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Pat Miletich in UFC Hall Of Fame aufgenommen

Pat Miletich ist in der UFC Hall Of Fame (Foto: MFSElite.com)

Die UFC hat das Dutzend vollgemacht. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren nutzte die UFC ihre international Fight Week und die Fan Expo in Las Vegas, um ihre hauseigene Ruhmeshalle um einen weiteren Kämpfer zu erweitern. Pat Miletich darf sich über die Aufnahme in den elitären Zirkel freuen.

Der Sohn kroatischer Einwanderer begann seine MMA-Karriere im Jahr 1995 stilecht in einem Acht-Mann-Turnier, dass er in insgesamt 13 Minuten mit drei Submissions gewann. Weitere zwölf Siege folgten, bevor er gegen Matt Hume, den heutigen Trainer von UFC-Champion Demetrious Johnson, seine erste Niederlage aufgrund einer gebrochenen Nase erlitt. Im März 1998 betrat Miletich dann im Alter von 32 Jahren zum ersten Mal das UFC Octagon. Beim Weltergewichtsturnier von UFC 16 setzte er sich zuerst gegen den olympischen Silbermedaillengewinner im Freistilringen, Townsend Sanders, durch, bevor er im Finale Chris Brennan mit einem Shoulder Choke bezwang.

Sieben Monate später kürte sich "The Croatian Sensation" zum ersten Weltergewichtschampion der UFC-Geschichte. Gegen Mikey Burnett sicherte sich Miletich im Oktober 1998 im brasilianischen Sao Paolo den Gürtel, den er in der Folge fast drei Jahre lang halten konnte und vier Mal verteidigte, darunter gegen John Alessio und "Nova Uniao"-Cheftrainer Andre Pederneiras. In diesem Zeitraum trat Miletich immer wieder außerhalb der UFC in den Ring und maß sich unter anderem mit MMA-Größen wie Dan Severn oder José "Pelé" Landi-Jons. Im Mai 2001 endete seine Regentschaft gegen Carlos Newton, der Miletich mit einem Bulldog Choke zur Aufgabe brachte.

Miletich war es anschließend nicht vergönnt, einen weiteren Anlauf auf den Weltergewichtsgürtel zu unternehmen. Zum einen behinderten ihn immer wieder hartnäckige Verletzungen, zum anderen hatte sich schon sein Schüler Matt Hughes den Gürtel von Newton gesichert. Mit einem K.o.-Sieg über Shonie Carter bei UFC 32 und einer Niederlage gegen Matt Lindland bei UFC 36 endete die UFC-Karriere Miletichs im Jahr 2002, der sich anschließend voll auf sein Camp "Miletich Fighting Systems" konzentrierte, aus dem neben Matt Hughes mit Jens Pulver und Tim Sylvia zwei weitere UFC-Champions und mit Robbie Lawler ein EliteXC-Champion sowie zahlreiche weitere starke Kämpfer hervor gingen.

Viereinhalb Jahre nach seinem Ausstieg aus der UFC kehrte Miletich noch für zwei Kämpfe zurück. Bei der neunten Veranstaltung der mittlerweile aufgelösten International Fight League unterlag er in einem Superfight Renzo Gracie nach Submission, zwei Jahre später verabschiedete er sich mit einem K.o.-Erfolg gegen Thomas Denny endgültig vom aktiven MMA-Sport. In der Folge konnte man Miletich vor allem vor der Kamera bei Strikeforce sehen, deren Events er zwischen 2009 und 2012 kommentierte.

Miletich beendete seine Karriere mit einer Bilanz von 29 Siegen, 7 Niederlagen und 2 Unentschieden, wobei er acht seiner zehn UFC-Kämpfe gewann. Der heute 48-Jährige war einer der dominantesten Champions in der Prä-ZUFFA-Ära der UFC, ebnete durch seine Station als Trainer zahlreichen Kämpfern den Weg in die UFC und kann mit seinen Leistungen im Käfig ruhigen Gewissens als MMA-Pionier angesehen werden. Gestern wurde Miletich nach Royce Gracie, Ken Shamrock, Dan Severn, Randy Couture, Mark Coleman, Chuck Liddell, Charles "Mask" Lewis Jr., Matt Hughes, Tito Ortiz, Forrest Griffin und Stephan Bonnar als zwölftes Mitglied in die UFC Hall Of Fame aufgenommen.