UFC News

Paige VanZant hat UFC-Kolleginnen unter Dopingverdacht

Paige VanZant (Foto: Invicta FC/Esther Lin)

Die jüngst in ihrem Kampf gegen Alex Chambers siegreiche Paige VanZant (GNP1.de berichtete), unterstellte ihren Kolleginnen organisiertes Doping. Die 21-Jährige hält den maskulinen Körperbau einiger Athletinnen in ihrer Gewichtsklasse für unnatürlich und glaubt, dass künstlich nachgeholfen wurde.

Das Doping-Problem in der UFC scheint sich nicht nur auf die Männer des Sports zu beschränken. Prominentestes Beispiel hierfür ist Invicta FC-Titelträgerin Cris "Cyborg" Justino, die 2011 nach ihrem Kampf gegen Hiroko Yamanaka positiv auf anabole Steroide getestet wurde und der daraufhin nicht nur den Sieg aberkannt, sondern auch eine einjährige Sperre und 2500 US-Dollar Bußgeld auferlegt wurden (GNP1.de berichtete).

Nun meldete sich auch einer der aufstrebenden Stars am UFC-Himmel, Paige vanZant (6-1), zum Thema zu Wort. „Einige der Mädchen in meiner Gewichtsklasse haben einen sehr maskulinen Körperbau und ich denke nicht, dass man das auf natürlichem Wege schafft“, so die US-Amerikanerin, die laut eigener Aussage froh darüber ist, dass UFC-Kämpfe von der amerikanischen Anti-Doping Agentur (USADA) überwacht werden.

Wen VanZant konkret im Verdacht hat will sie zwar nicht offenlegen, glaubt jedoch daran, dass es einige schwarze Schafe geben soll. Sorgen macht sie sich deswegen keine und hätte auch mit einer Gegnerin, die gedopt ist kein Problem, wie sie selbstbewusst erklärte: „Ich denke zwar über solche Sachen nach, lasse mich aber nicht davon beeindrucken. Was auch immer meine Gegnerinnen machen, hat auf mich keinen Einfluss. Ich weiß ja, wozu ich fähig bin.“

VanZant konnte gegen Alex Chambers ihren dritten UFC-Sieg in Folge verbuchen und steht derzeit auf Platz 9 der Weltrangliste im Strohgewicht. Die ehemalige Tänzerin und Crossfit-Athletin sagt von sich selbst, dass sie nicht nur auf jegliche leistungssteigernden Substanzen verzichtet, sondern auch auf das intravenöse (IV) Rehydrieren nach dem Weight-Cut, das ab Oktober gemäß USADA für alle UFC-Kämpfer verboten werden soll.

 „Wer sich auf das IV verlassen hat, wird definitiv ein Problem bekommen“, so VanZant. Das massive Entwässern vor dem Kampf, um das Kampfgewicht zu erreichen ist für einige Kämpfer nur durch intravenöse Flüssigkeitszufuhr wieder auszugleichen, da der Körper durch das Trinken allein nicht genug Flüssigkeit in der kurzen Zeit aufnehmen kann. „Es wird einige Veränderungen geben. Besonders für die Strohgewichte wird es hart, da es keine 56kg-Klasse (Fliegengewicht) in der UFC gibt und sie nicht nach oben wechseln können.“

In der UFC gibt es aktuell nur zwei Gewichtsklassen für Frauen: Das Strohgewicht (-48kg) und das Bantamgewicht (-61kg). Athletinnen, die zuvor ins Strohgewicht abgekocht haben, könnten somit tatsächlich vor einem schwerwiegenden Problem sehen.