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Ronda Rousey: „Ich bin dagegen, dass auf Marihuana getestet wird. Das ist nur Politik!”

Ronda Rousey (Foto: ZUFFA LLC)

Als Nick Diaz am Montag von der Nevada State Athletic Commission die saftige Strafe von fünf Jahren für seinen erneuten positiven Test aufgebrummt bekam (GNP1.de berichtete), war der Aufschrei groß. Journalisten, Kämpfer und vor allem Fans liefen Sturm gegen die ihrer Meinung nach überzogene Sperre für den einstigen Strikeforce-Champion. Nun hat sich auch Ronda Rousey solidarisch zu Wort gemeldet.

Ronda Rousey befindet sich derzeit in Australien, um ihre kommende Titelverteidigung gegen Holly Holm am 14. November zu bewerben. Am Mittwoch fand hierzu eine Pressekonferenz in Melbourne statt, in dessen Verlauf das Gespräch auch auf die Entwicklung im Fall Diaz kam. Der Championesse fehlt dabei jegliches Verständnis für die Entscheidung der Kommission:

„Entschuldigung, aber es ist einfach falsch, wegen Marihuana für fünf Jahre gesperrt zu werden. Ich bin dagegen, dass überhaupt auf Marihuana getestet wird. Es ist keine leistungssteigernde Substanz. Und das hat auch nichts mit dem Wettkampf zu tun, da geht es nur um Politik!”

Die einstige Olympionikin sieht sich selbst als gute Freundin der Diaz-Brüder, daher überrascht ihre Solidarität nicht. Allerdings rennt Rousey mit ihrer Kritik offene Türen ein, wo die MMA-Gemeinde den Organisationen und Kommissionen sowieso schon eine große Diskrepanz im Umgang mit verbotenen Mitteln ankreidet.

„Wenn jemand positiv auf Steroide getestet wird, kann er damit einem anderen schaden. Der bekommt einen Klaps auf die Hand. Auf der anderen Seite bekommt jemand eine fünfjährige Sperre, weil er eine Pflanze raucht, die ihn glücklich macht. Es ist nicht fair! Es ist absolut nicht fair! Ich bin der Meinung, wir sollten Nick Diaz befreien!”

Nick Diaz wurde am Montag nach seinem positiven Test nach UFC 183 im Januar mit einer fünfjährigen Sperre und einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 165.000 Dollar belegt, einem Drittel seiner Kampfbörse. Sein damaliger Gegner Anderson Silva, der nach dem Kampf ebenfalls positiv getestet wurde (GNP1.de berichtete), bekam für sein Vergehen nur eine Sperre von einem Jahr, obwohl ihm ein anaboles Steroid nachgewiesen werden konnte.