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Rich Franklin verkündet Karriereende

Lange war es still geworden um Rich Franklin. Der 39-Jährige, der seit Monaten bei der asiatischen Organisation One Champion als Vizepräsident angestellt ist, stand seit November 2012 nicht mehr im Octagon. Einen letzten Kampf um seinen UFC-Vertrag zu erfüllen, stellte "Ace" jedoch immer wieder in Aussicht. Dazu kommt es jedoch nicht mehr. Franklin kündigte gestern das Ende seiner aktiven Karriere an.

Auf der Internetseite theplayerstribune.com gab Rich Franklin in einem längeren Beitrag seinen Rücktritt vom MMA bekannt:

„Ich habe letztens noch scherzhaft meiner Mutter vorgegaukelt, dass ich in Verhandlungen über einen Abschiedskampf stehe. Am nächsten Tag fand ich heraus, dass sie deswegen eine schlaflose Nacht hatte. Sie meinte, wir hätten unsere Schlachten geschlagen und unsere Pflicht getan. [...] Sie hat recht. Ich muss akzeptieren, dass ich nicht mehr 25 bin. Mein Körper ist langsamer geworden, und auch wenn es nur minimal ist, so entscheiden diese Nuancen auf höchstem Level über Sieg oder Niederlage.”

Rich Franklin gab im April 2003 sein UFC-Debüt gegen den späteren Mittelgewichtschampion Evan Tanner, den er in der ersten Runde technisch K.o. schlug. Im Anschluss pendelte Franklin immer wieder zwischen der UFC und anderen Organisationen hin und her und musste an Silvester 2003 gegen Lyoto Machida die erste Niederlage seiner Karriere hinnehmen, bevor er ab 2005 exklusiv bei der UFC kämpfte.

Im Juni desselben Jahres setzte er sich zum zweiten Mal vorzeitig gegen Tanner durch und krönte sich zum Mittelgewichtschampion der UFC. Diesen Titel konnte "Ace" zweimal verteidigen, bevor er gegen Anderson Silva die erste UFC-Niederlage einstecken musste, der später im Rückkampf eine zweite gegen Silva und vier weitere folgen sollten. Im Anschluss an den zweiten Titelkampf gegen Silva sollte Franklin keine weiteren Titelchancen mehr haben.

Stattdessen wurde Franklin aufgrund seines Charismas immer wieder als Botschafter der UFC und des MMA eingesetzt und stand fünf Mal im Hauptkampf einer internationalen UFC-Veranstaltung, so auch beim UFC-Debüt in Köln gegen Wanderlei Silva im Juni 2009. In seinen letzten Kämpfen erreichte Franklin zwar nur eine ausgeglichene Bilanz von vier Siegen bei vier Niederlagen, stand dabei aber in Dan Henderson, Wanderlei Silva (zwei Mal), Chuck Liddell, Vitor Belfort, Forrest Griffin immer nur absoluten Superstars gegenüber.

Mit der Niederlage gegen Cung Le endete im November 2012 die MMA-Karriere von Rich Franklin im Ring. Seit gestern ist auch eine Rückkehr ausgeschlossen. Rich Franklin, dem laut Vertrag noch ein Abschiedskampf zusteht, wird sich nun weiter seinen Aufgaben als Vizepräsident von One Championship kümmern und versuchen, MMA in Südostasien nach vorne zu bringen.