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Soa Palelei darf keine kranken Kinder besuchen

Soa Palelei (Foto: ZUFFA LLC)

Am 14. November findet UFC 193 im australischen Melbourne statt. Die Stadion-Show schickt sich an, mit Ronda Rousey im Hauptkampf den bisherigen Besucherrekord der UFC zu sprengen. An anderer Stelle sieht es in Australien mit der Popularität von MMA noch ganz anders aus, wie Soa Palelei feststellen musste. Dem UFC-Schwergewicht wurde jüngst untersagt, kranke Kinder im Princess-Margaret-Krankenhaus in Western Australia zu besuchen.

"Ich wurde angerufen und dann wurde mir mitgeteilt, dass es mir nicht erlaubt sei, die Kinder zu besuchen. Ich war total vor den Kopf gestoßen,” so Palelei auf Nachfrage des australischen Radio-Senders 6PR. „Ich will mich 24 Stunden schleifen lassen, meinen Körper für euch schinden, Geld für euch sammeln, aber darf dann die Kinder nicht sehen? Das ist einfach enttäuschend.”

Was war passiert? Gemeinsam mit Matt Fuller, einem früheren australischen Rugby-Spieler aus dem Bundesstaat Western Australia wollte Soa Palelei einen 24-stündigen Spendenmarathon zu Gunsten des Princess-Margaret-Krankenhauses durchführen. Der Clou dabei: Palelei und Fuller sollten die 24 Stunden auf einem Oberkörper-Ergometer verbringen und währenddessen Spenden sammeln. Um diesen Marathon zu bewerben, wollten die beiden Sportler zuvor ein paar Pressefotos mit den Kindern des Krankenhauses machen. So der Plan zumindest, denn das Krankenhaus macht Palelei nun einen Strich durch die Rechnung und untersagt seinen Besuch.

Grundlage der Absage ist, dass in Western Australia MMA-Kämpfe in einem Käfig verboten sind. MMA als solches ist erlaubt, aber Käfige als Austragungsort der Kämpfe nicht. Die Sprecherin des Krankenhauses, die Paleleis Teilnahme strich, begründete ihre Entscheidung damit, dass es aufgrund des Käfig-Verbots des Bundesstaates unangebracht sei, einen Repräsentanten des Sports den Besuch zu erlauben. Das Krankenhaus habe eine „Fürsorgepflicht gegenüber den Patienten, ihren Familien und dem Personal.”

Diese würde durch den Besuch eines MMA-Kämpfers nicht ordentlich ausgeübt. Palelei, dessen Sohn an Epilepsie erkrankt ist, ist einer der beliebtesten MMA-Kämpfer des Landes und stand zuletzt bei UFC 190 im Käfig, wo er Antonio Silva unterlag. Beim 38-Jährigen regiert seit der Absage Unverständnis:

„Ich spiele in vier Filmen mit, die demnächst veröffentlicht werden und ich bin ein Botschafter der Make-A-Wish-Stiftung. Ich habe schon vier Kindern ihre Wünsche erfüllt, bin einer ihrer Hauptbotschafter, genau wie Dwayne "The Rock" Johnson. Ich war total überrascht, aber da kann man wohl nichts machen. Ich verstehe einfach nicht, warum es bei meinem Sport anders ist, als bei Danny Green [ein australischer Boxer, Anm. d. Red.].”