UFC News

Nur 2.500 Dollar pro Kampf!

Im vergangenen Jahr verkündete die UFC voller Stolz eine exklusive Partnerschaft mit dem Bekleidungsriesen Reebok (GNP1.de berichtete). Für die Summe von 70 Millionen Dollar über sechs Jahre sicherte sich Reebok damit die exklusive Position als Ausrüster der UFC. T-Shirts, Shorts, Bekleidung und Werbebanner im Octagon werden ab Juli nur noch das Reebok-Logo tragen. Für die Kämpfer sollte dieser Deal nicht nur Sicherheit in Fragen der Sponsor-Akquise bringen, sondern darüber hinaus auch mehr Geld pro Kampf. Nach den heute veröffentlichten Zahlen steht fest, Letzteres ist nicht der Fall.

Laut einem internen Papier, dass den Kämpfern heute zugesandt und von Bantamgewicht Cody Gibson auf Twitter veröffentlicht wurde, beträgt das Maximum an Einnahmen aus dem Sponsoring durch Reebok $40.000 pro Kampf. Dafür muss ein Kämpfer jedoch den Titel einer Gewichtsklasse halten. Herausforderer auf einen Titel erhalten $30.000. Für Kämpfer, die sich nicht im direkten Titelrennen befinden, werden Abstufungen hinsichtlich ihrer Erfahrung im Octagon gemacht (GNP1.de berichtete):

  • Champion:  $40.000 pro Kampf
  • Herausforderer: $30.000
  • 21 oder mehr Kämpfe: $20.000
  • 16-20 Kämpfe: $15.000
  • 11-15 Kämpfe: $10.000
  • 5-10 Kämpfe: $5.000
  • darunter: $2.500

In die Berechnung fließen dabei sowohl Kämpfe für die UFC, als auch für die übernommenen Organisationen Strikeforce oder WEC ein. Unklar bleibt, ob ein Kämpfer seinen Platz als Herausforderer verliert, sollte er den Titel nicht erkämpfen können. Ein junger Kämpfer wie Kyoji Horiguchi, vor kurzem noch im Titelkampf bei UFC 186, würde aufgrund seiner wenigen UFC-Kämpfe von $30.000 auf $10.000 abstürzen.

Zwar sollen Kämpfer neben den oben genannten Summen noch einen Anteil am verkauften Merchandise erhalten, dieser dürfte jedoch insbesondere bei jungen und unbekannten Kämpfern vernichtend gering sein, während Stars wie Conor McGregor oder Paige VanZant eigene Verträge mit Reebok abgeschlossen haben und eine weitaus höhere Vergütung erhalten dürften.

Nachdem die UFC in der Vergangenheit auf Kritik hinsichtlich der ersten Überlegungen, die Gelder an die Platzierung der Rangliste zu knüpfen, eingegangen ist, darf man gespannt sein, ob nach dieser Veröffentlichung Kritik aus den Reihen der Kämpfer kommt. Selbst langjährige Veteranen außerhalb der Rangliste wie Joe Lauzon, Diego Sanchez oder Nate Diaz dürften deutliche Einbußen hinnehmen, von bekannten Kämpfern innerhalb der Rangliste ganz zu schweigen.

Eine offizielle Stellungnahme der UFC steht noch aus.