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Nasrat Haqparast: Augeninfektion könnte Gehirn angreifen

Das sieht nicht gut aus: Nasrat Haqparast hätte auch mit einem Auge bei UFC London gekämpft, sagt er, aber die Ärzte wussten das zu verhindern (Foto: Privat).

Nasrat Haqparasts Augeninfektion ist ernster als gedacht. Nach eigenen Angaben war es keine Bindehautentzündung, die kurz vor UFC London für die Absage seines Kampfes gegen Nad Narimani sorgte, sondern eine Art von Infektion, die sogar das Gehirn hätte angreifen können. Die Prognosen aber sagen eine schnelle Rückkehr ins Octagon voraus.

Bei UFC London wollte Nasrat Haqparast die beste Leistung seiner Karriere abliefern. Bis knapp eine Woche vor dem Event am vergangenen Samstag schien auch alles auf Kurs zu laufen: Das Trainingscamp war großartig, hatte er uns im Interview erzählt, dutzende Freunde hatten Reisen nach London gebucht, mit Rafael Cordeiro und Firas Zahabi hatte Haqparast zwei der besten Trainer des Sports in seinem Team.

Dann ging es abwärts: Erst fiel Gegner Alex Reyes verletzt aus, der nur Tage vor dem Event von Cage-Warriors-Champion Nad Narimani ersetzt wurde. Ungefähr zu dieser Zeit jedoch zog sich Haqparast, da bereits in London zugegen, eine schwere Augeninfektion zu. Trotz seiner Versuche, deren Ausmaß zu verheimlichen, blieb das fast komplett zugeschwollene rechte Auge den Ärzten der UFC nicht verborgen, die den Leichtgewichtskampf Minuten vor dem Start des Events absagen ließen.

„Ich habe mir das am Dienstag in der Fight Week eingefangen“, so Haqparast gegenüber GNP1. „Es wurde immer schlimmer, sogar mit Antibiotika. Ich hatte Antibiotika von der UFC bekommen, deswegen hatte ich beim Wiegen die Sonnenbrille an. Ich dachte, es wird bis zum Kampf besser.“

Zurück aus England, ging es für Haqparast gleich zum Augenarzt. Dort erfuhr er, dass es sich bei der Infektion nicht, wie ursprünglich berichtet worden war, um eine Bindehautentzündung handelte.

„Mir wurde gesagt, dass es keine Bindehautentzündung war, sondern eine Art von Infektion des Auges, welche sogar bis ins Gehirn gehen kann“, so Haqparast. „Ich habe jetzt drei verschiedene Medikamente bekommen und extrem starke Antibiotika.“

Obwohl die Infektion durchaus ernst hätte verlaufen können, wird sie das deutsche UFC-Leichtgewicht aller Voraussicht nach nicht allzu lange aus dem Verkehr ziehen. Sogar einen Nachholtermin für den ausgefallenen Kampf hat Haqparast bereits angepeilt.

„MMA kann ich gegen Ende nächster Woche wieder trainieren, Laufen und Fitnesstraining kann ich jetzt schon machen. Auf dem Programm von UFC Liverpool [am 27. Mai] stehe ich fest drauf, wenn Nad Narimani zusagt.“