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Nick Diaz' Anwälte planen rechtliche Schritte gegen „Scheingericht“

Nick Diaz während der Anhörung vor der Sportkommission (Foto: Screenshot).

Nick Diaz wurde seine Kampflizenz von der Nevada State Athletic Commission (NSAC) für fünf Jahre entzogen. Diaz kündigte an, dass er mit rechtlichen Schritten gegen die Aufsichtsbehörde vorgehen werde. Grund: Das Urteil sei nicht fair, wie Diaz‘ Anwalt Lukas Middlebrook nach Diaz´ Anhörung in Las Vegas der Presse mitteilte. Es basiere nicht auf Fakten, sondern auf Meinungen.

Middlebrook versuchte, Schlupflöcher in dem Befund der Kommission gegen Diaz zu finden, indem er einen Experten einbrachte, der zu Protokoll gab, dass es von ärztlicher Seite unglaubwürdig sei, dass ein Kämpfer zwei Tests besteht, einen weiteren jedoch nicht. Tatsächlich hatte Diaz die Tests, die von einem von der World Anti Doping Agency (WADA) anerkannten Labor untersucht wurden bestanden, war jedoch durch den eines nicht akkreditierten Labors jedoch gefallen. Basierend auf diesem Test hatte die Kommission ihr Urteil gefällt.

Fragen, ob Diaz zwei Wochen vor UFC 183 Drogen jedweder Form eingenommen hatte, verneinte er während der Anhörung. Da er schon bei UFC 143 und bei PRIDE 33 positiv getestet wurde, sei sein Verhalten laut NSAC „respektlos“ der Kommission gegenüber, die unter anderem damit die harte Strafe begründete.

Diaz‘ Anwälte sagten, dass sie im nächsten Schritt vor dem nächsthöheren Gericht den Fall noch einmal ausbreiten würden, ähnlich wie im Fall Wanderlei Silvas, der sich wegen einer lebenslangen Suspendierung vom MMA-Sport, ebenfalls ausgesprochen von der NSAC, nun vor dem „Nevada Supreme Court“ wiederfindet.

Middlebrook ist außerdem zuversichtlich, dass das Gericht die Fehler der NSAC erkennen wird. Das eigentliche Problem sei aber, dass es kein Standardverfahren für Dopingtests gebe. Da jedes Labor seine eigenen Standards habe, komme es häufig zu widersprüchlichen Ergebnissen. Beängstigend sei, dass Kämpfer hier ohne gerichtlichen Prozess die Basis für ihren Lebensunterhalt verlieren könnten.