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Siyar Bahadurzada hat bei UFC Rotterdam das Adrenalin wiedergefunden, will Kampf gegen Matt Brown

Voll zufrieden: Siyar Bahadurzada ist zurück (Foto: Florian Sädler).

18 Monate lang hatten Verletzungen Siyar Bahadurzada aus dem Octagon ferngehalten, das Comeback kam dafür mit einem Knall: Bei UFC Rotterdam am Samstag feierte „The Great“ einen Knockout vor heimischer Kulisse, der ihn zurück auf das Radar der MMA-Welt brachte.

„Ich bin zurück, um anzugreifen und meinen Traum zu erfüllen und bis 2019 Champion zu sein“, so Bahadurzada auf der Pressekonferenz nach der UFC Fight Night 115.

„Es hat sich großartig angefühlt, weil ich in den letzten vier Jahren nur zwei Mal gekämpft habe“, so Bahadurzada über seinen technischen Knockout gegen Rob Wilkinson, seinen zweiten Sieg in Folge nach einem Arm Triangle Choke gegen Brandon Thatch im März 2016.

Vor diesem Sieg gegen Thatch hatte der gebürtige Afghane bereits über zwei Jahre außerhalb des Käfigs verbracht. Generell war UFC Rotterdam die Bühne Bahadurzadas erst fünften UFC-Kampf seit seinem Octagon-Debüt im April 2012.

Ring-Rost war trotzdem kein Problem für den Wahl-Holländer, der den die erste Runde über recht ausgeglichenen Kampf spätestens im zweiten Durchgang in die Hand nahm und kurz darauf mit einer Serie harter Treffer beendete.

„Das ist etwas für Leute, die Ausreden suchen“, so Bahadurzada über Ring-Rost. „Aber in der ersten Runde, sobald du den Rhythmus deines Gegners herausgefunden hast, passt du deine Strategie an. Ich ändere meine Strategie minütlich, wenn ich es muss.“

Der kühle Kopf in der Hitze des Gefechts ist das Ergebnis seiner Kindheit in den Kriegswirren Afghanistans, so Bahadurzada. Wenn sie als Kinder in umkämpften Straßen gespielt hätten, habe das Geräusch fliegender Kugeln einen Thrill verursacht, den er wiederfinden musste, als er mit 15 Jahren nach Europa ging. Am Samstag bot sich diese Möglichkeit für „The Great“.

„Ich bin gerade voll mit Adrenalin“, so Bahadurzada, der hofft, das seine aktuelle körperliche Verfassung von nun an die neue Norm sein wird. „Ich weiß nicht, ob irgendetwas mit mir falsch ist. Ich wache morgens auf und ich fühle mich bestens. Ich glaube, es geht mir gut. Mein nächster Kampf wird bald sein, denke ich.“

Und gegen wen würde sich „The Great“ selbst gerne sehen?

„Ich glaube, Matt Brown wäre ein guter Kampf“, so Bahadurzada. „Der Unsterbliche“ hat zwar bereits einen Kampf gegen Diego Sanchez im November anstehen, trotzdem will Bahadurzada dessen Spitznamen auf den Prüfstand stellen: „Er sagt, er sei unsterblich, aber ich werde zeigen, dass er tatsächlich sehr sterblich ist.“

Für Rotterdam hatte Bahadurzada einen Knockout in acht Minuten vorhergesagt – genau das, was im Octagon in Holland letztlich passiert ist. Geht es also von nun an in diesem Stil weiter?

„Knockouts liegen mir im Blut. Ich werde nicht sagen, dass jeder Kampf von nun an ein Knockout sein wird, aber ich werde es definitiv versuchen. Ich bin nicht zufrieden mit einem Sieg an sich, sogar, wenn es eine Submission ist. Ich bin nicht zufrieden, wenn ich nicht den Kill suche.“