UFC News

Nach UFC 248: Yoel Romero unzufrieden mit Israel Adesanyas Strategie

Yoel Romero (Foto: Florian Sädler)

Ein Feuerwerk hatten Fans im Hauptkampf von UFC 248 zwischen Champion Israel Adesanya und Herausforderer Yoel Romero im Vorfeld erwartet. Am Ende machte sich jedoch Ernüchterung breit. Fünf Runden lang lieferten sich beide Kämpfer ein weniger spektakuläres Duell, das die Zuschauer in der T-Mobile Arena in Las Vegas teils mit Buhrufen quittierten. Auch Romero, der nach fünf Runden nach Punkten unterlag, zeigte sich mit dem Kampf alles andere als zufrieden - vor allem wegen der Strategie des Champions.

„Die Leute zahlen für den Pay-per-View, um einen echten Kampf zu sehen“, sagte Romero im Interview nach dem Duell. „Nicht für so etwas. Die Kämpfer müssen die zahlenden Leute respektieren. […] Die Leute wollen einen Kampf sehen und keinen Lauf. Wer einen Lauf sehen will, soll sich Usain Bolt anschauen.“

Adesanya und Romero zeigten sich insbesondere in den ersten Runde sehr defensiv und versuchten sich nur an vereinzelten Aktionen. Romero wartete stets auf den richtigen Moment, explosionsartig nach vorne gehen zu können, während Adesanya aus der Distanz genau solche Momente zu vermeiden versuchte. Adesanya konnte dabei vor allem mit Leg Kicks punkten, das Tempo blieb jedoch bis zum Kampfende niedrig.

„Es ist unmöglich, gegen einen Geist zu kämpfen“, ergänzte Romero später auf der Pressekonferenz nach der Veranstaltung. „Ich werde jetzt anfangen, für einen Ausdauerlauf zu trainieren, weil er anscheinend ein Lauf-Star ist und ich habe in seiner Sportdisziplin noch ein wenig Nachholbedarf.“

Ob Romero aber noch einmal eine Chance gegen Adesanya bekommt, bleibt abzuwarten. Zunächst einmal steht für Adesanya Paulo Costa als nächster Herausforderer in den Startlöchern. Und mit drei Niederlagen in Folge wird Romero wohl nun erst einmal kleinere Brötchen backen müssen.