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Nach Rauswurf: UFC hebt Reporter-Sperre wieder auf

Dana White (Foto: Elias Stefanescu)

Die Ereignisse des spektakulären UFC-199-Events am vergangenen Samstag wurden überschattet vom Rauswurf und der lebenslange Sperre eines Reporterteams der US-amerikanischen Webseite MMAFighting. Nun hat die UFC offenbar zurückgerudert und will der Redaktion künftig doch weiterhin Eintritt zur Presse-Sektion ihrer Live-Shows gewähren.

"Nach einem Gespräch mit der Redaktion von SB Nation (dem Blog-Netzwerk, zu dem MMAFighting gehört, d. Red.) wird die UFC dem Team von MMAFighting.com Presse-Akkreditierungen zu UFC Live-Events künftig nicht verweigern. Wir respektieren die Rolle, die Medien in unserem Sport und darüberhinaus spielen und selbstverständlich auch das Recht von MMAFighting, über bestimmte Neuigkeiten zu berichten. Dennoch sind wir der Meinung, dass das wiederholte Vorgehen ihres leitenden Redakteurs weit über die Befugnisse eines Journalisten hinausgegangen sind. Wir sind uns sicher, unsere Position gegenüber der Redaktion von SB Nation nun adäquat dargelegt zu haben.

Das Ziel der UFC als weltweit führende Mixed-Martial-Arts-Organisation ist es, das Interesse an unseren Sportlern und Events zu steigern und unseren Fans das bestmögliche Produkt zu liefern. Wir wollen unseren Sport und unsere Sportler auch weiterhin Fans in neuen Märkten auf der ganzen Welt näher bringen und dabei natürlich auch mit Medien aller Art zusammenarbeiten."

Der populäre MMA-Reporter Ariel Helwani sowie seine Fotografin und sein Kameramann wurden am Samstag vor dem Hauptkampf von UFC 199 aus der Halle eskortiert und lebenslang für den Pressebereich von UFC-Veranstaltungen gesperrt. Helwani erklärte später, die UFC-Chefetage sei verärgert darüber gewesen, dass er wiederholt Nachrichten vor ihrer offiziellen Ankündigung verbreitet hatte, insbesondere den Rückkampf zwischen Nate Diaz und Conor McGregor sowie das Comeback von Brock Lesnar. Er behauptete zudem, UFC-Präsident Dana White hätte ihm gedroht, ihn zu "ruinieren". In einem offiziellen Interview erklärte der hitzköpfige UFC-Boss noch am Montag, so lange er Präsident der Organisation sei, werde das Team um Helwani für seine Events gesperrt bleiben. Viele namhafte Journalisten, auch außerhalb der MMA-Szene, hatten das Verhalten der UFC daraufhin heftig kritisiert.

Ob das obige Statement auch für Helwani gilt oder er weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht explizit erwähnt. Ein Statement von Helwani zur Situation steht aktuell noch aus.