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Overeem: „Fedor hat nur Flaschen besiegt, er ist nicht der Größte!“

Alistair Overeem (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Wer ist das beste Schwergewicht der MMA-Geschichte? Nicht Fedor Emelianenko, wenn man Alistair Overeem fragt. Der Niederländer gibt zwei Gründe seine Einschätzung an: Emelianenko hat sich weder den UFC-Schwergewichten noch ihm selbst gestellt, obwohl er zwei Mal Gelegenheit dazu hatte.

Bei UFC 213 will Alistair Overeem gegen Fabricio Werdum eine alte Rivalität beenden und sich gleichzeitig einen neuen Titelkampf gegen Stipe Miocic sichern. Gegen Werdum stand Overeem bereits zwei Mal im Käfig, das letzte Mal als amtierender Strikeforce-Champion.

Zur gleichen Zeit war auch Emelianenko im Strikeforce-Kader, zu einem Kampf der beiden kam es jedoch nie. Das ist auch einer der Gründe, warum Emelianenko nicht als bestes Schwergewicht der Geschichte gelten sollte, meint Overeem.

„Er ist nicht das beste Schwergewicht der Geschichte“, sagte Overeem in einem Interview auf FightHubTV. „Er hat zwei Mal abgelehnt, gegen mich zu kämpfen, als ich bei Strikeforce Schwergewichtschampion war. Ich wollte gegen ihn antreten, er hatte einen großen Namen und als Kämpfer sollte man um Titel kämpfen. Das ist der eine Grund, der andere ist, dass er nie in die UFC kam.“

Emelianenko wurde vor zehn Jahren immer wieder mit der UFC in Verbindung gebracht. Superfights gegen Brock Lesnar oder Randy Couture wurden immer wieder als Gerücht vernommen. Zu einem UFC-Kampf des Russen kam es nie. Einer der wenigen Makel in Emelianenkos Karriere. Für Overeem reicht das jedoch, zumal er auch Emelianko Siegesserie nicht gelten lässt.

„Was soll ich dazu sagen? Fedor hatte von 2002 bis 2005 einen großartigen Lauf. Aber danach? Die Leute reden über zehn Jahre ohne Niederlage und das ganz Gelaber, aber wen hat er nach 2005 geschlagen? Er hat nur gegen Flaschen gekämpft. Und gegen mich wollte er 2009 und 2010 nicht kämpfen.“

Nach Emelianenkos zweitem Sieg gegen Mirko „CroCop“ Filipovic kämpfte er in der Tat nicht mehr gegen die absolute Weltspitze. Gegen Mark Hunt, damals noch am Anfang seiner Entwicklung vom reinen Kickboxer zum MMA-Kämpfer verteidigte er Ende 2006 noch einmal seinen Schwergewichtstitel bei Pride.

Anschließend kämpfte er bei BodogFight gegen Mittelgewicht Matt Lindland und bei Yarrenoka gegen den Koreaner Hong-Man Choi, bevor er bei Affliction sein US-Debüt feierte und die früheren UFC-Champions Tim Sylvia und Andrei Arloski besiegte. Bei Strikeforce sank dann sein Stern mit Niederlagen gegen Werdum, Antonio Silva und Dan Henderson. Ob Emelianenko in der UFC Erfolg gehabt hätte, bleibt eine der größten Was-Wäre-Wenn-Fragen der MMA-Geschichte.

„Er hätte sich den Aufgaben in der UFC stellen sollen“, so Overeem weiter. „Das ärgert mich wirklich. Er hätte es machen sollen. Er hätte in die UFC kommen und sich ins Getümmel werfen sollen. Das wird immer einen Schatten auf seine Karriere werfen.“