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„Rampage” bei Rizin? UFC gibt im Rechtsstreit nach

Quinton Jackson (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Als die UFC Anfang des Jahres bekannt gab, Quinton „Rampage” Jackson aus seinem Bellator-Vertrag verpflichtet zu haben, war die Freude groß. Monate später ist diese mittlerweile Ernüchterung gewichen, denn anstatt im Käfig zu kämpfen, führen Jackson und die UFC einen juristischen Papierkrieg gegen den alten Arbeitgeber Viacom, Bellators Mutterkonzern. So heftig, dass der 37-Jährige in den vergangenen Tagen sogar Rücktrittsgedanken äußerte. Diese scheinen jetzt allerdings nicht mehr nötig zu sein. Allem Anschein nach gibt die UFC nach, sodass Jackson seinen Viacom-Vertrag erfüllen kann. Für „Rampage” Glück, denn so könnte er Ende des Jahres vielleicht in Japan kämpfen.

Im April kehrte Quinton Jackson (36-11) nach zwei Jahren bei Bellator zur UFC zurück und bezwang Fabio Maldonado in Montreal im Rahmen von UFC 186. Nur die wenigsten hätten gedacht, dass es nur bei einem Kampf bleiben könnte. Jackson, der zuvor von seinen vertraglichen Klauseln Gebrauch gemacht hatte und Bellator bzw. Viacom trotz Restlaufzeit im Vertrag verließ, fühlte sich juristisch abgesichert. Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte. Bereits das Duell mit Maldonado wollte Viacom per einstweiliger Verfügung verhindern, die Richter gaben Jackson und der UFC recht.

Seitdem konnte der einstige UFC-Champion jedoch nicht mehr sein kämpferisches Können zum besten geben, sondern befindet sich als Spielball zwischen der UFC auf der einen und Bellator/Viacom auf der anderen Seite. Streitpunkt bleibt die Restlaufzeit seines Bellator-Vertrages. Nun sieht es wohl so aus, als ob die UFC nachgibt. Quinton Jackson könnte bald also wieder kämpfen.

Jeder weiß, dass ich momentan ein großes Gerichtsverfahren am Laufen habe,” so Jackson. „Ich habe bei Bellator unterschrieben, aber dann ist ziemlich viel Mist passiert und ich ging zurück zur UFC. Ich habe mit Onkel Dana White und Onkel Lorenzo Fertitta gesprochen und die haben mir versichert, dass sie mich die Angelegenheiten mit Bellator regeln lassen und mich nicht vor Gericht bringen. Die UFC hat damit verhindert, dass ich meine Karriere beenden muss.”

Ein Ziel hat der 37-Jährige bereits vor Augen: Japan. Dort kämpfte Jackson bereits von 2001 bis 2006 für Pride FC und feierte nicht nur große Erfolge gegen Chuck Liddell, Murilo Rua oder Ricardo Arona, sondern wurde überdies zu einem der Publikumslieblinge. Nun, mit Nobuyuki Sakakibara an der Spitze der neuen Organisation Rizin Fighting Federation (GNP1.de berichtete), könnte Jackson aufgrund der Kooperation zwischen Viacom, Bellator und Rizin seinen Vertrag in Japan erfüllen.

„Ich sollte lieber schnell in Form kommen, denn ich hoffe, an Weihnachten zu kämpfen. Wenn alles gut geht, will ich an Silvester in Japan im Ring stehen. Geht Scott Coker auf die Nerven, damit er seine Hunde zurückpfeift. Die UFC hat mir schon gesagt, dass sie nicht klagen werden, wenn ich dort antrete. Wir können uns einigen, damit ich meine Karriere nicht beende. Das ist die einzige Option. Bevor ich jahrelang in Gerichtssälen versauere, kann ich auch gleich zurücktreten und Stripper werden.”