UFC News

Rose Namajunas vor längerer Pause: Ich will gerade mit meinem Leben etwas Anderes machen.

Rose Namajunas (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Haben wir Rose Namajunas vorerst zum letzten Mal im Käfig gesehen? Die 27-Jährige, die am Samstag bei UFC 237 ihren Titel an Jessica Andrade verlor, scheint vor einer längeren Pause zu stehen. Das ließ sie auf der Pressekonferenz durchblicken.

„Ich habe schon gehört, dass man von einem Rückkampf spricht“, sagte Namajunas auf der Pressekonferenz nach UFC 237. „Ich habe ihr definitiv den Hintern versohlt, da gibt es keinen Zweifel. Ich bin mir gerade einfach nicht sicher, ob ich Interesse daran habe. Ich weiß, dass ich sie schlagen kann, aber ich weiß nicht. Ich will gerade mit meinem Leben einfach etwas Anderes machen.“

Auf die Frage, ob sie damit schon ein Karriereende ankündigen würde, wich Namajunas hingegen aus.

„Ich weiß es nicht. Wir werden sehen. Ich werde jetzt noch keine Entscheidung treffen, ich weiß es nicht. Es ist einfach hart, Spaß an dieser Sache zu haben. Es ist so viel Druck. Ich habe so viel Druck gespürt, wieder reinzugehen. Ich hatte im Kampf davor sehr viel emotionalen Ballast und musste viele Sachen gleichzeitig jonglieren. Ich bin immer noch glücklich, dass ich hergekommen und mich der Herausforderung von Andrade gestellt habe. Sie ist eine Maschine.“

Für Namajunas war bereits der Kampf in Brasilien gegen Andrade eine Überwindung, der sie sich erst stellen musste. Die Titelträgerin hatte zuvor über ein Jahr ausgesetzt und musste dabei die Ereignisse rund um Conor McGregors Bus-Attacke vor UFC 223 im April vergangenen Jahres verarbeiten, zog sich teilweise in die Isolation zurück. Diese Ereignisse haben Spuren hinterlassen.

„Es war mir wichtig und immer eine Motivation, dass ich mein Potential nicht verschwende. Vielleicht hätte ich immer sagen sollen, dass ich einfach mein Potential ausreizen will, nicht nur nicht verschwenden. Nach den Sternen greifen und nicht nur negativ rangehen. Ich werde mich zurückziehen und mit ein wenig Zeit herausfinden, wo ich mental Mist gebaut habe. Ich habe schon eine Ahnung, wo ein paar Fehler lagen.“

Die Ex-Championesse gab zu, dass sie in der zweiten Runde etwas unvorsichtig wurde, doch blickt sie wie bei ihren Niederlagen zuvor in die Zukunft und hofft, aus diesem Rückschlag die richtigen Schlüsse zu ziehen.

„Ich würde nicht zurückgehen und irgendwas verändern. Das Ego in mir sagt natürlich, dass dies und jenes dumm war, dass ich schlechte Entscheidungen getroffen habe. Aber genau wie nach den Niederlagen gegen Carla und Karolina und auch davor. Es geht bei allen Siegen und Niederlagen darum, was man danach tut. Das ist das Wichtige.“

Ob diese daraus zu weiteren Auftritten im Octagon führen, wird wohl nur die Zeit zeigen.