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So könnt ihr UFC Singapur am Samstag mitverfolgen

Wachwechsel? Donald Cerrone will in Singapur Leon Edwards' Aufstieg stoppen (Foto: UFC).

Zum dritten Mal ist die UFC an diesem Wochenende in Singapur zu Gast, und mit „Cowboy“ und „Rocky“ im Hauptkampf dürfte uns am Samstagmittag solide Action aus Südostasien bevorstehen. Auch vor dem Duell zwischen Donald Cerrone und Leon Edwards wartet das Programm aber mit einigen Leckerbissen auf, unter anderem trifft Ovince Saint Preux auf Tyson Pedro.

Nach Auslaufen des Vertrags der UFC mit ranFighting wird UFC Singapur gänzlich vom UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Vorprogramm zeigt die UFC in Deutschland außerdem auch auf ihrer Facebook-Seite.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm (Facebook/UFC Fight Pass): Samstag, 23. Juni, 10:30 Uhr
Hauptprogramm (UFC Fight Pass): Samstag, 23. Juni, 14 Uhr

Hauptkampf: Donald Cerrone vs. Leon Edwards

Ob das ein ungutes Vorzeichen für Donald „Cowboy“ Cerrone (33-10-0(1)) ist? Vor seinem Kampf gegen Darren Till, in dem Cerrone vergangenen Oktober mit fliegenden Fahnen unterging, ließ der Veteran verlauten, der junge Nachwuchs-Star könne ihm nichts zeigen, was er nicht schon gesehen habe. Jetzt, vor seinem Kampf gegen den aufstrebenden Leon „Rocky“ Edwards (15-3), ließ der Fan-Favorit Ähnliches hören.

Und tatsächlich ist das Weltergewichts-Duell, das die Rückkehr der UFC nach Singapur anführt, ein gefährlicher Kampf für Cerrone. War der gelernte Thaiboxer vor eineinhalb Jahren noch fast an der Spitze der 77-Kilo-Klasse zu finden, lief es seitdem nicht gut für ihn. Niederlagen gegen Jorge Masvidal, Robbie Lawler und Till ließen manchen schon sein nahes Karriereende prophezeien, bevor Cerrone Anfang des Jahres mit einem Knockout gegen Yancy Medeiros zurück in die Spur fand.

Trotzdem braucht er auch jetzt gegen Edwards einen Sieg, wenn er weiter zur Elite gehören will. Und das ist keine leichte Aufgabe. Der Brite mag noch recht unbekannt sein, hat aber klammheimlich eine sehr solide Bilanz in der UFC aufgebaut. Schon bevor er im März bei UFC London Deutschlands Peter Sobotta bezwingen konnte, hatte der 26-Jährige vier Kämpfe in Folge gewonnen – und das gegen Namen wie Albert Tumenov, Vicente Luque und Bryan Barberena.

Ein Sieg gegen Cerrone soll den Thaiboxer aus Birmingham nun endgültig als Top-Kämpfer etablieren. Trotz dessen zuletzt nicht allzu erfolgreichen Laufs aber darf man den „Cowboy“ nicht unterschätzen. Für ihn gehört es zu seinem Lebensstil, sich abzustauben und wieder aufs Pferd zu setzen, wenn er mal gefallen ist. So jemand ist immer gefährlich.   

Co-Hauptkampf: Ovince Saint Preux vs. Tyson Pedro

Auch der zweite Hauptkampf verspricht Action. Im Halbschwergewicht sind Ovince „OSP“ Saint Preux (22-11) und Tyson „Kangaroo Paws“ Pedro (7-1) aufeinander angesetzt worden – ein ewiges Talent auf der Schwelle zum Veteranenstatus und ein Newcomer, der mit einem Sieg gegen ein bekanntes Gesicht in Richtung Spitze vordringen will.

Saint Preux zeigte bereits bei Strikeforce sein Potential und konnte auch in der UFC immer wieder imposante Leistungen abrufen. Hin und wieder bremsten in den 16 Kämpfen seit seinem Octagon-Debüt aber Aussetzer seinen Aufstieg, beispielsweise gegen Jimi Manuwa oder Ilir Latifi, gegen die er nicht sehr gut aussah. Den mit gebrochenem Arm nach Punkten verlorenen Interims-Titelkampf gegen Jon Jones im April 2016 dagegen kann man eher als tapfere Demonstration von großem Kämpferherz verbuchen.

Nun aber soll es für den gleichermaßen aggressiv wie unorthodox kämpfenden 35-Jährigen noch einmal an der Zeit sein, endgültig ganz nach vorne zu dreschen. Dazu muss „OSP“ – der mit drei auf diese Weise beendeten Kämpfen den Rekord für die meisten Von Flue Chokes in der UFC hält – an Tyson Pedro vorbei. Der Australier ist erst seit Ende 2016 Teil der UFC, machte sich aber innerhalb kurzer Zeit mit vorzeitigen Siegen gegen Khalil Rountree, Paul Craig und Saparbek Safarov einen Namen. Seine erste große Chance gegen ein bekanntes Gesicht vergab er mit einer Niederlage gegen Ilir Latifi im September, jetzt bekommt er gegen „OSP“ erneut eben jene Chance.

Beide haben an diesem Wochenende die Möglichkeit, ihre Position im Co-Hauptkampf mit einem möglichst überzeugenden Sieg in Popularität umzumünzen. Während der bereits etablierte Saint Preux sich mit seinem vierten Sieg Sieg in fünf Kämpfen wieder für die erweiterte Spitze qualifizieren kann, braucht der gerade in Europa und Amerika noch weniger bekannte Pedro einen Sieg gegen einen Namen wie „OSP“, um sich für die zweite Jahreshälfte die ganz großen Kämpfe sichern zu können.

Die restlichen Kämpfe von UFC Singapur

Auf dem Vorprogramm der UFC Fight Night 132 versteckt sich eine Handvoll vielversprechender Talente, so will Shinsho „Animal“ Anzai (10-2) im vierten UFC-Kampf gegen Jake „The Celtic Kid“ Matthews (13-3) beweisen, dass er sich große Ambitionen leisten kann. Matthews ist noch immer erst 23 Jahre alt, kann aber schon auf vier Jahre und neun Kämpfe in der UFC zurückblicken, in denen er bereits Höhen und Tiefen mitgemacht hat.

Dabei hat der angehende Veteran immer wieder großes Potential aufblitzen lassen, hat sich längere Siegesserien aber mit schlecht getimten Niederlagen verbaut. Anzai dagegen kann mit drei Siegen aus vier Kämpfen eine solide UFC-Bilanz vorweisen, kämpft aber zu selten, um größere Wellen zu schlagen. Nach seinem Debüt im August 2014 kämpfte er jeweils einmal in 2015 und 2016 und zuletzt im September 2017. Ein Sieg gegen jemanden wie Matthews wäre ein guter Start für einen Lauf, der etwas enger getaktet ist als bisher. 

Im Federgewicht will Teruto „Yashabo“ Ishihara (10-5-2) zeigen, dass mit ihm noch immer zu rechnen ist. Der Japaner machte seit seinem Debüt 2015 mit Knockouts und markigen Sprüchen auf sich aufmerksam, wirkte zuletzt aber ungewohnt zahm und verlor drei von vier Kämpfen.

Gegen Petr „No Mercy“ Yan (8-1) muss Ishihara nun wieder den Abzug betätigen. Das dürfte nicht so leicht werden, denn der 25-jährige Yan wird mit jeder Menge Motivation in seinen ersten UFC-Kampf gehen. Der Russe mit chinesischen Wurzeln hat bisher ausschließlich in Russland gekämpft, meist für ACB, und sich dort für seine einzige Niederlage revanchieren können.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 131: Cowboy vs. Edwards
Samstag, 23. Juni 2018
Singapore Indoor Stadium in Kallang, Singapur


Hauptprogramm (UFC Fight Pass)
Donald Cerrone vs. Leon Edwards
Ovince Saint Preux vs. Tyson Pedro
Jessica-Rose Clark vs. Jessica Eye
Li Jingliang vs. Daichi Abe

Vorprogramm (Facebook/UFC Fight Pass)
Teuro Ishihara vs. Petr Yan
Felipe Arantes vs. Song Yadong
Rolando Dy vs. Shane Young
Song Kenan vs. Hector Aldana
Shinsho Anzai vs. Jake Matthews
Yan Xiaonan vs. Viviane Pereira
Matt Schnell vs. Naoki Inoue
Ji Yeon Kim vs. Melinda Fabian
Jenel Lausa vs. Ulka Sasaki