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Rafael dos Anjos: „McGregor sieht aus wie ein mickriges Hühnchen!“

Rafael dos Anjos ist kein Fan von Conor McGregor (Foto: Florian Sädler/GNP1.de).

Conor McGregor – frisch gebackener UFC-Interimschampion im Federgewicht – scheint einer dieser Menschen zu sein, die von allen anderen entweder verehrt oder verabscheut werden. Leichtgewichts-Titelträger Rafael dos Anjos darf man getrost zu letzterer Gruppe zählen, wie er kürzlich wenig schmeichelhaft klarstellte.

Sowohl für McGregor als auch für dos Anjos stehen die nächsten Herausforderungen schon in ihren eigenen Gewichtsklassen an, ihre aktuellen Frotzeleien aber lassen die Hintertür für einen eventuellen Super-Kampf offen, falls der Ire tatsächlich in Zukunft hoch ins Leichtgewicht wechseln sollte. Gestartet wurde das Hin und Her zwischen den beiden – wen überrascht es – von McGregor, der während der PR-Tour zu UFC 189 behauptete, sowohl Federgewichtschampion José Aldo als auch dessen Landsmann dos Anjos „ohne Probleme“ besiegen zu können.  

Diese Ansicht stieß dos Anjos sauer auf, der sich erst im März mit einem Punktsieg gegen Anthony Pettis den Gürtel im Leichtgewicht sichern konnte und diesen voraussichtlich Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres gegen Donald Cerrone verteidigen wird. „Es wäre toll, wenn er ins Leichtgewicht wechseln würde“, so der Champion im Vorfeld von UFC 190 über McGregor. „Diesen Kerl zu verprügeln, wäre leicht verdientes Geld [...] Ich würde mich freuen, ihn in der Gewichtsklasse begrüßen zu dürfen, sogar in Irland. Schwierig zu sagen, wie ein Kampf mit ihm verlaufen würde, aber es wäre ein aggressiver Kampf mit vielen harten Schlägen, und er wäre nicht in der Lage damit umzugehen.“

Der Grund für dos Anjos’ Selbstbewusstsein? Ausgerechnet McGregors bis dato größter Triumph, ein technischer Knock-out gegen Chad Mendes im Juli bei UFC 189, der ihm den Interims-Titel im Federgewicht einbrachte, nachdem Champion José Aldo das Blockbuster-Duell verletzt absagen musste. Mendes hatte in den ersten beiden Runden mehr Erfolg gegen McGregor als jeder andere in dessen UFC-Karriere, musste sich trotz harter Treffer ans Kinn des Iren und mehreren Takedowns aber am Ende des zweiten Durchgangs geschlagen geben.

„Ich habe Chad vorher noch nie im Rückwärtsgang gesehen, er geht normalerweise immer nach vorne“, wundert sich dos Anjos, der den Kampf in Las Vegas aus der ersten Reihe sah. „(Gegen McGregor) war er schon nach einer Minute schwer am Atmen. T.J. Dillashaw saß direkt neben mir, ich habe ihn gefragt, wie gut Chad in Form war, als die UFC angerufen hat. Er meinte, dass Chad Luft für drei Runden hätte, nicht für fünf, er aber immer in Form sei. (Mendes) war allerdings schon nach einer Minute völlig fertig und hat McGregor trotzdem noch in den ersten beiden Runden verprügelt. Ich glaube, McGregor gehört nicht mal ansatzweise in die Top 5 in der Gewichtsklasse.“

Von langer Dauer wird McGregors Zeit als UFC-Champion daher nicht sein, glaubt dos Anjos. „Dieser Typ hat keine Chance, Aldo würde ihn vernichten“, prognostiziert er für das für UFC 194 am 12. Dezember erneut angesetzte Duell. „Wenn Chad Mendes in Form gewesen wäre, hätte er ihn ebenfalls zerstört, so viel hat er uns gezeigt. (McGregor) lief gleich neben mir her und er ist einfach zu mickrig, er saß aus wie ein Hühnchen. Chad Mendes ist körperlich stark, aber McGregor hat keine Chance. Dieser Kampf hat gezeigt, wer er wirklich ist.“