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Nick Diaz' Sperre auf 18 Monate verkürzt

Ab August wieder "frei": Nick Diaz (Foto: Mark Bergmann/GNP1.de)

MMA-Fans weltweit können aufatmen: Nick Diaz steht bald wieder im Käfig. Im Zuge der heutigen Anhörung der NSAC nach seiner Fünf-Jahres-Sperre (GNP1.de berichtete) wurde nicht nur seine Strafe von $165.000 auf $100.000 reduziert, auch seine Sperre wurde von fünf auf anderthalb Jahre reduziert, nachdem sich Diaz und die Kommission nach mehrmonatiger Verhandlung (GNP1.de berichtete) einigen konnten. Da Diaz bereits seit dem 31. Januar 2015 suspendiert ist, könnte der 32-Jährige folglich ab August wieder angreifen.

Einstimmig hat die Nevada State Athletic Commission NSAC der Einigung mit Nick Diaz' Camp zugestimmt. 18 statt 60 Monate Sperre und $65.000 weniger Geldstrafe stehen nun offiziell als Konsequenz für den positiven Test im Anschluss an Diaz' Kampf gegen Anderson Silva bei UFC 183 fest. Die Kommission äußerte sich nicht zu den Details der Übereinkunft, weder Nick Diaz noch seine Anwälte waren anwesend. Wie Diaz' Manager Lloyd Pierson verriet, gibt es von seinem Klienten zum momentanen Zeitpunkt weder eine Stellungnahme noch einen anstehenden Kampf. Eine Bedingung gibt es jedoch vor seinem nächsten Einsatz: Diaz muss sich im Monat vor dem Kampf drei saubere Urinproben abgeben, bevor er in Nevada wieder ins Octagon steigen darf.

Auf die merkwürdigen Umstände der Suspendierung und der Komplikationen mit den Dopingtests wurde von Seiten der Kommission nicht eingegangen. Nick Diaz hatte im Vorfeld von UFC 183 zwei saubere Proben bei von der WADA zertifizierten Laboren eingereicht, der Kampf blieb bestehen. Eine dritte Probe in einem anderen Labor zeigte weit über dem Limit liegende Werte von Marihuana im Blut Diaz, der damit bereits zum dritten Mal aus dem gleichen Grund suspendiert wurde.

In der Folge der ersten Anhörung und der Fünf-Jahres-Sperre entstand eine Welle der Solidarität in der MMA-Gemeinschaft. Fans und Kämpfer gleichermaßen verurteilten die überharte Sanktion gegen das beliebte Weltergewicht. Eine eingereichte Petition an das Weiße Haus erhielt über 100.000 Stimmen und sorgte so auch abseits der MMA-Presse für Aufmerksamkeit.

Wer sich die Einigung im Original durchlesen möchte, findet sie unter diesem Link als PDF.