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Roy Nelson tritt Ringrichter John McCarthy nach K.o.-Sieg

Roy Nelson (Foto: Zuffa LLC)

Wenn Roy Nelson gewinnt, dann meist klar durch Knock-out. So auch in der Nacht zum Sonntag bei UFC Fight Night 95 in Brasilien gegen Antonio „Bigfoot“ Silva. Nach dem Kampfabbruch durch Ringrichter „Big“ John McCarthy wollte er sich  aber nicht so recht freuen. Viel mehr zeigte sich Nelson wütend und ließ sich zu einem Tritt und einem Mittelfinger gegen McCarthy hinreißen.

„Ich entschuldige mich bei Big John, aber ich würde es noch einmal tun“, so Nelson auf der Pressekonferenz nach der Veranstaltung. „Es tat mir einfach nur weh, einen Mann weiter zu schlagen, obwohl das gar nicht mehr nötig war.“

Nelson konnte in der zweiten Runde einen harten Uppercut ins Ziel bringen, der Silva zu Boden stürzen ließ. „Big Country“ ging mit Ground and Pound hinterher, Silva verteidigte sich aber nicht mehr. Deshalb hörte Nelson auf zu schlagen, woraufhin der Ringrichter den Kampf leicht verzögert für beendet erklärte.

„Mann, ich weiß was ein Knock-out ist“, sagte Nelson. „Ich knocke Leute aus, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich wollte Bigfoot einfach nicht mehr Schaden zufügen als nötig. Als ich Bigfoot getroffen habe, wusste ich bereits nach dem ersten Schlag, dass er K.o. war. Dann habe ich den nächsten Schlag gelandet. In meinem Kopf lief das alles in Zeitlupe ab, als hätte ich eine Konversation mit John. 'Hey, wie ist das Wetter?'. So hat sich das angefühlt. Ich bin mit Bigfoot befreundet. Ich will ihn nicht unnötig vor den Kopf hauen.“

Ob Roy Nelson für den Angriff auf den Ringrichter bestraft wird, ist noch nicht bekannt. In der Vergangenheit wurden ähnliche Aktionen oft hart bestraft. Vor zwei Jahren hatte sich Jason High zu einem Schubser gegen den Ringrichter hinreißen lassen. Er wurde suspendiert und von der UFC entlassen.