einem Würger. Der Australier war nur zwei Wochen zuvor für BJJ-Weltmeister Sergio Moraes eingesprungen, der sich verletzt hatte. Stimmt nicht, sagt Sobotta – und wirft dem Brasilianer vor, er hätte gekniffen.

Seit Peter Sobottas zweitem Anlauf in der UFC läuft es für ihn. Nachdem er zwischen 2009 und 2010 drei Niederlagen in Folge kassiert hatte, stehen nun zwei Siege in Folge in der Bilanz. Im vergangenen Jahr besiegte er bei UFC Berlin den Polen Pawel Pawlak nach Punkten, am Samstag stoppte er an gleicher Stelle den Australier Steven Kennedy mit einem Rear-Naked Choke.

„Ich fühle mich natürlich sehr gut, hatte ein tolles Publikum hinter mir, polnische und deutsche Fans“, so Sobotta anschließend auf der Pressekonferenz, auf Nachfrage von GNP1.de. „Ich bin sehr glücklich.“

Sobotta ließ dem 32-jährigen Kennedy keine Chance, dominierte ihn drei Minuten lang im Standup und am Boden. Der Balinger Grappling-Spezialist war schlicht zu viel für den mutigen Ersatzmann. Kennedy war nur zwei Wochen vor UFC Berlin für den verletzten BJJ-Champion Sergio Moraes eingesprungen, auf den Sobotta eigentlich treffen sollte. Dass Kennedy nicht ganz auf seinem Niveau war, sagt Sobotta selbst – freut sich nach einjähriger verletzungsbedingter Pause aber dennoch über den Sieg.

 „Auf jeden Fall, ich bin froh, dass ich den Sieg geholt habe. Das war nicht irgendein Fallobst, das war auf jeden Fall ein tougher Typ. Sonst wäre der auch nicht nach Deutschland gekommen, mit zwei Wochen (Vorbereitung)“, so Sobotta. „Aber ich gebe dir recht, ich habe auch von Anfang an gesagt, der Typ ist nicht auf meinem Level. Für mich war es wichtig, einen schnellen und dominanten Sieg zu bekommen. Aber ich habe ja auch ein Jahr nicht gekämpft, das war für mich gut, um wieder zurück zu kommen. Der nächste Gegner kann dann ruhig ein starker sein.“

Einen Kampf will Sobotta in diesem Jahr noch bestreiten, am besten in Europa, notfalls aber auch in Brasilien oder den USA. Jetzt stehen erst mal ein paar Wochen Koh Samui an, Urlaub und Training. Danach will er sofort wieder in den Käfig steigen. Am liebsten natürlich gegen Moraes, mit dem er nach dem geplatzten Fight in Berlin noch eine Rechnung offen hat.

„Den Kampf haben wir schon probiert, zweimal auf die Beine zu stellen. Hat nicht geklappt", so Sobotta. Ursprünglich wurde das Duell für UFC Krakow im April angesetzt, damals sagte Sobotta jedoch wegen einer Knöchelverletzung ab. In Berlin sollte der Kampf nun nachgeholt werden, dieses Mal war es jedoch Moraes, der sich verletzt hatte. So zumindest die offizielle Version. Sobotta ist skeptisch:

Meine Quellen sagen mir, dass er eigentlich gar nicht verletzt war, sondern einfach nur keinen Bock hatte auf den Kampf oder was auch immer, nicht hungrig genug oder keine Ahnung", so Sobotta. Vielleicht hat er sich auch einfach nur in die Hosen gemacht, weiß ich nicht. Ich hoffe aber, dass er mal sein Zeug zusammenbekommt und sich traut, sich mit mir in den Ring zu stellen. Ich meine, er sagt er ist verletzt und heute postet er Bilder wie er trainiert – das passt irgendwie nicht ganz zusammen. Find’ ich schade, aber wir können den Kampf ja noch nachholen.“

Vorher galt es für den deutschen Weltergewichtler jedoch erst einmal, seinen Sieg vom Samstag gebührend zu feiern – in einem Berliner Club, mit seinem Team, Freunden und Familie, die mit zwei großen Bussen aus Balingen in die Hauptstadt gereist waren.

„Ich will das Interview schnell zu Ende bringe, damit ich endlich feiern kann. Nach zehn Wochen hartem Training habe ich mir ein Bierchen jetzt verdient.“

Das gesamte Interview mit Peter Sobotta: