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Rafael dos Anjos: McGregor ist in meinem Kopf

Rafael dos Anjos will Conor McGregor dominieren (Fotos: Dorian Szücs)

Mit Psychospielchen und Provokationen versucht sich Conor McGregor stets einen Platz im Kopf seines Gegners zu sichern, um diesen im Kampf zu unüberlegten Aktionen zu verleiten. Bei seinem nächsten Kontrahenten – UFC-Leichtgewichtschampion Rafael dos Anjos – ist ihm das bereits gelungen.

„Er überschreitet immer wieder die Grenzen“, sagte dos Anjos kürzlich gegenüber brasilianischen Medien. „Er beantwortete (auf der Pressekonferenz) Fragen, die an mich gerichtet waren, hat über meine Kinder gesprochen, hat gesagt, ich sei kein Brasilianer. Mann, immer wieder. Er sagte, ich kämpfe schludrig. Er überschreitet die Grenze immer wieder. Er ist hier, um alle zu beschämen und gibt dem Sport ein schlechtes Image. Er denkt, es sei lustig sich wie ein Drogendealer anzuziehen. Das ist kein schöner Weg, einen Kampf zu bewerben. Das hilft dem Sport überhaupt nicht. Georges St. Pierre hat sich als Champion immer gut verkauft und war das genaue Gegenteil.“

Bei der letzten Pressekonferenz für UFC 197 ließ McGregor keine Gelegenheit aus, dem Champion ins Wort zu fallen und ihn mit verschiedenen Sprüchen zu provozieren. Rafael dos Anjos blieb jedoch ruhig, selbst als seine Kinder ins Spiel gebracht wurden.

„Das hat mich gestört, aber ich wusste, dass er so etwas machen würde“, so dos Anjos. „Ich war darauf vorbereitet. Er sprach über meine Frau, meine Kinder, Jesus, mein Team – was soll ich tun? Er ist geisteskrank. Ich werde ihm am 5. März antworten. Werdum sagte zu mir: ‚Mein Freund, hol ihn dir, schmeiß etwas nach ihm, eine Flasche‘. Aber das ist nicht meine Art. Ich werde ihm zu gegebener Zeit antworten. Am 5. März bin ich derjenige, der redet.“

Offensichtlich erbost über die Aussagen des Iren, sagt dos Anjos ganz offen, dass er ständig an McGregor denkt. Für ihn sei das jedoch keine Besonderheit. 

„Jeder meiner Gegner ist in meinem Kopf, weil ich drei bis vier Monate lang an sie denke“, so dos Anjos. „Er ist in meinem Kopf, wie jeder meiner Gegner vor ihm. Ich wache auf und denke an ihn, ich gehe ins Gym und denke an ihn. So sehr ist er in meinem Kopf. […] Ich kämpfe besser, wenn mein Gegner persönlich wird. Ich werde ihn dominieren. Aldo musste diesem Typen lange zuhören, ich habe das nur für zwei Monate. Ich muss ihn jetzt bis zur Fight Week nicht mehr sehen. Ich werde ihn am 5. März dominieren und zurechtweisen. Ich habe die Erfahrung, das wird mein 20. Kampf in der UFC. […] Ich bin super überzeugt davon, dass ich ihn vermöbeln werde.“