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Neil Magny: „Der Ringrichter hätte viel eher eingreifen müssen“

142 Schläge brachte Neil Magny in der zweiten Runde bei UFC Brisbane ins Ziel, viele davon blieben von Hector Lombard unbeantwortet. Dennoch ließ Ringrichter Steve Perceval den Kampf bis zum Rundenende weiterlaufen. Eine Tatsache, die Magny nicht nachvollziehen kann.

„Auch wenn es in dem Sport ums Gewinnen geht, ist es einfach nur hart, wenn man einem Typen so viel Schaden zufügt und der Kampf einfach nicht gestoppt wird“, sagte Magny auf der Pressekonferenz nach UFC Fight Night 85. „Der Ringrichter ist dafür da, den Kämpfer zu schützen, und Lombard konnte sich selbst nicht mehr schützen. Der Ringrichter hätte eher eingreifen müssen, denke ich, aber das ist nicht mein Job.“

Magny wurde in der zweiten Runde von Lombard mit einem Schlag auf die Matte geschickt, konnte sich aber aus der brenzligen Situation befreien und in der Top Position landen, von wo aus er Lombard mit etlichen Schlägen traf.

Auch Tom Wright, der UFC-Verantwortliche für Kanada, Australien und Neuseeland, fand die Entscheidung des Ringrichters, den Kampf weiterlaufen zu lassen, fragwürdig. „Wie waren sehr besorgt. Neil hat es wohl am besten gesagt: Der Job des Ringrichters ist es, den Kampf zu stoppen, wenn sich ein Kämpfer nicht mehr selbst schützen kann. Ich saß zwar nicht so nah am Geschehen wie der Ringrichter, aber ich denke, dass der Kampf hätte gestoppt werden müssen und er hätte schon lange vorher gestoppt werden müssen.“

Im dritten Durchgang machte Magny dann kurzen Prozess. Nach einem schnellen Takedown landete er in der Full Mount, aus der er einen Triangle Choke ansetzte und sich mit Ground and Pound zum Sieg hämmerte.

Dabei sah es für Magny in der ersten Runde alles andere als gut aus. Lombard stürmte zu Beginn mit Schlägen nach vorne und konnte den 28-Jährigen am Boden minutenlang mit Ground and Pound zusetzen. Magny verteidigte sich gut und kam letztendlich wieder auf die Beine. Zu seinem Vorteil hatte sich Lombard mit seinem Ansturm komplett verausgabt. In der zweiten Runde zeigte sich Lombard sichtlich erschöpft, was wohl die entscheidende Wende im Kampf brachte.

Mit seinem Sieg gegen Lombard will Magny nun die Spitze des UFC-Weltergewichts erklimmen: „Wenn es nach mir gehen würde, dann würde ich jetzt als nächstes gegen einen Top-5-Gegner kämpfen und dann möglicherweise noch in diesem Jahr um den Titel antreten. Das ist mein Ziel.“